Die Deutschen sind nicht nur auf den Gin gekommen, sondern sie liefern auch die perfekte Mixzutat für Gin & Tonic. In der Bundesrepublik wird nämlich das Thomas Henry Tonic Water hergestellt, das es ohne Weiteres mit seinen berühmten Verwandten aus Großbritannien aufnehmen kann und viel Lob verdient hat. Hier gibt es mehr Informationen zu dem Top Seller, der in keiner gut ausgestatteten Hausbar fehlen darf.
 

Ein Blick auf den Namensvetter Thomas Henry


Thomas Henry Tonic Water

Thomas Henry Tonic Water

Warum hat man sich bei der deutschen Firma für einen englischen Namen entschieden? Um dies besser zu verstehen, muss man eine Reise in die Vergangenheit unternehmen. Thomas Henry lebte von 1734 bis 1816 in England und machte sich als Apotheker und Chemiker einen Namen. Zu seinen größten Errungenschaften gehören drei Dinge: Er entwickelte eine optimierte Produktionsmethode für ein Abführmittel; er half der Textilindustrie mit seinen Arbeiten an der Chlorbleiche; er entwickelte das Sodawasser. Genau letztere Erfindung ist der Grund, warum sich die Macher von Thomas Henry Tonic Water für diese Titel entschieden haben. Ohne die Experimente des ambitionierten und cleveren Apothekers gäbe es nicht die Möglichkeit, Wasser und andere Flüssigkeiten / Getränke mit Kohlensäure zu versetzen. Somit wäre nicht nur das Soda undenkbar, sondern auch das kohlensäurehaltige Tonic-Wasser. Durch das Werk seines Vaters angespornt formulierte übrigens der Sohn, William Henry, das Henry-Gesetz, das sich mit der Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten auseinandersetzt.

Auf die Idee mit dem kohlensäurehaltigen Wasser kam Thomas Henry, weil er über Konservierungsmethoden für herkömmliches Trinkwasser nachdachte – was wiederum für die britische Marine von großer Wichtigkeit war, denn bei langen Schiffsreisen zu den Kolonien in allen Ecken der Welt war trinkbares Frischwasser beinahe ein Luxus. Kalk, kalziniertes Magnesium und Luft bzw. Kohlenstoffdioxid unterstützten Henry bei seinen Versuchen. Schließlich gelang es ihm in den 70er-Jahren des 18. Jahrhunderts in Manchester, Sodawasser und Mineralwasser zu erzeugen. Seither ist die Kohlensäure im Trinkwasserbereich und bei Softdrinks wie Limonaden unerlässlich. Interessanterweise widmete sich Johann Jacob Schweppe aus Deutschland fast zum gleichen Zeitpunkt seinen eigenen Experimenten rund um das Mineralwasser – und heute gibt es sowohl das Schweppes Tonic als auch das Thomas Henry Tonic Water zu kaufen, das auf die damaligen Erkenntnisse aufbaut.

Das Tonic an sich entstand übrigens rund ein Jahrhundert später und ist erneut der Findigkeit der Engländer zu verdanken. Diese nutzten den bitteren Wirkstoff Chinin als Malariaprophylaxe, weil sie in den tropischen Kolonien wie in Indien von der Anopheles-Mücke gestochen wurden und erkrankten. Da der Geschmack so bitter war und man die Tablette oder das Pulver jeden Tag einnehmen musste, begann man das Chinin mit Sodawasser – mit prickelnder Kohlensäure dank Thomas Henry – und Zucker zu mischen. Um das Ganze noch weniger bitter zu machen und die Einnahme angenehmer zu gestalten, kam man auf die Idee, das Tonic Water mit dem allseits beliebten Gin zu mischen. So erblickte der Gin & Tonic das Licht der Welt, und das setzte den Anstoß für die reguläre Produktion von Tonic-Wasser. Im Laufe der Jahrhunderte fügte man immer weniger Chinin bei, da das Tonikum sich zum Erfrischungsgetränk wandelte. Mit einem teilweise eher süßen als herben Geschmack und mit Zitrusfrüchten oder exotischeren Zutaten angereichert – oder in der industriellen Massenfertigung auf künstliche Zusatzstoffe aufbauend – ist es heute in den verschiedensten Versionen zu haben und untrennbar mit der Welt der Cocktails und Longdrinks verbunden.

Mehr zur Firma Thomas Henry aus Deutschland


Es ist löblich, dass sich der Betrieb aus der Bundesrepublik dazu entschieden hat, dem Erfinder der kohlensäurehaltigen Getränke Tribut zu zollen. Darüber hinaus ruft die gesamte Entstehungsgeschichte der Marke und Produkte Anerkennung hervor – und das ist umso faszinierender, wenn man bedenkt, dass die Firmengründung nur wenige Jahre zurückliegt. 2010 nahm alles seinen Anfang, als findige Jungunternehmer sich in Berlin zusammentaten, um ihre eigene Firma zu gründen und sich den Bitterlimonaden und Mixern zu widmen. Geboren war das Thomas Henry Tonic Water aus Deutschland, das über die Jahre hinweg das Aushängeschild und der Top Seller der Firma geblieben ist und hohe Standards setzt. Der Hersteller selbst hält sich über Details bedeckt, sagt jedoch aus, mit den Trends gehen zu wollen und das Tonic-Wasser – wie seinen Namensvetter – als Gentleman zu präsentieren.

Es gehört zur Unternehmensphilosophie dazu, dass man bei Thomas Henry Tonic keine halben Sachen macht und im Hinblick auf die Qualität keine Kompromisse eingeht. Ausgesuchte Zutaten und ein ausgeklügeltes Produktionsverfahren finden zusammen, um ein vielseitig einsetzbares Tonic-Wasser anzubieten. Dafür hat man sich erfahrene Barkeeper ins Boot geholt, die mit ihrer einschlägigen Erfahrung und ihren hohen Ansprüchen dazu beitragen, dass das Produkt viel Lob verdient und Barkeeper-Herzen höherschlagen lässt.

Ein Tonic Water der mittigen Art


Es ist möglich, Tonic-Wasser in bestimmte Kategorien einzustufen, indem man sich nach der Geschmacksrichtung bzw. dem Charakter richtet. So gibt es z. B. süßes und softes / weiches (21 Drinks) oder trockenes (Fentimans), fruchtiges (1724) oder mineralisches Tonic Water (Gents). Andere Varianten neigen zu keinerlei Extrem und sind gefällige Multitalente mit einer Persönlichkeit, die sowohl Einsteiger als auch Kenner anspricht. Dazu zählt man neben dem Fever Tree Tonic (Alleskönner) das mittige Thomas Henry Tonic Water. Es hält die goldene Mitte zwischen den verschiedensten Nuancen und ist gerade deshalb rundum gelungen.

Das Thomas Henry Tonic Water aus der deutschen Produktion ist selbstverständlich klar und erfrischend prickelnd. Weder zu viel noch zu wenig Chinin, Kohlensäure und Süße kommen im Aroma und im Geschmack zum Vorschein. Der Produzent bewirbt das Tonic als kraftvoll und selbstbewusst, und auch das hat sich bei Verkostungen bewahrheitet. Das Tonic Water von Thomas Henry schmeckt erwachsen und will dennoch dem Genießer gefallen. Es ist perfekt ausbalanciert und offenbart dabei ein Höchstmaß an Frische sowie im Abgang etwas mehr Chinin. Das passt zum Motto der Firma, "Bitter ist das neue Süß". Trinkt man das Tonic-Wasser pur und schön kalt direkt aus dem Kühlschrank – als sommerliches Erfrischungsgetränk ohne Alkohol – dann darf man sich auf einen Beiklang von Zitrusfrucht freuen. Dezent süßlich, eher mild und feinperlig, macht sich das Qualitätsprodukt beliebt. Der Nachgeschmack ist feinherb und etwas trockener und hält lange an.

Mixt man das Thomas Henry Tonic Water mit Gin verschiedener Art, erhält man immer neue Ergebnisse. Mit dem feel! Munich Dry Gin kombiniert, zeigt sich das Tonic von der blumigen und modernen Seite. Es wirkt ein wenig süßer und steht u. a. für Lavendel. Wer sich hingegen z. B. für den Pink 47 Gin entscheidet, der erlebt das Tonic-Wasser von der klassischen und trockenen Seite mit genau dem richtigen Maß an Bitterkeit. Die Zitrusfrüchte kommen deutlicher zum Vorschein. Kenner der experimentierfreudigen Art haben sich einmal durch das gesamte Sortiment durchprobiert und die perfekten Wacholderschnäpse für einen Gin & Tonic mit dem Thomas Henry Tonic Water herausgefunden: Es eignen sich vor allem, aber nicht nur, Adler Berlin Dry Gin, Tanqueray London Dry Gin, Hendricks Gin, The Botanist Islay Dry Gin, Sipsmith London Dry Gin, The London No. 1 Gin, Finsbury Platinum Dry Gin, Gilpins Gin, Saffron Gin und Edinburgh Gin.

Eine raffinierte Abwandlung des Thomas Henry Tonic Water ist das Elderflower Tonic, das mit Holunderblüten angereichert wurde und 2011 auf den Markt kam. Es präsentiert sich typisch britisch, denn die Engländer lieben es, die Holunderblüte für Spirituosen und alkoholfreie Getränke zu nutzen. Sanft bitter und floral verwöhnt es die Sinne. Es kann ebenso gut pur getrunken werden wie sein "großer Bruder". Noch außergewöhnlicher gibt sich das rosafarbene Cherry Blossom Tonic mit Kirschblüten, das asiatisch und blumig süßlich von sich einnimmt. Alternativen dazu werden inzwischen ebenfalls von der Firma Thomas Henry angeboten. So gibt es die Bitterlimonaden Spicy Ginger, Bitter Lemon, Ginger Ale und allen voran Soda zu kaufen. 2014 erweiterte man das Sortiment mit der All Day Range, die Ultimate Grapefruit und Mystic Mango als exotische Erfrischungsgetränke anbietet.