Nonino Grappa

Nicht nur Weinbrand, sondern auch Tresterbrand hat viel Aufmerksamkeit verdient. Trester ist der Fachbegriff für die Pressrückstände aus der Weinherstellung, weshalb Tresterbrände in der Regel dort hergestellt werden, wo man Weinbau betreibt. Der Grappa aus Italien ist das bekannteste Beispiel hierfür und wird von überraschend vielen Brennereien produziert. Nonino Grappa ist dabei ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Zum einen steht die familiengeführte Firma Nonino für eine lange Tradition und zum anderen für hochwertigen, authentischen Genuss. Und das, obwohl sie im Weinbaugebiet Friaul liegt.
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Faszinierender Nonino Grappa aus Italien

Man kann wohl behaupten, dass Nonino zu den besten Destillerien in Italien zählt; sicher ist zumindest, dass sie schon seit über 100 Jahren Erfolge feiert und sich noch immer gegen die Konkurrenz behaupten kann. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1897 zurück, als sie noch als fahrbare Destillerie durchs Land reiste. Gemeint ist damit, dass man mit den Brennapparaten durch die Weinbaugebiete fuhr, um den jeweils vorhandenen Trester während der Erntesaison frisch verarbeiten zu können.

Im Jahre 1929 zog die Familie nach Percoto in der Weinbauregion Friaul (auf Italienisch Friuli genannt) und errichtete dort die Destillerie des heute weltbekannten Nonino Grappa. Wie bei kaum sonst einem Unternehmen zeigt sich bei Grappa Nonino die Liebe zum Produkt und die Leidenschaft in der Herstellung. Nach wie vor handelt es sich um einen familiengeführten Betrieb, der nach dem Motto "Qualität vor Quantität" vorgeht. Das kommt bei den Tresterbränden positiv zum Ausdruck. So verwendet Nonino Grappa fast ausschließlich Trester aus heimatlichem Anbau und fördert zudem den Erhalt bzw. das Pflanzen fast schon ausgestorbener Traubensorten. Auch im Zeitalter modernster Technik bleibt die Familie der diskontinuierlichen Dampfdestillation aus Überzeugung treu ? und dies zahlt sich aus. Mit circa 120 Jahren an Erfahrung und mit 100 % Handarbeit bei der Destillation von Grappa hat sich die Marke eine Stelle an der Spitze erarbeitet und weiß vor allem Kenner zu erfreuen.

Wissenswertes zur Destillerie Nonino und ihrem vorbildlichen Grappa

Heute besitzt die Nonino Destillerie 66 Dampfdestillierkessel und verwendet ausschließlich frischen Trester. 1984 begann sie damit, nicht nur den Trester, sondern die ganze Traube zu destillieren, was den Grappa revolutionierte und bis heute eine Spezialität ist. Nonino Grappas werden u. a. in Fässern aus Kirschbaumholz gelagert, um edlen Grappa Barricata als Alternative zu den frischen, jungen und klaren Tresterbränden zu liefern. Die mundgeblasenen Glasflaschen erfreuen das Auge und unterstreichen das hohe Niveau von Tresterbrand des Herstellers, der oft als Pionier angesehen wird. So brannte man 1973 den ersten sortenreinen Nonino Grappa aus dem Trester einer einzigen Rebsorte. Reinsortiger Grappa Monovitigno ist nach wie vor ein Highlight. Damals verließ man sich auf den Trester der Rebsorte Picolit. Diese Weißweinsorte ist in der Weinbauregion Friaul-Julisch Venetien gang und gäbe und genießt beim typischen Colli Orientale di Friuli Weißwein sogar DOCG-Status. Jener Picolit Grappa von Nonino ebnete den Weg für ähnliche Grappas aus einer Rebsorte, auch von der Konkurrenz. Zum Kennenlernen empfehlen sich Produkte wie der weiße, mixbare Grappa Nonino il Moscato. Für den edlen Genuss in Gold dank Ausbau im Holzfass eignet sich beispielsweise der Grappa Nonino Lo Chardonnay.

Weiterführende Informationen zum Nonino Grappa gibt es hier:

http://www.grappanonino.it/de