Kill Devil (Hunter Laing)

Manchmal reicht schon der Markenname oder die Produktbezeichnung aus, um auf eine Spirituose aufmerksam zu machen. Man nehme nur einmal Kill Devil. Das lässt sich aus dem Englischen mit "Teufelskiller" oder "töte den Teufel" übersetzen und weckt natürlich das Interesse. Wer oder was verbirgt sich hinter einem so gewagten Titel? In der Vergangenheit sahen Insulaner und Ureinwohner der Karibik den starken Alkohol in der Form von Rum als eine Möglichkeit an, sich in einen Trance-ähnlichen Rauschzustand zu versetzen und böse Geister auszutreiben. Daraus entwickelte sich der Begriff "kill devil" für den Rum, und davon hat sich ein Rumhersteller inspirieren lassen. Ein Grund mehr, ein bisschen nachzuforschen!
Weiterlesen

17 Artikel

Interessanter Kill Devil Rum aus der Karibik

Hinter der Marke Kill Devil Rum verbirgt sich ein Unternehmen aus den USA, das als unabhängiger Abfüller agiert. Es handelt sich also nicht um eine Brennerei an einem bestimmten Standort in der Karibik mit einer eigenen Produktserie und genau darin liegt der besondere Reiz der Rums, denn so ist es möglich, verschiedene Länder und ihre Stilrichtungen zu präsentieren. Die Firma Outer Banks Distilling aus Amerika hat in Manteo in North Carolina ihren Sitz. Sie ist dort die einzige Brennerei. Obgleich sie Wert auf moderne Technik legt und den Nerv der Zeit trifft, ehrt sie auch die illustre Rum-Geschichte und Tradition der Karibik. Das beginnt beim Markennamen, denn auf Barbados und den Nachbarinseln hielt sich lange neben "rumbullion" (dem offiziellen Vorläufer von Rum) der Begriff "kill-devil" für die aus Zuckerrohr bzw. Melasse destillierte Spirituose.

Der Betrieb Outer Banks Distilling verdankt seinen Namen einer weiteren Gegebenheit der damaligen Zeit: Die Kolonien in Neu England waren ein wahres Paradies für Piraten, Rum-Schmuggler und Freibeuter. Im Laufe der Zeit sammelten sich diverse gestrandete Güter und Schiffswracke vor der Küste der Insel(n) an den sogenannten "outer banks" an. Mehr als 1.000 Wracke von Schiffen aller Art sind inzwischen an jenem Ort auffindbar, weshalb er auf den Spitznamen "the Graveyard of the Atlantic" (der Friedhof des Atlantiks) hört. Einige der Schiffswracke hatten Holzfässer mit Rum an Bord, die ihren Weg an Land fanden. Die Stadt Kill Devil Hills erhielt daher ihren Namen, wobei der Rum wahrscheinlich auch stark genug war, um sogar dem Teufel den Gar aus zu machen.

Mehr Informationen zum Kill Devil Rum aus verschiedenen Ländern

Die Destillerie Outer Banks Distilling agiert als Abfüller. Mit dem Slogan "small batch rum from the graveyard of the Atlantic" wirbt sie für ihre Einzelfassabfüllungen in limitierter Auflage. Der hochwertige, landestypische Single Cask Rum kommt von den Nachbarländern, beispielsweise aus Trinidad, Nicaragua, Guyana, Jamaika, Barbados, Kuba, Panama, Belize und Fidschi. Damit deckt der amerikanische Abfüller sowohl allseits bekannte Rum-Länder als auch Exoten ab. In vielen Fällen, z. B. bei Rum aus Guyana und Jamaika, liefern mehrere Brennereien je ein kurz oder lang gereiftes Qualitätsprodukt. Neben dem exklusiven Rum aus dem Einzelfass, der zwangsläufig eine Limited Edition darstellt, gibt es den einen oder anderen Blend zu kaufen. Dieser Kill Devil Blended Rum wird nicht in dunklen, golden verzierten Flaschen mit Vintage-Flair und edler Geschenkdose vermarktet wie die Single Cask Rums.