Rothaus

Wein, Bier und Spirituosen haben viel gemeinsam, wobei es natürlich bei den Rohstoffen und Produktionsverfahren auch so manch einen Unterschied gibt. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass oft ein Betrieb zwar das Hauptaugenmerk auf eine Rubrik legt, aber auch mit anderen Produkten experimentiert. Besonders häufig lässt sich dieses Phänomen bei den Deutschen beobachten, wo z. B. vom Edelbrand auf den Gin oder den Whisky umgestiegen wird. Die Firma Rothaus ist ein Beispiel hierfür.
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Rothaus Black Forest Whisky aus Deutschland

Die Badische Staatsbrauerei Rothaus ist eigentlich eine Brauerei und keine Brennerei. Was mit dem typisch deutschen Bier begann und auf eine lange Erfolgsgeschichte stolz sein darf, wurde schrittweise erweitert. Alles begann 1909 als die Badische Staatsbrauerei Rothaus gemeinsam mit der Destillerie Kammer-Kirsch vom Badischen Landtag den Auftrag erhielt, ein authentisches Kirschwasser herzustellen. Die zwei Betriebe aus Baden-Württemberg bzw. aus dem damaligen Großherzogtum Baden taten sich zusammen und verhalfen einer solchen Spirituose zum Leben. Lang konzentrierte man sich auf Bier und Edelbrände sowie Geiste, doch in der Firmenleitung schlummerte die Liebe zum Whisky. Rund ein Jahrhundert nach dem historischen Kirschwasser war es dann soweit.

2005 wurde in Braumeister Max Sachs die Idee wach, sich an der Herstellung von Single Malt Whisky nach schottischem Vorbild zu wagen und bei der Firma Rothaus ein neues Zeitalter einzuläuten. Da die zwei Rohstoffe Getreidemalz und Wasser ja auch beim Bierbrauen eine wichtige Rolle spielen, wagte er den Sprung hin zur Maische für den Rothaus Whisky aus dem Schwarzwald. Man suchte sich als Brennerei-Partner die bereits bekannte Destillerie Kammer-Kirsch mit Sitz in Karlsruhe aus. 2006 brannte man den ersten eigenen Rothaus Black Forest Whisky, der 2009 nach einer dreijährigen Lagerung von Kammer-Kirsch abgefüllt wurde. Jahr für Jahr gesellten sich weitere Whiskys dazu, gern im März veröffentlicht, weil Sachs in jenem Monat seinen Geburtstag feiert. Sondereditionen ergänzen die Klassiker an Vintage Whisky von Rothaus.

Wissenswertes zum Black Forest Whisky von Rothaus und Kammer-Kirsch

Das heimische Braumalz dient als Grundlage für den Single Malt, ergänzt durch hocharomatisches Karamellmalz. Weiches Brauwasser aus sieben Quellen gesellt sich zur Würze dazu, und dann wird das Ganze im eigenen Gärkeller von Rothaus fermentiert. Die Destillation von Rothaus Black Forest Whisky erfolgt im Kupferbrennkessel, und zwar in der Karlsruher Destillerie. Wie die Schotten bevorzugen die Brennmeister eine zweifache Destillation für den Schwarzwälder Single Malt. Aus dem schonend gewonnenen Mittellauf entsteht der Rothaus Whisky. Bei Kammer-Kirsch im Keller mit konstanter Temperatur erfolgt die Reifelagerung in Eichenfässern, sowohl in ehemaligen Bourbonfässern aus Amerika als auch in ehemaligen Highland-Malt-Fässern aus Schottland. Der mindestens drei Jahre alte Rothaus Black Forest German Single Malt Whisky kann es daher ohne Weiteres mit Scotch aufnehmen. Er stellt wiederum die Basis für den einen oder anderen, schmackhaften Whiskylikör von Rothaus dar, beispielsweise Sahnelikör oder Honiglikör.

Weiterführende Informationen gibt es hier:

https://www.rothaus.de/