Hat man Lust auf einen klassischen Gin & Tonic, dann bietet sich weder jeder Gin noch jedes Tonic Water an. Es ist wichtig, dass auch die Spirituosen und der Filler zu den Klassikern gehören und bei Zutaten, Aroma und Geschmack auf traditionelle, geradlinige Noten setzen. Genau aus diesem Grund bietet sich als Alleskönner und Everybody's Darling das Fever Tree Tonic an. Was steckt hinter dem Erfolgshit, der die Welt im Sturm erobert hat und der sich für fast jeden Verwendungszweck anbietet?
 

Fever Tree – der namensgebende Baum


Fever Tree Tonic Water

Fever Tree Tonic Water

Der Baum, der im Englischen als Fever Tree bezeichnet wird, hört auf die lateinische Bezeichnung Vachellia xanthoploea. Er wird im Deutschen als Fieber-Akazie oder Gelbrinden-Akazie bezeichnet und gehört zu den Mimosengewächsen. Er kommt vor allem im Südosten von Afrika vor, beispielsweise in Ländern wie dem Kongo oder Südafrika und Simbabwe. Der 15 bis 25 Meter hoch wachsende Fieberbaum mit dem typischen Wuchs der Schirmakazie hat seinen Namen genau der Tatsache zu verdanken, die auch das Fever Tree Tonic inspiriert hat bzw. untrennbar mit dem Tonic Water im Allgemeinen verbunden ist. Der Baum, der zu den Akazien gezählt wird, wächst nämlich in tropischen Ländern in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen. Diese Kombination aus feucht und warm – in Biotopen wie Überflutungsgebieten, Sümpfen, Seen und Flussläufen – sorgt dafür, dass Mücken nach Herzenslust brüten und die dort lebenden Menschen und Tiere stechen. Die Anopheles-Mücke agiert dabei als Überträger von Malaria. Eben jene Tropenkrankheit wurde von den ersten Siedlern auf afrikanischem Terrain zunächst fälschlicherweise mit der Fieber-Akazie statt mit den Moskitos in Verbindung gebracht. So entstand der Name Fever Tree.

Faszinierend ist, dass eben der Baum, den man für Auslöser von Malaria gehalten hatte, ein wirkungsvolles Mittel zur Bekämpfung jener Tropenkrankheit anbietet. So fand man heraus, dass aus der grünlich gelben, glatten Rinde Chinin gewonnen werden kann. Eben jenes Pulver diente in der Vergangenheit – und noch immer – der Malariaprophylaxe. Die britischen Soldaten und Kolonialherren verließen sich im 19. Jahrhundert in den Kolonien in den Tropen – vordergründig in Indien – auf Chinin-Tabletten als Schutz gegen Malaria. Sie erfanden aufgrund der Bitterkeit von Tablette und Pulver das Tonic Water, indem sie Soda und Zucker hinzugaben. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Tonic-Wasser schon so bekannt und erfolgreich, dass man es regulär zu produzieren begann. Es hat bis heute überlebt und setzt nach wie vor auf Chinin. Der Fever Tree hat jedoch kaum etwas damit zu tun, denn – wenn überhaupt natürliche Zutaten verwendet werden – liefert der Chinarindenbaum das Chinin. Anders ist das beim Fever Tree Tonic, das sich seinen Namen in mehrerlei Hinsicht verdient hat.

Vom Fieberbaum zum Fever Tree Tonic


Die Entstehungsgeschichte von Fever Tree Tonic Water liest sich nicht nur aufgrund der eben angeführten Hintergrundinformationen sehr interessant. So lohnt es sich auch, einen Blick auf die Entstehung der Firma und Marke selbst zu werfen. Wie dies bei so vielen Spirituosen und damit verwandten Produkten in der jüngeren Vergangenheit der Fall ist, steckt auch hinter dem Fever Tree Tonic der Wunsch, mit den Normen und Konventionen zu brechen, sich von der industriellen Massenfertigung zu entfernen und Qualität vor Quantität zu stellen. Bei der Firma Fever Tree hat man es zwei klugen Köpfen zu verdanken, dass das Tonic Water und die übrigen Produkte heute zu den internationalen Spitzenreitern gehören.

Hinter dem Fever Tree Tonic Water stehen Tim Warrilow und Charles Rolls. Letzterer war lange Geschäftsführer bei Plymouth Gin, dem einzigen Gin mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung, der untrennbar mit der englischen Stadt Plymouth (seinem Produktionsstandort) verbunden ist. Während Rolls eine Fülle an Erfahrung und Fachwissen mitbrachte, stellte sein Geschäftspartner Warrilow die perfekte Ergänzung dazu dar. Er war lange im Bereich der Luxuslebensmittel und Genussmittel tätig gewesen. Die beiden trafen sich bei einem Event in den USA und kamen ins Gespräch. Sie waren bei einem Tonic Tasting zugegen gewesen und alles andere als zufrieden mit den angebotenen Optionen. Sie ließen sich darüber aus, wie sehr doch die Filler für Longdrinks und Cocktails darunter leiden, dass sie inzwischen in Massen und mit künstlichen Aromastoffen und Geschmacksverstärkern sowie Konservierungsmitteln hergestellt werden. Das können wir doch besser, dachten sich die beiden, und geboren war die Idee zum Fever Tree Tonic.

Es begann eine 15 Monate dauernde Reise für die zwei Geschäftspartner, die sie weit in die Vergangenheit entführte und den Weg für die Zukunft ebnete. Sie verbrachten Stunden in der British Library, um sich über natürliche Bezugsquellen von Chinin für ihr Tonic Water zu informieren. Sogar Dokumente, die bis ins 17. Jahrhundert zurückdatierten, wurden geflissentlich studiert. Nachdem man die purste Ressource für Chinin für das zukünftige Fever Tree Tonic – den namensgebenden Baum aus Afrika – gefunden hatte, widmete man sich den übrigen obligatorischen und möglichen Zutaten aus der Natur. Schließlich einigte man sich auf fünf Varianten eines vielversprechenden Rezepts und verkostete diese immer und immer wieder kritisch. Das Endergebnis, mit dem sowohl Tim Warrilow als auch Charles Rolls zufrieden waren, wurde zum Fever Tree Tonic Water weiterverarbeitet. 2005 brachte man die erste Charge hiervon auf den Markt, und seither gab es für die Marke kein Zurück mehr.

Das Erfolgsgeheimnis von Fever Tree Tonic Water


Das Duo hinter der Trendmarke setzt auf natürliche Zutaten und hohe Qualität und scheut dafür keine Mühen. So bezieht man das Chinin vom Fever Tree – auch cinchona tree genannt – aus einem speziellen Gebiet an der Grenze zwischen Ruanda und Kongo. Das Besondere daran ist, dass man sich nur auf eine Plantage / eine Anpflanzung einer speziellen Unterart der Akaziensorte konzentriert. Die Baumart Cinchona Ledgeriana aus dem Kongo in Afrika liefert das Chinin, das in der Baumrinde enthalten ist. Es gilt angeblich als das reinste und unverfälschteste Chinin der ganzen Welt. Das so gewonnene Pulver, das in großen Mengen und mit nicht geringen Schwierigkeiten so frisch wie möglich nach Großbritannien geliefert wird, stellt die Hauptzutat im Fever Tree Tonic Water dar.

Nicht nur Chinin ist im Tonic-Wasser enthalten, sondern man setz daneben noch auf eine Handvoll an auserlesenen Zutaten aus der Natur, was ein wenig an einen Gin mit seinen Botanicals erinnert und ein weiterer Grund dafür ist, warum das Fever Tree Indian Tonic Water sich von der Masse positiv abhebt. Man lässt u. a. Bitterorangen aus Tansania zum Einsatz kommen, die aus gutem Grund ausgewählt wurden. Ein Hauch von Zitrusfrucht ist bei jedem Tonic Water mehr oder weniger ein Muss, aber nicht immer fällt die Wahl auf Bitterorangen, die den bitteren Geschmack von Chinin unterstreichen sollen. Im Falle von Fever Tree Indian Tonic Water kommt das Extrakt von reifen, sonnenverwöhnten Bitterorangen zum Tragen, das in der kleinen Stadt Zygoma in Tansania gewonnen wird. Die Früchte werden von Hand kaltgepresst, um so wenig wie möglich der natürlichen Aromastoffe zu verlieren.

Das Fever Tree Indian Tonic Water aus England – das im Grunde gar keine Zutaten aus Indien beinhaltet – setzt noch auf zwei weitere Komponenten, um auf ganzer Linie zu überzeugen. So verwendet man für das Tonic Water reines, weiches Quellwasser von der Elmhurst Spring. Diese Quelle ist in Staffordshire in England gelegen und verfügt über Wasser, das aufgrund seines sehr niedrigen Mineralgehalts weicher kaum sein könnte. Das soll sicherstellen, dass das Fever Tree Tonic Water und die übrigen Filler / Bitterlimonaden sich mit einem subtilen Geschmack und einem klar strukturierten, sauberen Finish präsentieren. Die Hersteller von Fever Tree Indian Tonic Water legen darauf Wert, dass eine starke Karbonisierung stattfindet, um dem Getränk so viel Kohlensäuregehalt und prickelnde Frische wie möglich zu verleihen. Kleine, perfekt geformte Bläschen gewährleisten, dass die Getränke lange ihren Kohlensäuregehalt beibehalten. Das ist unerlässlich, wenn man sie für das Mixen von Drinks verwendet.

Natürlicher Zucker aus Pflanzen bzw. Fruchtzucker ergänzt das Ganze, um das Fever Tree Tonic Water ohne künstliche Zusatzstoffe zu süßen. Auf chemische Süßstoffe wie Aspartam oder Sacharin wird bewusst verzichtet. Zuckerrohr liefert den Zucker für die herkömmlichen Produkte, wohingegen man für die Naturally Light Varianten – für sich bewusst ernährende oder Diät machende Menschen – auf Fruchtzucker setzt. Die Verwendung von natürlichem Zucker übt einen positiven Einfluss auf das Tonic Water und die Bitterlimonaden aus: Ein volles Mundgefühl und kein hartnäckiger, unangenehm übersüßer Nachgeschmack sind das Ergebnis.

Der Alleskönner Fever Tree – ein Star der Szene


Fever Tree Tonic Water wird von Experten als Alleskönner bzw. Multitalent gelobt und hat viel Anerkennung verdient. Von offizieller Seite aus gab es bereits diverse Auszeichnungen. So servieren sieben der zehn weltbesten Restaurants das Fever Tree Indian Tonic Water. Vier Jahre in Folge hat man an die Firma Fever Tree den "Cool Brands Status" verliehen. Dreimal schaffte es das gerade einmal zehn Jahre alte Unternehme in die "Sunday Times Fast Track 100", und die Engländer sind zurecht stolz darauf, dass sie den begehrten "Queen's Award of Excellence" verliehen bekamen. Bei den "Great Taste Awards" erhielten fünf Produkte aus dem stetig wachsenden Sortiment goldene Sterne, darunter das Tonic Water. Eine Verkostung von Slashfood führte zu dem begeisterten Urteil, dass kein anderes Tonic-Wasser diesem Spitzenreiter überhaupt nahe komme. Ein Artikel im The Sunday Telegraph lobte das Indian Tonic Water von Fever Tree als revolutionäre Erfindung im Gin & Tonic Bereich.

Aroma und Geschmack


Und wie beschreibt man den Genuss, der zustande kommt, wenn sich die Firmenleiter selbst diversen Strapazen aussetzen und die weite Welt bereisen, um nach den passenden Zutaten zu und einem ausgeklügelten Rezept zu suchen? Insider sind der Meinung, man muss das Fever Tree Tonic Water einmal selbst getrunken und mit allen Sinnen erlebt haben, um es wirklich in Worte fassen zu können. Es lassen sich aber auf jeden Fall einige allgemeine Aussagen über den Top Seller unter den Fillern machen.

Das Fever Tree Indian Tonic Water bringt die Zutaten – afrikanisches Chinin vom Fever Tree aus dem Ost-Kongo, englisches Quellwasser, afrikanische Bitterorangen, und Zucker – alle auf gewisse Weise zum Ausdruck. Das farblose Tonic-Wasser mit der spritzig sprudelnden Kohlensäure offenbart ein frisches und klares Aroma. Ein Hauch von Bitterkeit wird durch einen Unterton von Zitrusfrucht ergänzt. Obgleich es an Kraft nicht mangelt, gibt sich das Tonic Water an der Nase eher zurückhaltend und klassisch. Ein Grund mehr, warum der Alleskönner Fever Tree so gern gesehen ist. Dazu passt der rundum gelungene Geschmack. Das Fever Tree Indian Tonic Water gibt sich erstaunlich weich und vollmundig. Die Zitrusfrüchte kommen erst wie ein englischer Gentleman dezent und sanft zum Ausdruck und gewinnen dann etwas an Präsenz. Die perfekte Ergänzung zur Fruchtigkeit ist die Bitterkeit von Chinin. Ein Hauch von Süße schwingt mit. Das Tonic-Wasser wirkt nicht zu herb oder gar scharf, sondern ausbalanciert. Es verwöhnt und regt gleichzeitig auch an. Das Finish wiederholt die Weichheit und Reinheit des Trinkerlebnisses und gibt sich alles andere als zu süß oder künstlich. Somit hinterlässt das Fever Tree Indian Tonic Water einen klassischen und angenehmen Eindruck.

Cocktails und Longdrinks mit Fever Tree Tonic


Das Fever Tree Indian Tonic Water passt selbstverständlich ideal zu Gin, um damit einen Gin & Tonic zu mixen. Vor allem einige Ginsorten wie Gin Mare, Black Gin, Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin, Elephant Gin, Citadelle Gin, Geranium Gin, The Botanist Islay Dry Gin und ish London Dry Gin formen ein Traumpaar gemeinsam mit dem Tonic-Wasser mit dem gewissen Etwas. Wer mag, trinkt das Tonic Water einfach pur, z. B. im Sommer oder im Urlaub als alkoholfreies Erfrischungsgetränk. Wichtig ist, dass das Tonic Water pur wie gemixt nur im gut gekühlten Zustand verwendet wird, damit es sich von seiner besten Seite zeigen kann. Neben dem Gin & Tonic sind weitere Drinks mit dem Tonic Water mixbar, beispielsweise Vodka & Tonic oder kompliziertere Mischgetränke.

Eine Alternative zum Fever Tree Indian Tonic Water stellt das Fever Tree Mediterranean Tonic Water dar. Bei ihm wird nicht auf einen traditionellen, ehrlichen Charakter geachtet, sondern es soll sich noch deutlicher von den Konkurrenten abheben und Mittelmeer-Flair mitbringen. Kräuter in der Form von Rosmarin und Thymian sowie Zitrusfrüchte verleihen dem exotischen Tonic-Wasser Wiedererkennungswert. Das Elderflower Tonic wurde mit Holunderblüten aromatisiert und das Lemon Tonic profitiert von Zitronen. Es ist im Grunde ein Bitter Lemon, also eine Bitterlimonade und nicht wirklich ein Tonic Water. Zitronen aus Sizilien liefern das Öl hierfür. Soll es der Alleskönner Fever Tree Indian Tonic Water mit weniger Kalorien sein, ist das Naturally Light Fever Tree Tonic Water goldrichtig. Gemeinsam ist den Tonics von Fever Tree, dass sie hochwertig und harmonisch sind.