Edler Schaumwein mit vielen Gesichtern: die interessanten
Champagner-Arten

Schaumwein ist nicht gleich Schaumwein - und nicht jeder darf sich auch Champagner nennen. Nur die Produkte, die in der Champagne in Frankreich den dortigen Vorschriften entsprechend hergestellt werden, erhalten diesen begehrten Titel. Dieser typisch französische Schaumwein wiederum strahlt Luxus aus und kommt gern bei feierlichen Anlässen zum Einsatz. Aber welche Champagner Arten gibt es?

Die verschiedenen Champagner Sorten im Kurzporträt

 

Erst einmal drei Eigenheiten vorab, die jeder Champagner aufweist:

- Zugelassen sind lediglich die innerhalb der Weinbauregion angebauten Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Oft kommen alle drei als Cuvée zum Einsatz, doch auch nur zwei oder nur eine Rebsorte ist möglich.

- Es handelt sich um einen Verschnitt mehrerer Grundweine, Assemblage genannt. Diese Weine dürfen aus mehreren Lagen (Crus) in den Weinbergen bezogen werden. Grand Cru und Premier Cru werden für edlen Genuss bevorzugt.

- Bei der Herstellung aller Champagner Arten kommt die Flaschengärung zum Tragen. Der Wein liegt lang auf der Hefe, bevor man nach dem Rütteln die versiegelte Flasche degorgiert und den Hefepfropfen entfernt. Dann geht es an die Dosage (dazu unten mehr) und an eine monatelange Reifung in der Flasche, bevor der Schaumwein seinen Weg auf den Markt findet.

Champagner

5 Champagner-Sorten im Kurzüberblick

Ein Réserve Champagner hebt sich von den Klassischen Tradition oder Cuvée Abfüllungen ab, weil die Grundweine mit älteren Jahrgängen derselben Lage gemischt wurden. Der Anteil an Réserve-Weinen liegt beispielsweise bei bis zu 30 % und sorgt für noch mehr Qualität sowie Anspruch.

Ein Rosé Champagner hebt sich schon farblich von der Masse ab. Wie Rosé Schaumwein aus anderen Ländern verdankt er seine Farbe von Orange bis Rosa der Tatsache, dass er auf Rosé-Grundweinen basiert. Gern wird die Saignée-Methode angewendet, um die Rotweintrauben "bluten" zu lassen und eine kräftige Farbe zu erhalten. Normale Champagner Arten weisen einen Farbton von blassem Strohgelb bis hin zu Gold auf, manchmal mit grünlichen oder bernsteinfarbenen Reflexen.

Ein Blanc de Blancs Champagner zählt zu den Raritäten mit hohem Niveau und wird auf komplizierte Weise hergestellt. Nur die Trauben der Weißweinsorte Chardonnay werden verkeltert. Das Gegenstück dazu ist der Blanc de Noirs Champagner, bei dem man sich ausschließlich auf Rotweintrauben wie Spätburgunder verlässt und dennoch keinen Rosé Champagner produziert.

Ein Millesimé Champagner ist im Grunde dasselbe wie ein Vintage Rum. Als Jahrgangsschaumwein - und immer mit Angabe des Jahres - umfasst er ausschließlich die Trauben eines Erntejahrgangs. Manche sprechen hier von Vintage Champagner oder Jahrgangschampagner. Das Spezielle hieran ist, dass das in jenem Jahr vorherrschende Klima sich auf die Traubenernte und damit auf das Trinkerlebnis ausgewirkt hat. Manche Champagner-Häuser spezialisieren sich nur auf Champagner Millesimé, andere integrieren auch Non-Vintage Champagner in ihr Angebot.

Ein Cuvée Spéciale oder Cuvée Prestige Champagner verkörpert das Feinste aus dem Portfolio einer Sektkellerei. Das Champagner-Haus vermarktet damit die Spitzenerzeugnisse, wohin der Begriff Cuvée allein nur bedeutet, dass die Produktion sich auf Weine der ersten Pressung beschränkte.

Und welche Champagner-Arten gibt es noch?

Du wirst sicher festgestellt haben, dass französischer Schaumwein in der Regel mit einem Zusatz wie Brut präsentiert wird. Was hat es damit auf sich? Hier kommt die oben kurz erwähnte Dosage zum Ausdruck. Während ein Champagner auf der Hefe liegt und gärt, kommt es zu einem geringen Flüssigkeitsverlust. Nach dem Degorgieren und vor dem Abfüllen muss dieser ausgeglichen werden. Hier setzt das Dosieren ein. Die Versanddosage setzt sich z. B. aus Süßweinen zusammen, alternativ aus Esprit de Cognac oder Zuckerlösung. Die genaue Zusammensetzung bleibt ein Geheimnis, aber der Hersteller oder Händler gibt die Dosage in der Form von Restzucker in Gramm pro Liter an. Und genau damit wird in verschiedene Arten von Champagner unterschieden.

Am klassischsten ist der allseits beliebte Brut Champagner mit seinem feinherben Charakter. Ganz leicht bitter und trocken, profitiert der Champagner Brut von einer Dosage von nicht mehr als 12 g/l Restzucker. Mag man es noch nicht ganz so herb, doch trocken, empfiehlt sich der Sec Champagner. Ein wenig lieblicher ist der halbtrockene Demi Sec Champagner mit einer Dosage von mehr als 32 g/l. Noch mehr Restzucker enthält der süße Doux Champagner, der eher selten ist. Gern wird Rosé mild bzw. lieblich angeboten, wobei es ihn auch trocken als Brut gibt. Nur die wenigsten Firmen wagen sich hingegen an einen Ultra Brut Champagner ohne Dosage, der so gut wie keinen Restzucker aufweist und nur etwas für echte Fans ist.

Champagner

Hiervon einmal abgesehen, gibt es nicht nur unterschiedliche Champagner Sorten, sondern auch Champagnerflaschen. Die Flaschengrößen reichen von ganz kleinen Miniaturen bis hin zu riesigen Großflaschen und sind pro Größe mit einem Fachbegriff gekennzeichnet. Gängig sind u. a. Piccolo (0,2 l), Magnum (1,5 l) und Jeroboam (3 l).

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