Champagner

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Champagner: der Klassiker für die besonderen Momente im Leben

Auch fernab der feierlichen Anlässe hat der Champagner aus Frankreich viel zu bieten. Er hat sich als Speisebegleiter zu kulinarischen Köstlichkeiten wie einem Dinner mit mehreren Gängen etabliert, wird im gastronomischen Bereich in die Weinkarte aufgenommen und gilt als der berühmte Bruder von allgemeinem Schaumwein, Sekt oder Prosecco als ein gewisses Statussymbol. Zur wachsenden Popularität von Champagner hat nicht zuletzt die riesige Auswahl beigetragen. Vorbei sind die Zeiten, als sich nur die Reichen und die Stars den edlen Tropfen gönnen konnten. Heute kann jeder feinsten Champagner kaufen, gern bequem online im Champagner Shop mit breit gefächertem Sortiment. Aber warum ist der Champagner denn nun so besonders und wird einfach nie aus dem Trend kommen? Es gibt mehrere Gründe, warum er quasi das glorreiche Flaggschiff unter den Schaumweinen ist.

Tradition pur: Champagner ist der alteingesessene König

Die Anfänge des Champagners reichen mehrere Jahrhunderte zurück, wobei sich kein exaktes Datum angeben lässt. In der Weinbauregion im Nordwesten von Frankreich, die heute Champagne genannt wird, wurden schon vor rund 1.500 Jahren Rebstöcke angepflanzt. Es waren die alten Römer, die sich dort dem Weinbau widmeten und den Grundstein für den späteren Erfolg von Champagner legten. Sie hatten aber noch keinen Schaumwein erfunden.

Im Mittelalter beschäftigten sich viele Ordensbrüder mit der Herstellung von Wein. Ein Benediktinermönch ist dabei besonders erwähnenswert, denn viele sehen ihn als den Vater von Champagner an. Die Rede ist von dem Mönch Dom Pérignon, der gegen Ende des 17. Jahrhunderts Kellermeister der Abtei Saint-Pierre d'Hautvillers war und auf die zündende Idee kam, mehrere Rebsorten miteinander zu vermählen. So entstand ein Verschnitt, auch Assemblage genannt. Diese Cuvée ist heute der Grundstein der Herstellung von Champagner. Er beobachtete darüber hinaus, dass der Traubensaft bzw. Most für die Weine bei der Gärung in den Behältnissen auf Temperaturschwankungen reagierte: Im Winter bei frostigen Temperaturen stoppte die Fermentation, und sobald es im Frühling wärmer wurde, begann der Traubensaft erneut zu gären.

Der für eine der bekanntesten Champagner-Marken namensgebende Dom Pérignon forschte auch an anderen Aspekten rund um die Herstellung von Wein und erfand um 1668 ganz durch Zufall den allerersten Champagner (wobei man den schäumenden Wein damals noch nicht so nannte). Parallel dazu begannen die Weingüter in der Region ab 1670 damit, ihre Weine noch auf dem Weingut selbst in Flaschen aus Glas zu füllen und zu verschließen. Dies führte zur seitdem für die Champagner-Herstellung unerlässlichen Flaschengärung. Eng in den verschlossenen Flaschen eingefangen, konnte der Wein rascher fermentieren, was zur Bildung von Gasen und Kohlensäure führte. Geboren war der Schaumwein, wobei Champagner nach wie vor mittels traditioneller Flaschengärung gewonnen wird und sich auch die Konkurrenten wie Hersteller von Crémant hierauf verlassen.

Das Lustige ist, dass die prickelnde Textur - man spricht auch von Mousseux oder Perlage - eigentlich ein Unfall war und als zufällig entstandener Makel gar nicht erwünscht war. Doch der schäumende Wein fand auf dem Exportmarkt Anklang, vor allem bei den Engländern. Wie den Portwein verdanken wir also den Champagner im Shop indirekt ebenfalls den englischen Genießern, denn sie - allen voran auch Ludwig XIV höchstpersönlich und danach Friedrich Wilhelm IV - waren von dem Schaumwein restlos begeistert. Rasch entwickelte sich der heutige Champagner zu einem exquisiten Getränk für die Elite.

Man nennt das bei der Herstellung angewendete Verfahren "méthode champenoise", und es steht als Flaschengärung der Tankgärung gegenüber. Jene erlaubt größere Mengen und eine effizientere Produktion, doch die aufwändigere Champagner-Methode wirkt sich positiv auf das Bouquet und den Geschmack von Champagner aus. Sie ist inzwischen ein Muss. Weitere Arbeitsschritte sind ebenso vorgeschrieben und werden seit Jahrzehnten eingehalten. Dazu gehören nach der mehrere Jahre dauernden Flaschengärung das Rütteln zum Lösen der Hefe und das darauf folgende Degorgieren zum Entfernen. Als letzter Schritt steht die Dosage an, die dem Champagner durch das Hinzufügen von anderen Weinen seinen Charakter verleiht. Die Dosage macht den Schaumwein mehr oder weniger süß, wobei es für jede der Champagnersorten bestimmte Grenzwerte und Fachbegriffe gibt.

Herausragender Champagner: Heimatverbundenheit zahlt sich aus

Vergleichbar mit dem Cognac und dem Armagnac oder dem Calvados wird typisch französischer Champagner ebenfalls mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung auf den Markt gebracht. Kurz zusammengefasst bedeutet das: Ein Champagner heißt nur dann Champagner, wenn er in dem Weinbaugebiet Champagne mit festgelegten Grenzen hergestellt wurde. Alles andere ist Crémant oder schlichtweg Schaumwein aus Frankreich. Innerhalb der Champagne gibt es mehrere Zonen und Lagen, in die sich die Weinberge unterteilen. Auch andere Vorschriften machen die Produktion von Champagner zu einer komplizierten Kunst. All die Mühe zahlt sich jedoch aus, denn kaum ein Wein ist faszinierender und genießt einen besseren Ruf als feiner Champagner zum Essen oder zum Feiern sowie zum Verschenken. Apropos Heimat: Die Champagne bietet nicht nur mit der langen Weinbautradition und dem vorteilhaften Klima die perfekten Voraussetzungen für die Herstellung von Champagner. Sie ist auch von Kalkgestein gekennzeichnet. Zum einen wirkt sich der kalkhaltige Boden positiv auf die Rebstöcke aus, und zum anderen dienen die einst in den Kalkfelsen von den Römern erbauten, langen Steinbrüche heute oft als Weinkeller. So ein unterirdischer Sektkeller gehört zu fast jedem Champagner-Haus und sorgt für die erwünschten, konstanten Bedingungen wie einer gleichbleibend kühlen Temperatur bei der Lagerung von Champagner.

Das perfekt aufeinander abgespielte Trio: die drei Rebsorten für Champagner

Beim Champagner herstellen stehen den Sektkellereien vor allem drei Rebsorten zur Verfügung, wobei diese nur von der Rebfläche in der Champagne stammen dürfen. Zwei davon sind leicht verwandte Rotweinsorten: Pinot Noir und Pinot Meunier. Erstere Rebsorte wird bei uns auch Spätburgunder genannt und zählt zu den weltweit im großen Stil angebauten Rotweinsorten. Der Dritte im Bunde spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Chardonnay ist eine weltberühmte Weißweinsorte, die dem Champagner ganz andere Charakterzüge verleiht als seine Mitstreiter.

Normalerweise setzt sich eine Champagner Cuvée aus allen drei Rebsorten zusammen, wobei die Anteile variieren können. Manchmal wird grob in Drittel unterteilt, manchmal hingegen dominiert eine Rebsorte, oder eine Komponente des Dreigespanns kommt nur mit bis zu 10 % zum Einsatz. Es ist ebenso möglich, dass hochwertiger Champagner nur aus zwei Traubensorten gekeltert wird, beispielsweise mit Grundwein aus Pinot Noir und Chardonnay. Und dann gibt es da noch all die Ausnahmen wie den Champagner Blanc de Blanc - hell und zu 100 % aus Chardonnaytrauben gewonnen - sowie den Champagner Blanc de Noirs (auch "weiß", aber zu 100 % aus Rotweinsorten produziert).

Champagner kaufen bei Rum&Co und sich auf eine große Auswahl freuen

Soll es klassischer Champagner sein? Dann ist ein sogenannter Brut Champagner die richtige Anlaufstelle. Er wurde feinherb ausgebaut und zeigt sich leicht bitter sowie trocken. Ihn kann man prima als Speisebegleiter trinken, wobei der klassische Champagner Brut davon abgesehen zum Anstoßen im Sektglas oder in der Champagnerflöte die passende Wahl ist. Alternativ kann man recht lieblichen, halbtrockenen Demi-Sec Champagner online kaufen, der zu Desserts passt. Damit nicht genug, gibt es neben den hellen, gelb bis golden leuchtenden Schaumweinen wie noch den Rosé Champagner. Er gibt sich farblich wie Roséwein, aber prickelnd frisch mit Fruchtsäure und einer ordentlichen Portion Charme. Rosé Champagner spricht insbesondere (aber nicht nur) die weibliche Kundschaft an. Er eignet sich vor allem im Sommer und wirkt süßlicher. Manche Champagner-Arten brillieren in Champagner Cocktails und Longdrinks.

Ob fruchtig oder mineralisch, mit Nuancen von Brioche, Hefe oder Nuss - man sollte Champagner richtig trinken. Da kommt es auf die Champagnergläser ebenso an wie auf die Trinktemperatur. Zu warm oder zu kalt macht kaum Spaß. Eine spannende Ausnahme der Regel ist der moderne Ice Champagner von Moët & Chandon, der für den Genuss auf Eis geschaffen ist. Der allseits bekannte Moët & Chandon Champagner an sich genießt Kultstatus und ist als Brut Imperial ein Inbegriff von all dem, wofür französischer Schaumwein stehen soll. Mindestens ebenso berühmt sind Champagner-Marken wie Perrier Jouët, Dom Perignon, Bollinger, Louis Roederer, Pommery, Taittinger und Veuve Clicquot.

Zu den Champagner Topsellern der traditionellen Art wie Brut Champagner gesellen sich bereits erwähnte Spezialitäten wie Blanc de Blancs. Wer solchen extra edlen Champagner trinken will, kommt bei der Marke Champagne Devavry auf seine Kosten, die in Kennerkreisen für ihre Experimentierfreude geschätzt wird. So hebt sich beispielsweise der mit Fingerspitzengefühl hergestellte, rare Champagne Devavry Purs Noirs Rose Champagner von der Konkurrenz ab. Und dann gibt es da noch den sogenannten Jahrgangsschaumwein. Vintage Champagner basiert auf den Trauben aus dem angegebenen Erntejahr und spiegelt daher vom Charakter immer den jeweiligen Jahrgang mit seinen klimatischen Eigenheiten wider. Jahrgangschampagner ist somit noch exklusiver und individueller. Manche Champagner-Häuser beschränken sich sogar hierauf. Ein breit gefächertes Angebot im Champagner Shop gewährleisten nicht zuletzt die verschiedenen Flaschengrößen wie Piccolo (0,2 l), Magnum (1,5 l), Doppelmagnum (3 l) oder Jéroboam (4,5 l).

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