Highland Park Whisky

Es lohnt sich definitiv, beim schottischen Inselwhisky einmal die allseits bekannten Klassiker aus Islay außen vor zu lassen und den Herstellern auf anderen Inseln der Hebriden eine Chance zu geben. Auf den Orkney-Inseln sind die Scapa Distillery und die Highland Park Distillery ansässig, und beide verkörpern einen eigenen Stil. Der Highland Park Rum sollte am besten als Klasse für sich betrachtet werden, obwohl sich durchaus einige Parallelen zum Islay Malt ziehen lassen. Er birgt so manch eine positive Überraschung in sich und lockt vor allem Kenner auf der Suche nach Abwechslung.
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Charaktervoller Highland Park Whisky von der Hebrideninsel Orkney

Die Whiskybrennerei Highland Park ist eine der am nördlichsten gelegenen Brennereien, die zu Schottland gehören. Das allein hebt sie von der Konkurrenz ab und prägt genauso wie die Lage an der Küste den Scotch, der dort mit viel Liebe zum Detail auf ausgeklügelte Weise hergestellt wird. Gegründet wurde die Highland Park Distillery bereits Ende des 18. Jahrhunderts, sodass sie auch noch eine der ältesten schottischen Whiskybrennereien ist. Magnus Eunson etablierte den Betrieb im Jahre 1798, wobei er zu jenem Zeitpunkt illegal Whisky destillierte. Offiziell lizenziert agiert die Destillerie Highland Park seit 1826, sodass sie bald auf 200 Jahre Erfolg stolz sein kann. Die Familie Borwick leitete das Unternehmen bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach einigen Besitzerwechseln ging die Brennerei an James Grant, eine berühmte Whisky-Persönlichkeit, über. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts steigerte er die Produktion mit vier Brennblasen. Die Highland Distillers Group nahm sich des Betriebs danach an und legte ihn zeitweise still. 1997 bis 2005 waren die Angestellten und Leiter der benachbarten Brennerei Scapa für die Produktion verantwortlich, doch inzwischen agiert die Highland Park Distillery wieder selbstständig.

Unter der Regie der Edrington Group produziert die Destillerie Highland Park mit je zwei wash stills und spirit stills pro Jahr circa 2,5 Millionen Liter Alkohol. Sie hat sich dem Inselwhisky aus Orkney verschrieben, der auf selbst gemälzter Gerste basiert und damit eine Seltenheit darstellt. Aus einem nicht weit entfernten Moor wird Torf bezogen, der dem Darren der Gerste dient. Somit handelt es sich beim Scotch von Highland Park generell um Peated Whisky aus getorftem Getreide. Ungetorftes Gerstenmalz aus dem Festland gesellt sich häufig dazu, was den Single Malts eine unnachahmliche Persönlichkeit verleiht.

Wissenswertes zum Highland Park Single Malt Scotch Whisky aus der Whiskyregion Islands

Lang galten die Abfüllungen mit einem Reifegrad von je 12 und 18 Jahren als die klassischen Aushängeschilder der Brennerei Highland Park, da sie den typischen Stil des Betriebs verkörperten. Nun sind hingegen die klangvoll benannten, ohne Age Statement abgefüllten Whiskys bekannter. Der Highland Park Harald Island Whisky, der Highland Park Sigurd Island Whisky und der Highland Park Leif Eriksson Island Whisky zollen alle berühmten Persönlichkeiten der Orkney Islands und der nordischen Geschichte Tribut. Das verleiht den Abfüllungen ein hohes Niveau und ein gewisses mysteriöses Flair. Ebenfalls überzeugend und von legendärem Charakter sind der Highland Park Einar Island Whisky und der Highland Park Svein Island Whisky in edler Verpackung mit historischen Symbolen. Heidekraut und Torf gesellen sich im Genuss zu Süße und Seeluft.

Weiterführende Informationen zum Highland Park Whisky können Sie hier lesen:

https://highlandpark.co.uk/