Der vierte Schritt: die Filtration
Nach der Destillation wird der Vodka in der Regel gefiltert, um ihn weiter zu veredeln. Hier kommen verschiedene Filtermethoden und Materialien zum Einsatz, abhängig von der Philosophie des Herstellers und dem gewünschten Endprodukt. Aktivkohlefiltration ist eine der gängigsten Methoden, bei der das Destillat durch Aktivkohle gepresst wird, um verbleibende Verunreinigungen und unerwünschte Aromen zu entfernen. Einige Produzenten verwenden zusätzliche Schritte wie das Filtern durch Quarzsand oder sogar Edelmetalle wie Silber oder Platin, um den Vodka noch weicher und reiner zu machen. Die Filtrationsmethoden sind oft ein Markenzeichen eines Herstellers, und manche setzen bewusst auf minimal gefilterte Produkte, um den Charakter der Rohstoffe stärker hervorzuheben. So entstehen je nach Filtrationsgrad unterschiedliche Vodka Sorten: von besonders rein und mild bis hin zu robusteren und geschmacksintensiveren Varianten.
Der fünfte Schritt: Verdünnen und Abfüllen
Da Vodka nach der Destillation oft einen Alkoholgehalt von 90 % vol. oder mehr aufweist, wird er im letzten Schritt auf die gewünschte Trinkstärke verdünnt. Hierzu wird in der Regel Wasser von höchster Reinheit verwendet, was den Geschmack erheblich beeinflussen kann. Viele der renommiertesten Vodka Hersteller verwenden Quellwasser, Gletscherwasser oder artesisches Wasser aus tiefen unterirdischen Quellen, da dies besonders weich und frei von Mineralien oder Verunreinigungen ist. Nachdem der Vodka auf rund 40 % vol. herabgesetzt wurde, erfolgt die Abfüllung als klare, nicht in Holzfässern gelagerte Spirituose.