Gin

Die größten und wichtigsten Destillerien der Spirituosenbranche, Teil 5

Gin hat in den letzten Jahren in manchen Ländern einen Boom erlebt, darunter auch in Deutschland. Mit Wurzeln in den Niederlanden und den meisten Herstellern in Großbritannien, hat der Wacholderschnaps seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Wir widmen uns heute den größten und wichtigsten Destillerien, die Gin herstellen. Vielleicht hast Du ja schon von den Topsellern gehört, denn an ihnen führt kein Weg vorbei.

Große und wichtige Destillerien von Gin aus dem Vereinigten Königreich

Am Gin aus England führt kein Weg vorbei, wenn es um die größten und wichtigsten Gin-Destillerien geht - und das, obwohl die Spirituose erstmals im Holland des 18. Jahrhunderts das Licht erblickte. Sowohl in London als auch im Rest des Landes haben so einige der Klassiker ihren Sitz, aber auch Gin aus Deutschland, aus Frankreich, aus Spanien und aus anderen Ländern ist im Kommen. Weltweit existieren bereits um die 6.000 Gins, und davon findet man mehr als 500 in Großbritannien. Hier gibt es fünf bedeutende britische Gin-Hersteller im Kurzporträt.

Bombay Sapphire

Nach einem berühmten blauen Edelstein benannt, gehört der Bombay Sapphire Gin der gleichnamigen Firma zur Spitze. In den 80er-Jahren ging die Brennerei in Laverstoke an den Start, und später wurde sie in das Portfolio von Diageo sowie danach von Bacardi integriert. Als eine der bekanntesten Destillerien von Gin ist Bombay Sapphire zu einem Kulthit avanciert. Die oft blauen, schön geschliffenen Flaschen zeichnen die verschiedenen Ginsorten aus, sowohl in Bars als auch Hausbars vertreten sind. Die Produktion und das Abfüllen erfolgt inzwischen durch G&J Greenall mit langer Erfolgsgeschichte. In den letzten Jahren befand sich die Marke an den globalen Verkaufszahlen gemessen an zweiter Stelle. Mehr als 4 Millionen Kisten mit je 9 l werden pro Jahr auf den Markt gebracht. Limited Editions mit leicht anderen Rezepten mischen das Sortiment auf.

Bombay Sapphire

Gordon's

Regelmäßig schafft es diese Ginmarke aus England an die erste Stelle. Gordon's Gin ist Teil des Portfolios von Diageo und schafft es im Jahr auf mehr als 6 Millionen verkaufte Kisten. 2016 waren die Verkaufszahlen um 50 % höher beim Rivalen Bombay Sapphire. Als Klassiker wandert der Wacholderschnaps in so manch einen Cocktail und Longdrink. Nicht nur stammt er von einer der größten und wichtigsten Destillerien, sondern auch von der wahrscheinlich ältesten. Seit fast 250 Jahren ist die Brennerei schon aktiv. Die Produktion findet aktuell in der Cameron Bridge Distillery in Schottland statt. Vor allem auf dem britischen und dem amerikanischen Markt führt am Gordon's Gin mit typischem Profil kein Weg vorbei. In jüngster Vergangenheit hat der Hersteller das Angebot mit trendigen Geschmacksrichtungen wie Pink Gin erweitert.

Beefeater

So legendär wie die im Namen erwähnten und optisch aufgegriffenen Tower-Wächter in London ist der dort hergestellte Beefeater Gin. Er blickt auf rund 200 Jahre Erfolgsgeschichte zurück und begeistert ebenfalls mit einem traditionellen, trockenen Charakter samt Wacholdernoten und Zitrusfrüchten. Beefeater Gin stammt von einer alteingesessenen Londoner Brennerei - und es gibt in der englischen Hauptstadt nicht einmal mehr zehn davon.

Beefeater

Unter der Leitung von Pernod Ricard schafft man es auf mehr oder weniger 3 Millionen Kisten Umsatz pro Jahr. Neben dem Aushängeschild gibt es seit Kurzem fruchtige Innovationen in Sorten wie Blood Orange (Blutorange) und Strawberry (Erdbeere).

Tanqueray

Tanqueray

Und noch ein berühmter Gin-Hersteller, bei dem die Flaschen für Wiedererkennungswert sorgen: Tanqueray Gin von der gleichnamigen englischen Brennerei kommt meist in Grün zum Kunden und hat den US-Markt im Sturm erobert. Die Produktion begann 1830 in London, doch heute findet sie unter der Regie von Diageo durch die Cameron Bridge Distillery in Schottland statt. 2016 lief Tanqueray Gin dem Konkurrenten Beefeater den ersten Rang auf dem internationalen Markt ab. In jenem Jahr lag der Absatz bei fast 3 Millionen 9-l-Kisten. Abwandlungen wie Malacca oder Rangpur genießen ebenfalls eine hohe Beliebtheit.

Hendrick's

Wo wir gerade bei Schottland sind: Ein erst 1999 eingeführter, schottischer Gin kann es mühelos mit den englischen Hits aufnehmen. Hendrick's Gin wird in einer dunklen Apothekerflasche vermarktet und hebt sich mit seinen zwei Hauptzutaten von der Masse ab. Gurken und Rosen werden durch gängigere Botanicals ergänzt. Dementsprechend ist Hendrick's Gin auch einer der Wacholderschnäpse, bei denen der Gin & Tonic mit Gurke statt mit Zitrone oder Limette garniert wird. Die Ginmarke von William Grant & Sons schaffte es 2017 erstmals auf mehr als 1 Million Kisten und wächst seitdem immer mehr.

Seit geraumer Zeit macht der Hersteller damit von sich reden, dass er in einer neuen, großen Destillerie produziert wird und dass von der Brennmeisterin Lesley Gracie innovative Rezepte für Sondereditionen und Neuheiten konzipiert werden. Die Girvan Distillery übernimmt die Herstellung.

Hendricks
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