Karibik

Falernum: karibisches Getränk mit dem gewissen "rummigen" Etwas

Was ist Falernum, und warum ist er für Spirituosenfans und Kunden unseres Shops von Interesse? Im Grunde gibt es zwei Definitionen für diesen Begriff, mit einem wesentlichen Unterschied: alkoholhaltig oder alkoholfrei. Klar, dass uns die erstere Variante auf der Basis von feinem Rum lieber ist, aber darum geht es nicht. Vielmehr wollen wir dir näherbringen, worum es sich handelt und wie Du sogar selbst Falernum herstellen kannst.

Falernum – was ist das?

Der Begriff hört sich irgendwie lateinisch an – und das ist gar nicht einmal so falsch. Damals sollen die Römer nämlich auch ein aromatisiertes, alkoholisches Getränk unter diesem Namen geliebt haben. Mit dem Falernum aus Barbados sollte er jedoch nicht verglichen werden. Wer hat also wann und wo die Herstellung von Falernum erfunden? Das ist bis heute nicht geklärt. Es gibt mehrere Personen, die sich als Erfinder ausgeben, darunter John D. Taylor (1890) und Henry Parkinson (1750). Viel wahrscheinlicher ist es, dass es keinen echten/einzigen Erfinder gibt und dass die Bevölkerung der Westindischen Inseln ihn ins Leben rief. Er entstand durch die Aromatisierung von Rum aus der Karibik. Schriftlich erwähnt wurde er beispielsweise in einer amerikanischen Zeitung des späten 19. Jahrhundert unter dem Begriff Falernum. Der Artikel beschreibt ihn als ein Mischgetränk aus Rum aus Jamaika und natürlichen Aromen sowie Wasser. Zu jener Zeit war es auf den Westindies üblich, ihn als Aperitif auf Eis etwa eine Stunde vor dem Dinner zu trinken. Dafür mixte man ihn mit ein wenig Bitter oder Wermut. Der älteste Hinweis auf Falernum, der sich bisher finden ließ, wird auf 1806 datiert und entführt nach Guyana. Der Drink umfasste vermutlich nur die Basiszutaten wie Rum, Zuckersirup aus Zuckerrohr, und Limettensaft. Andere heute wichtige Zutaten wie vor allem Mandeln waren damals auf den Westindischen Inseln noch gar nicht verfügbar.

Falernum

Der heutige Falernum entspricht in vielerlei Hinsicht jenem beschriebenen Mixgetränk. Auch heute verwendet man für die Herstellung von Falernum hochwertigen Rum. Er muss nicht aus Barbados oder Jamaika, Trinidad & Tobago oder Antigua stammen (den Ländern, in denen nachweislich damals schon dieser Rumlikör produziert wurde), doch meist ist er typisch karibisch und rein. Zur Aromatisierung kommen Zutaten wie Limetten, Bittermandeln, Ingwer, Nelken, Muskatnuss, Zimt, Piment, Vanille und Zucker zum Einsatz, wobei es kein einzig richtiges Rezept oder vorgeschriebene Aromen gibt. Falernum mit Alkohol basiert immer auf Rum und kommt einem Rumlikör mit Sirup-artiger Konsistenz gleich. Falernum ohne Alkohol wird von einigen Anbietern als Sirup angeboten und dient in dieser Form ähnlich wie Orgeat zum Mixen von Cocktails und Longdrinks. Möchtest Du alkoholfreien Falernum kaufen, bist Du z. B. bei Monin fündig. Soll es stattdessen der "on the rocks" genießbare und mixbare Rumlikör sein, legen wir den Revolte Falernum oder den The Bitter Truth Golden Falernum ans Herz. In der Regel weisen die alkoholischen Getränke eine Farbe von Gold bis Bernstein auf und sind recht dickflüssig. Mit einem süßlichen, fruchtigen und würzigen Geschmack eignen sie sich ebenso wie der Sirup für diverse Cocktailrezepte. Beliebte Cocktails mit Falernum sind Mai Tai, Zombie, Swizzle, White Lion, Rum Collins, Corn n Oil und Royal Bermuda Yacht Club.

Entdecke alkoholfreies Falernum:

Falernum selber machen

Möchtest Du experimentierfreudig sein und selber Falernum herstellen? Dann brauchst Du erst einmal einen karibischen Rum, am besten (kurz) gelagert. Manche Rezepte für Falernum Likör sehen es vor, hochprozentigen Overproof Rum (gereift) und Blanco Rum (ungereift) miteinander zu vermischen. Ein Verhältnis von 10 cl Overproof Rum und 4 cl weißem Rum würde Sinn machen. 20 g Ingwer, 5 Limetten und 20 cl Zuckersirup sowie 10 cl Limettensaft benötigst Du ebenfalls. Außerdem brauchst Du 1 Sternanis, 15 geröstete Mandeln, 5 cl Mandelsirup und 20 Nelken. Im ersten Arbeitsschritt entfernst Du die Zesten von den Limetten gibst sie in ein Einmachglas. Den frisch gepressten Limettensaft hebst Du auf. Entferne die Schale der Ingwerwurzel, schneide sie in Würfel und gib diese Stücke dann mit dem Sternanis, mit den Nelken sowie mit den gerösteten Mandeln in das Glas.

Mandel

Anschließend kommen beide Sorten Rum hinzu und Du verschließt das Einmachglas. Es bleibt jetzt zwei Tage lang an einem kühlen und dunklen Ort stehen, damit der Falernum ziehen kann. Es ist hilfreich, wenn Du jeden Tag kräftig schüttelst. Zum Schluss solltest Du den Rum abseihen und danach den Limettensaft, den Zuckersirup sowie den Mandelsirup untermischen. Dein selbst gemachter Falernum Likör wandert dann in eine Flasche und kann getrunken oder gemixt werden.

 

Sichere dir dein Falernum:

Es geht aber auch anders. Wie bei den Zutaten darf man auch bei der Herstellung von Falernum kreativ vorgehen. Manche ziehen es beispielsweise vor, die Mandeln einzuweichen und grob zu zerhacken, bevor sie mit Zuckersirup über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen werden. Dieses Gemisch wandert dann mit Gewürzen und Ingwer in eine Pfanne und darf unter viel Rühren köcheln. Die vorsichtig abgeschabten Schalen von Limetten werden dazu gegeben. Das Ganze darf noch länger köcheln und wird anschließend durch ein Passiertuch gefiltert. Du gibst das alles in ein großes Einmachglas und fügst erst dann den Overproof Rum hinzu. Dann sollte dein Likör einige Tage ziehen. Probier einfach das Falernum Rezept aus, das dir am meisten zusagt. Auch bei den Gewürzen kannst Du selbst entscheiden, obwohl Limette, Ingwer und Mandeln quasi ein Muss sind. Wenn dir das zu aufwändig ist, einfach hier bei Rum&Co Falernum kaufen!

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