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Zweifelsohne stammen die bekanntesten Rumsorten aus der Karibik. Dies hängt einerseits mit einer lang gepflegten Tradition verschiedener Einwanderer zusammen. Andererseits bieten die Inseln perfekte klimatische Bedingungen für den Anbau von Rumspezialitäten. Hervorragende Bedingungen sind jedoch nicht ausschließlich in der Karibik gegeben. Auch Australien und einige asiatische Länder sowie weite Teile Südamerikas produzieren seit jeher köstlichen Rum. Das europäische Land Spanien darf bei dieser Aufzählung auf keinen Fall fehlen. Denn auch im Land am Mittelmeer herrschen günstige Bedingungen für den Anbau von Zuckerrohr vor. Spanischer Rum wird, damit er seinen einzigartigen Charakter erlangen kann, vorzugsweise in ehemaligen Bourbon-Whiskey-Fässern gelagert. Wenn dieser Reifungsprozess beendet ist, folgt eine weitere Stufe. Die Spirituosen werden anschließend in Sherryfässern untergebracht. Dort kommen Geschmack und Aroma noch einmal zur vollen Entfaltung. Farblich wird der Genießer unter anderem durch helle Bernsteintöne eingeladen. Der Gaumen erfährt beim Genuss ein ausgewogenes Mundgefühl. Das Spektrum der herauszuschmeckenden Aromen ist vielfältig und breit gefächert. Zum Beispiel wird der Feinschmecker von feinen Sherrynoten verwöhnt. Diese werden durch eine köstliche, aber gleichzeitig zurückhaltende Süße ergänzt. Dezente fruchtige Noten, Röstaromen und Spuren von Nüssen verfeinern das Geschmackserlebnis. Der Abgang wird als warm empfunden. Auch gestaltet sich die Länge des Nachklangs im Mundraum durchaus angenehm. Europäischer Rum aus Spanien ist ein wahrer Genuss und daher unverzichtbar für jeden Rumliebhaber.