Comte Louis de Lauriston
ByDie Möglichkeit zum Schwarzbrennen war in der hügeligen und von Gehölzen bedeckten Landschaft des Domfrontais für kleinbürgerliche Familien sehr günstig, doch als dienstbeflissene Zollbeamte 1962 die Schwarzbrenner überraschten, musste eine Lösung gefunden werden. Unter der Bedingung, dass eine Kellerei eingerichtet werden müsse, in der die Erzeuger ihren künftig nach Recht und Gesetz gebrannten Calvados abgeliefern sollten, würde man auf eine Ahndung der Schwarzbrennerei verzichten. Also wurde im Jahre 1962 von Graf Louis de Lauriston, der den Posten des Generalsekretärs im Bauernverband innehatte, die Kellerei gegründet.
Nur 29 Jahre später, 1991, wurde von ihm, als dem Vorsitzenden der Obstbauern des Domfrontais offiziell die „Appelation d’Origine Controlee du Calvados du Domfrontais“ beantragt, die dann 6 Jahre später, am 31.12. 1997 zuerkannt wurde.
Leider konnte Louis de Lauriston, der schon im Februar des Jahres 1997 starb, die Früchte seiner Arbeit nicht mehr empfangen.
Seine Originalität verdankt der Calvados „Comte Louis de Lauriston“, der aus dem Herzen des Domfrontais stammt, dem hohen Birnenanteil, den man den Cidre-Äpfeln beimischt, aber auch der Destillierung in nur einem einzigen Brennvorgang.
Von anderen Appellationen des Calvados unterscheidet er sich wohltuend durch seinen fruchtig-blumigen Charakter.