Destillerie

Die größten und wichtigsten Destillerien der Spirituosenbranche, Teil 3

Whisky wird nicht nur in Schottland hergestellt. Vor allem der Irish Whiskey aus Irland macht dem Scotch Konkurrenz, doch auch in Deutschland und in weiteren Ländern versteht man sich auf seine Produktion. American Whiskey aus den USA beispielsweise sollte nicht unterschätzt werden. Wir werfen hier einen kurzen Blick auf die größten und wichtigsten Destillerien in Amerika.

Große und wichtige Destillerien in den USA

Geht es um Whiskey aus Amerika, meint man meist den Bourbon. Er wird aus einer Maische gewonnen, die mehrheitlich auf Mais basiert. Das Gegenstück hierzu ist der Rye, bei dem das Hauptaugenmerk auf Roggen liegt. Die größten und wichtigsten Destillerien von Whiskey in Amerika widmen sich meist beiden Produktkategorien und sind - vor allem, aber nicht nur - in Kentucky aktiv. Im Folgenden lernst Du fünf bedeutende amerikanische Whiskeyhersteller kennen.

Die Heaven Hill Distillery spielt ganz vorn mit, und ihre Wurzeln lassen sich bis ins Ende des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Sie wurde 1935 in Bardstown in Kentucky gegründet und ist nach wie vor ein unabhängig agierender Familienbetrieb. Der korrekte Firmenname lautet nun nicht mehr Heaven Hill Distilleries Inc., sondern Heaven Hill Brands. 2017 eröffnete die Firma in Louisville die landesweit größte Destillerie für die Produktion von Bourbon. Diese Brennerei in Bernheim wird nicht nur für die Eigenmarke Heaven Hill Kentucky Straight Bourbon verwendet, sondern auch für Evan Williams. Das ist die Whiskeymarke mit weltweit den zweithöchsten Verkaufszahlen. Weitere Marken sind Elijah Craig und Rittenhouse. Im Jahr schafft es der Gigant auf fast 400.000 Whiskeyfässer der eigentlichen Produktion. Insgesamt können um die 1,3 Millionen Fässer gelagert werden.

©Instagram_heavenhilldistillery
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Die Jim Beam Distillery ist ebenfalls eine der größten und wichtigsten Destillerien in Amerika und wurde zudem schon zur "Destillerie des Jahres" (Wine Enthusiast) gekürt. Sie gehört seit 2014 zum Firmenzusammenschluss Beam Suntory Inc. unter der Leitung eines japanischen Spirituosenkonzerns. Schon Ende des 18. Jahrhunderts ging die Brennerei an den Start, und nach der Prohibition entwickelte sie sich rasch zu einem der globalen Spitzenreiter im Hinblick auf Bourbon. Beam besitzt derzeit drei Produktionsstätten, alle in Kentucky. Neben dem kultigen Jim Beam Whiskey als Bourbon in verschiedenen Ausführungen gibt es noch Rye Whiskey und Liköre in spannenden Geschmacksrichtungen.

©Instagram_jimbeamofficial
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Auch im Small Batch gebrannte Whiskeys für andere Marken wie Maker's Mark, Knob Creek, Booker's und Baker's sind ein Teil des Portfolios.

Sichere dir die Produkte von Jim Beam:
©Instagram_jackdaniels_us
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Die Jack Daniels Distillery aus Lynchburg führt eindrucksvoll vor Augen, dass amerikanischer Whiskey nicht ausnahmslos aus Kentucky kommt. Sie widmet sich dem Tennessee Whiskey aus dem gleichnamigen Staat und ist auf der ganzen Welt bekannt. Als eine der größten und wichtigsten Brennereien ist sie bereits seit rund 150 Jahren aktiv und stellt im Jahr um die 16 Millionen Kisten her. Auf eine höhere Produktionskapazität schafft es derzeit keine Destillerie in den USA. Der legendäre, nach dem Gründer benannte Jack Daniel's Whiskey wird im Stil von Bourbon produziert, sollte jedoch leicht gesondert hiervon betrachtet werden. Das Unternehmen verlässt sich nämlich auf eine besondere Methode der Filtration für weichere und reinere Spirituosen. Neben diesem Verfahren tragen die eckigen Flaschen mit dem schwarzen Label zum Wiedererkennungswert bei. Jack Daniel's Tennessee Whiskey wird inzwischen durch Sondereditionen und Liköre ergänzt.

Die Buffalo Trace Distillery agiert unter dem Deckmantel der riesigen amerikanischen Firma Sazerac. Von Frankfort in Kentucky aus stützt sie sich zwar nur auf einen Brennapparat, doch der besitzt eine enorme Kapazität. Die Buffalo Trace Distillery veröffentlicht seit 1999 klassischen Bourbon unter dem eigenen Namen, wurde jedoch schon Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Zuvor war sie als George T. Stagg Distillery aktiv. Die Firmenleitung beansprucht, die am längsten ununterbrochen produzierende Whiskeybrennerei Amerikas zu sein. Bis zu 10 Millionen Liter Whiskey im Jahr werden gebrannt, wobei neben Bourbon auch Rye angeboten wird. Marken wie Eagle Rare und Sazerac Whiskey sind Teil des Portfolios der historischen Destillerie. Pro Linie gibt es zwar nur eine oder wenige Editionen, doch die Whiskeys sind dennoch populär.

Die Four Roses Distillery gehört zur Kirin Brewing Company (Japan) und übernimmt u. a die Verantwortung für internationale Bestseller wie Bulleit Bourbon. Sie befindet sich in Lawrenceburg in Kentucky und produziert unter der Regie des britischen Spirituosenkonzerns Diageo. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts aktiv, widmet sich auch diese Destillerie mehreren Marken bzw. Produktserien. Neben dem Four Roses Bourbon und diversen Limited Editions wird der Bulleit Bourbon Whiskey hergestellt, der einen relativ hohen Roggen-Anteil aufweist. Authentischer Rye Whiskey gesellt sich dazu.

©Instagram_fourrosesbourbon
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2019 investierte man riesige Summen in eine Expandierung der Brennerei in Lawrenceburg sowie der Lagerhalle in Cox's Creek. Mehr als 130.000 Fässer werden pro Jahr abgefüllt, und viele der Topseller sind prämiert.

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