Top Empfehlungen: Rhum Agricole (35-55 Euro)

Weiterlesen

9 Artikel

Rhum Agricole 35 bis 55 Euro

Rhum Agricole Vieux | VSOP das Maß der Dinge?
Wenn ein Rhum Agricole eine Reifezeit von mindestens 4 Jahren im Holzfass verbringt, dann darf er sich als VSOP bezeichnen. Angelehnt ist diese Bezeichnung an das Gesetz um die edle, französische Spirituose Cognac. Denn ursprünglich stammen die richtigen Rhum Agricoles aus den französischen Übersee-Departments und sind damit prinzipiell EU-Boden. Heute bezeichnen wir Rum-Sorten aus Zuckerrohrsaft als Rhum Agricole. Und auch da gibt es fließende Übergänge und Abweichungen. Ein Zacapa Rum ist ebenfalls daraus entstanden und wird trotzdem nicht dazu gezählt. In jedem Fall ist der pure Genuss eines Rhum VSOP ein Vergnügen. Für die meisten Genießer erscheinen sie immer sehr intensiv und kräftig, denn sie zeigen starke Aromen. Bitte langsam und geduldig mit dem Genuss eines Rhum Agricoles starten!

Rhum Agricole | Geschmackliche Ausbrecher!
Der ein oder andere Genießer empfindet den Geschmack eines guten Rhum Agricole Vieux VSOP näher an einem guten Single Malt Whisky dran, als an einem Rum. Tatsächlich zählt Gerste, wie auch Zuckerrohr, zu den Süßgräsern und somit sind beide Grundstoffe pflanzlich verwandt. Jedoch bietet Zuckerohrsaft als Basis einen grasigeren und zitruslastigeren Geschmack. Ein guter Rhum Agricole darf gerne mit einem schönen Rum Tumbler oder einem Rum Nosing Glas genossen werden. Blanke bzw. weiße Rhums werden im Ursprung mit einem schmalen Longdrinkglas genossen. Aber es spricht überhaupt nichts dagegen, diese Rums genauso zu behandeln, wie einen goldenen oder stärker gereiften. Wir empfehlen den Rhum mit der Hand zu erwärmen, um den vollen Genuss zu erleben. Erst ab etwa 50%Vol. ist dieses Bestreben von weniger Erfolg gekrönt und der Unterschied von warm bis sehr warm fällt einfach geringer aus. Teste einen Rhum Agricole VSOP einmal bei einfacher Raumtemperatur und danach stark erwärmt. Schmeckst Du den Unterschied?

Rhum Agricole Reifung | Kein Bourbon-Fass?

Die meisten Melasse Rums werden in einem ehemaligen Bourbon-Fass aus amerikanischer Weißeiche gelagert. Diese Fässer sind günstig zu erstehen und schnell zu bekommen. Anders sieht das bei den Rhums aus. Diese werden prinzipiell in französischen Eichenfässern gereift. Diese europäische Eiche ist viel dichter, als die amerikanische. Es entsteht eine andere geschmackliche Entwicklung. Häufig ist diese von mehr Bitterstoffen und Pfeffernoten begleitet. Im Gegenzug entstehen mehr nussige Elemente und erdige Töne. Und, das ist wichtig, die Reifung geschieht langsamer. Ein Rhum wirkt dadurch leichter. Nichts desto trotz existieren natürlich trotzdem Rum-Sorten aus dem Zuckerrohrsaft, die ebenfalls in Bourbon-Fässern ruhen. Eine neue, interessante Geschmackskombination! Vergleiche doch einmal den H.S.E. Rhum Très Vieux Agricole VSOP (franz. Eiche) mit dem H.S.E. Rhum Vieux Agricole Black Sheriff (amerik. Weißeiche).