Muss denn ein Tonic Water zwangsläufig aus England bzw. Großbritannien stammen? Nein, denn auch die Deutschen und ihre Nachbarn verstehen sich darauf, das bittere, kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränk herzustellen. So kann man sich seit Kurzem z. B. für das Gents Tonic Water aus der Schweiz entscheiden, das sich von der Masse in mehrerlei Hinsicht abhebt und bei Kennern wahre Lobeshymnen auslöst.
 

Allgemeines zu Tonic


Gents Swiss Roots Tonic Water

Gents Swiss Roots Tonic Water

Wie der englische Begriff es bereits erahnen lässt, handelt es sich bei Tonic im Grunde um ein Tonikum. Und zwar wurde es im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelt, um gegen Tropenkrankheiten wie Malaria zu schützen. Diese von Mücken übertragene Krankheit setzte den Angehörigen der britischen Armee und den englischen Kolonialherren zu. Zum Glück fanden sie heraus, dass sie sich mit Chinin – aus der Rinde bestimmter Bäume gewonnen – dagegen schützen konnten. Die Voraussetzung hierfür war jedoch, jeden Tag geflissentlich eine Tablette zu sich zu nehmen oder das bittere Pulver zu schlucken. Die ausgeprägte Bitterkeit weckte den Erfindergeist der Engländer. Sie suchten nach Wegen, den herben Geschmack zu übertrumpfen, ohne die Wirkung des Chinins zu beeinträchtigen. Geboren war das Tonic Water, das neben Chinin noch Zucker und Sodawasser enthielt. Da sich auch hier aufgrund des hohen Chiningehalts eine gewisse Bitterkeit nicht vermeiden ließ, machten die Engländer sich weiter Gedanken, wie sie die tägliche Chinin-Ration zur Malariaprophylaxe einfacher machen könnten. Sie kamen schließlich auf die zündende Idee, ihren heißgeliebten Gin damit zu mixen. So entstand der Gin & Tonic, der ab dem späten 19. Jahrhundert in aller Welt beliebt wurde und inzwischen den Ruf genießt, einer der besten Longdrinks zu sein. Die Produktion von Tonic Water im großen Stile wurde dadurch angekurbelt. Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Geschmacksnoten zu entdecken, darunter das mineralische Gents Tonic.

Die Entstehungsgeschichte von Swiss Tonic Water


Das Gents Swiss Roots Tonic Water ist eine Besonderheit mit regionaler bzw. nationaler Prägung und hat es verdient, als Klasse für sich betrachtet zu werden. Verantwortlich für die Herstellung ist die Brennerei Gents, die in der Schweiz in Zürich ihren Sitz hat und darauf mächtig stolz ist. Die Gents GmbH gehörte vor einigen Jahren zu den vielversprechenden Schweizer Start-ups und hat es geschafft, sich in kürzester Zeit zu etablieren. Im Jahre 2012 wurde das Gents Swiss Tonic Water zum ersten Mal auf den Markt gebracht. Und wem hat man die Erfindung zu verdanken? Interessanterweise keinem Spirituosenexperten, sondern einem Feinschmecker mit journalistischem Hintergrund, der eigentlich als Chefredakteur bei diversen Designzeitschriften tätig war. Markengründer Hans Georg Hildebrandt hatte im Zuge seines Jobs bemerkt, dass das Tonic-Wasser und damit auch der Gin sowie der Gin & Tonic in den letzten Jahren ein Revival bzw. einen Boom erlebten. Daraus entstand der Wunsch, sich selbst einmal an diesem Mixer zu versuchen, und Hildebrandt legte den Grundstein für das Gents Tonic.

Der Gründer der Gents GmbH drückte seine Ziele und Wünsche so aus, dass sein Produkt ein Tonic Water für Gourmets mit hohen Ansprüchen sein soll und sich an Kenner statt an Einsteiger richtet. Er verließ sich daher nicht nur auf Recherche und seinen eigenen Instinkt sowie seine Vorlieben, sondern holte auch die Meinung anderer ein und brachte es mit Teamgeist zum Erfolg. Der Spitzenkoch Ralph Schelling, der Sensoriker Patrick Zbinden und der Chef de Bar Markus Blattner halfen Hildebrandt dabei, das Gents Swiss Roots Tonic Water zu konzipieren und vermarkten. Das Trio und der Firmenleiter waren sich einig, dass man kein zu süßes Tonic Water mit künstlichen Zusatzstoffen und viel Zucker wollte. Zudem setzte man es sich in den Kopf, eine spezielle Bitterkeit und einen unverwechselbaren Geschmack zu erhalten. Das Gents Tonic sollte sich von den übrigen Softdrinks und Bitterlimonaden abheben und einerseits traditionell sowie andererseits modern wirken.

Fest in der Schweiz verwurzelt, doch überall geschätzt


Um Zucker kommt man nicht herum, wenn man Tonic-Wasser herstellt, denn schließlich sollte eine Zutat die bittere Hauptnote von Chinin auflockern und zudem einen Kontrast zum Gin darstellen. Statt sich wie ein Großteil der Konkurrenz auf Rübenzucker zu verlassen, setzt man beim Swiss Tonic von Gents auf Maisglukose-Sirup. Neben der süßenden Komponente kommt bei Tonic in so gut wie allen Fällen noch ein Säuerungsmittel zum Tragen. Hierfür verarbeiten die Experten Zitronenaroma, das aus sizilianischen Zitrusfrüchten gewonnen und in der Schweiz verarbeitet wird. Das Besondere daran: Die traditionsreiche Destillerie aus Zürich wartet bis zur Zitronen-Hochsaison in Italien und lässt die Früchte im reifen, frischen Zustand aus Sizilien anliefern. 30 Tonnen werden auf einmal in einem cleveren, betriebseigenen Verfahren extrahiert und weiterverarbeitet. Chinarinde liefert das Chinin, denn es steht außer Frage, dass für das Gents Tonic Water kein künstlicher Aromastoff für die obligatorische Bitterkeit infrage kommt.

Und warum heißt das Produkt denn nun Gents Swiss Roots Tonic Water? Was hat es mit den Swiss Roots, den Schweizer Wurzeln, auf sich? Hinter diesem Zusatz verbirgt sich das wahre Erfolgsgeheimnis des Erfrischungsgetränks. Im Schweizer Jura gedeiht eine Alpenpflanze, die man in verwandter Form auch aus Deutschland kennt: Enzian. Die lateinische Bezeichnung für die Bergblume ist Gentiana Lutea, und hieraus wurde der Name Gents abgeleitet. Man verwendet zur Aromatisierung nicht die Blume selbst, sondern die Wurzel des Gelben Enzians, und das kommt ebenfalls in der Produktbezeichnung sowie im Genuss zum Ausdruck. Das Extrakt der Enzianwurzel und der italienischen Zitronen findet in einem komplizierten Prozess zusammen, der sich über eine Woche hinzieht und das Herzstück des Getränks darstellt. Das mineralische Gents Swiss Roots Tonic Water aus der Schweiz ist so gesehen ein Unikat und einen Versuch auf jeden Fall wert.

Das Schweizer Tonic Water im Überblick


Was das Aroma und den Geschmack angeht, so sorgt das Gents Tonic für die eine oder andere Überraschung. Es gilt weder als zu bitter noch als zu süß. Stattdessen wird es vor allem als mineralisch eingestuft und lässt sich in dieser Hinsicht z. B. mit dem einen oder anderen Weißwein und Spirituosen vergleichen. Das Gents Swiss Roots Tonic Water entfaltet ein unwiderstehliches, frisches und nicht zu fruchtiges oder saures Zitronenaroma. Es lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen und macht Lust auf mehr. Die Noten von Zitrusfrucht harmonieren gut mit dem herben Chinin und mit der prickelnden Kohlensäure. Noch ein wenig mehr Bitterkeit steuert ein Hauch von Lakritze bei, der perfekt ins Bild passt. Dabei hält das Tonic-Wasser die Balance zwischen trocken und süß, belebend und harmonisch. Experten stufen das Tonic Water aus der Schweiz als vollmundig, rund und charaktervoll ein und legen es Genießernaturen wärmstens ans Herz.

Das vielgelobte Gents Swiss Roots Tonic Water vom Zürichsee ist von klarer Farbe und elegant-spritziger Perlage. Es passt hervorragend zu charaktervollem Gin, der ebenfalls auf hohe Qualität setzt. Kombiniert man es mit einem modernen Gin, unterstreicht es die subtilen Botanical-Noten; mixt man es mit einem authentischen London Dry Gin, bringt es den Wacholder-Ton ideal zur Geltung. Man kann mit dem Tonic-Wasser jedoch nicht nur Gin & Tonic sowie beispielsweise Longdrinks und Cocktails mit Vodka (oder Aperol & Tonic) mixen, sondern es auch pur genießen. Als alkoholfreies Erfrischungsgetränk – am besten auf Eis – und aufregender Limonadenersatz hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Wer mag, der probiert neben dem Gents Swiss Roots Tonic Water noch die 2015 veröffentlichten Neuheiten, das Gents Swiss Roots Bitter Lemon und das Gents African Roots Ginger Ale mit ebenfalls ausgesuchten Zutaten und raffinierter Persönlichkeit. Das mineralische Gents ist und bleibt aber das Flaggschiff der Schweizer Firma, denn es ist ein Alleskönner voller Charisma. Man sollte es mit Gin aus der Schweizer Produktion oder aus Deutschland kombinieren, denn so wird man auf faszinierende Weise feststellen, wie die mineralischen bis erdigen und floralen bis herbalen Noten von Enzianwurzel mit den übrigen Botanicals des Wacholderschnapses zusammenspielen. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass englischer / internationaler Gin nicht ebenso gut dazu passt.