Allgemeines zum Rum-Land Belize

Belize liegt in Zentralamerika und war eine britische Kolonie, deren ehemaliger Name British-Honduras lautete. Er befindet sich südöstlich von Yucatán, einer Halbinsel im karibischen Meer. Westlich von Belize grenzt Guatemala, nördlich Mexiko.  Es leben dort ungefähr 328.000 Einwohner und sie haben als Amtssprache Englisch, womit der Staat Belize der Einzige ist in Zentralamerika, wo Spanisch überwiegt. Belmopan ist die heutige Hauptstadt von Belize. 1961 wütete ein schrecklicher Wirbelsturm auf Belize und zerstörte die bis dahin regierende Hauptstadt Belize City. Dennoch hat Belize City noch heute die größte Einwohneranzahl von Belize.

Geschichte von Belize

Die Anfänge von Belize liegen bis ins Jahre 2000 vor Christus zurück. Zu dieser Zeit bewohnten die Maya die Region. Die Kernzeit dieser Kultur reicht von 250 bis 900, in der die sensationellen Architekturen wie etwa Xunantunich, Lubaantun, Cahal Pech oder Altun errichtet wurden. Zwar ging um 900 diese Zeit zu Ende, doch noch heute leben in Belize Nachfahren von den Mayas. Diese Nachfahren hatten es in den letzten Jahrhunderten nicht einfach. Im 16. Jahrhundert wurde die Region kolonialisiert, wodurch die Ureinwohner flohen, es aber dennoch zu mehreren Gefechten kam. Dies zog sich bis ins 18. Jahrhundert, sodass rund 75 % der Bevölkerung Sklaven waren. Auch die Briten hatten an diesem Land Interesse und zogen am 10. September 1798 in den Krieg von St. George's Caye, in dem die Spanier verloren und die Briten nun die Herrscher waren. 1862 gaben diese der Kolonie den Namen British Honduras. Doch auch gegen diese Herrschaft wehrten sich die Nachkommen der Sklaven und Maya, wodurch es immer wieder zu mehreren Kriegen kam, wie etwa zum Kastenkrieg. 1973 änderte sich der Name in Belize. Im Jahre 1981 wurde die Unabhängigkeit am 21. September ausgesprochen.

Belize und der Rum

Dadurch, dass sich auf dem Land von Belize hauptsächlich der tropische Wald befindet, wird mit Edelhölzern der meiste Gewinn gemacht. Insbesondere das Mahagoniholz ist sehr gefragt. Dies ist aber nicht die Einzige Einnahmequelle – sowohl werden auf den Plantagen Bananen, Kakao, Kokosnüsse und Zuckerrohr angebaut, als auch vor der Küste von Belize eine rege Fischerei betrieben, die bei den Exporterlösen über die Hälfte ausmachen. Zwar mag der Rum aus Belize nicht zu den allseits bekannten Klassikern gehören und nur im geringen Stile hergestellt werden, aber er besitzt Potenzial und Wiedererkennungswert. Größtenteils brennt man ihn aus im Land selbst angebautem Zuckerrohr statt aus importierter Melasse.

Rum & Cane Merchants Belize XO

Belize gilt als uneingeschränkten Geheimtipp für Rum-Liebhaber. Und aus diesem Land stammt der Rum & Cane Merchants Belize XO, bei dem es sich um eine limitierte Auflage handelt. Dieser Rum wird aus einer Melasse destilliert, für die nur hochwertiges Zuckerrohr verwendet wurde. Er wurde nicht kühlgefiltert und verweilt während seiner Reifung in Bourbonfässern aus Amerika. Wird der Rum aus Belize abgefüllt, so zeigt sich seine rot-bräunliche Farbe, die sehr an die Farbe von Mahagoni erinnert. Der Rum & Cane Merchants Belize XO kann nicht nur durch sein Aussehen überzeugen, sondern auch durch seinen einzigartigen Geschmack. Er behält von den amerikanischen Eichenfässern sowohl das würzige und holzige Aroma, hinterlässt aber auch einen komplexen Geschmack von Früchten und einer natürlichen Süße. Der pure Genuss ist hier eine gute Idee.

Kill Devil Belize Travellers 10 Jahre Rum

Dieser Rum wird in der Travelers Distillery auf der Insel gebrannt, welche des Weiteren so manch ein Destillat an unabhängige Abfüller liefert und damit für limitierten Single Cask Rum mit dem gewissen Etwas steht. Hierbei handelt es sich um einen außergewöhnlichen Rum, der nur in limitierter Stückzahl auf den Markt kommt. Das kommt von der Einzelfassabfüllung, was bedeutet, dass nur der Inhalt eines Fasses in Flaschen abgefüllt wird. Die Abfüllung erfolgt bei diesem Premium-Rum in England, nachdem der Melasse basierende Rum gebrannt und verschifft wurde und zehn Jahre in Fässern herangereift ist. Trotz dieser langen Lagerung hat der Kill Devil Belize Travellers 10 Jahre Rum aus Belize eher eine helle Farbe, da das Klima von Europa den Rum langsamer reifen ließ. Am besten wird der Rum zusammen mit Eiswürfeln oder pur getrunken. Hier breitet sich das vollmundige Aroma von Karamell und Vanille aus, welches durch einen fruchtigen Geschmack unterstrichen wird. Dadurch, dass der süße Rum noch relativ jung ist, halten sich die würzigen und holzigen Nuancen eher im Hintergrund. Alleine durch die schwarze Flasche fällt er auf und hinterlässt beim Verkoster einen bleiben Eindruck.

Plantation Rum Belize 2004 Portwine Finish

Dieser Belize Rum ist eine weiter Limited Edition. In seinem Aroma treffen sich die Süße und Fruchtigkeit von Beeren, als auch ein feiner Hauch von Holz. Durch den Beigeschmack von Rancio, Kokosnuss, Vanille und Karamell erhält der Plantation Rum Belize 2004 Portwein Finish Ltd. Edt. einen exotischen Touch. Der Abgang lässt Genießerherzen höherschlagen. Der Rum wurde auf einer Basis aus Melasse hergestellt und im column still destilliert. Nach diesem Arbeitsschritt lagerte der Rum neun Jahre in amerikanischen Bourbonfässern, die nach Europa in den Keller von der Firma Ferrand transportiert wurden. Sicher im Cognac-Haus der Ferrands angekommen, durfte der Rum weitere zwei Jahre in Portweinfässern nachreifen.

Alles in allem gilt Belize als Garant für Geheimtipps und feinen Premium-Rum von unabhängigen Abfüllern. Die Auswahl ist weder sehr gering noch sehr groß, und an Qualität mangelt es wahrlich nicht.