Nikka

Geht es um Whisky, dann darf man die Rechnung nicht mehr ohne die Japaner machen. Der Japanese Whisky hat sich vor einigen Jahren etabliert und stellt eine ernst zu nehmende Alternative zu Scotch, Irish Whiskey und Bourbon dar. Er wird oft nach europäischem Vorbild hergestellt und weist dennoch eine asiatische Prägung auf. Als erste Anlaufstelle eignet sich die Firma Nikka, die indirekt mit dem Giganten Suntory assoziiert werden kann.
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Vielversprechender Nikka Whisky aus Japan

Gegründet wurde die Destillerie Nikka 1934 von dem Mann, der als erster Master Distiller von Suntory bereits Erfahrungen mit Spirituosen wie Whisky sammeln konnte und sich dazu entschloss, sein eigenes Ding durchzuziehen. Masataka Taketsuru war jedoch schon lang vor seiner Einstellung bei dem Spirituosenhersteller mit dem Whisky in Berührung gekommen: 1918 reiste er nach Schottland, und dort fand der junge Japaner nicht nur seine zukünftige Frau, sondern machte sich auch mit dem Scotch vertraut. Seine Familie wiederum war lang untrennbar mit der Produktion von japanischem Reiswein (Sake) verbunden gewesen, sodass ihm die Spirituosenherstellung im Blut lag. Taketsuru kehrte 1920 in seine Heimat in Asien zurück, als verheirateter Mann und leidenschaftlicher Fan von Whisky. Sein Job bei Suntory verstärkte in ihm den Wunsch, sich selbst an dieser Spirituose zu versuchen, weshalb er die Firma Nikka auf die Beine stellte.

Die erste Destillerie für die Herstellung von Nikka Japanese Whisky wurde auf der Insel Hokkaido in Yoichi errichtet. Masataka wählte diesen Standort, weil er so günstige Konditionen wie diverse schottische Whisky-Städte zu bieten schien. Sein Unterfangen brachte ihm rasch viel Lob ein und er wurde mit dem bewundernden Spitznamen "Vater des Japanese Whiskys" beehrt. Im Jahre 1940 kam offiziell der erste NIKKA Whisky auf den Markt. 1952 wurde das Unternehmen endgültig auf den Namen Nikka Whisky Distilling Co. Ltd. umbenannt. Seine schottische Frau unterstützte ihn tatkräftig bis zu ihrem Tod rund ein Jahrzehnt später. 1979 verstarb auch er selbst im reifen Alter von 85, doch sein Erbe lebt ihm Nikka Japanese Whisky weiter. Die heute zweitgrößte japanische Whiskymarke umfasst zahlreiche Blends und Single Malts, wobei die Destillerie in Yoichi inzwischen durch weitere Brennereien unterstützt wird: 1969 errichtete man die Miyagikyo Distillery, die mit aus Schottland importierten Coffey stills ausgestattet wurde. Ein weiteres Produktionsgebäude in Tochigi gesellte sich 1977 hinzu, wobei sie für Grain Whisky und für die Lagerung reserviert ist. In Kashiwa füllt man die Whiskys von Nikka ab.

Wissenswertes zum Nikka Japanese Whisky: Blends und Single Malts

Zwei Destillerien liefern Malt Whisky aus gemälztem Getreide für die Whiskymarke Nikka aus Japan. Die Yoichi Distillery ist für reichhaltigen, maskulinen Malt voller Selbstbewusstsein bekannt, der getorft wurde und daher einen rauchigen Beiklang beisteuert. Die pot stills (Kupferbrennkessel) werden direkt mit Kohlestaub befeuert, was die aussagekräftige Aromatik ermöglicht. Die Coffey stills der Miyagikyo Distillery liefern leichten, fruchtigen Malt Whisky, der sowohl in Blends wandert als auch als Single Malt zugänglich gemacht wird. Mehr als zehn Abfüllungen haben bereits ihren Weg in den deutschen Handel gefunden, darunter der klassische Nikka Blended Japanese Whisky, der hochprozentige Nikka From The Barrel Japanese Whisky in Fassstärke und der edle Nikka Taketsuru Whisky.

Weiterführende Informationen zum Nikka Whisky gibt es hier:

https://www.nikka.com/eng/