Gin Botanicals - Botanik, die man herausschmeckt

Mit einem Botanischen Garten hat Gin eigentlich so gar nichts zu tun – es sei denn, man nimmt seine Botanicals genauer unter die Lupe. Diese lassen sich nämlich durchaus mit der Botanik verbinden, da sie die natürlichen Aromastoffe für das Verfeinern des alkoholischen Destillats darstellen. Wir gehen zwar nicht unbedingt unter die Botaniker, aber die Gin Botanicals sind so wichtig, dass wir ihnen einen Schnapsblatt-Beitrag widmen und die wichtige Frage beantworten: Botanicals, was ist das?

Was sind Botanicals im Gin?

Wie so vieles in der Spirituosenwelt leitet sich der Fachbegriff von einem englischen Wort mit lateinischen Wurzeln ab: botanical bedeutet botanisch. Ursprünglich meinte man mit dem Wort Botanicals (als Kurzfassung von botanical products) vermutlich botanische Substanzen, die in der Naturheilkunde zum Einsatz kamen. Ab wann genau man den Begriff für die natürlichen Aromen für Gin verwendete, ist unklar. Heute bezeichnen Botanicals im Gin all die Substanzen aus der Natur, welche der Spirituose ihren Geschmack verleihen. Dabei kann es sich um Wurzeln, Beeren, Blätter, Blütenblätter, Baumrinde, Gräser, Samen, Fruchtschalen und andere pflanzliche Bestandteile handeln.

Grob unterteilt man Gin Botanicals in Kräuter, Gewürze und Früchte. Ursprünglich wurden einige der Botanicals für Gin gewählt, weil man ihnen bestimmte Kräfte bzw. Wirkungen nachsagte. Das ist jedoch umstritten. Welche Botanicals für Gin genutzt werden und in welchen Anteilen sowie auf welche Art und Weise, das liegt im Entscheiden des Herstellers. Manche Brennereien beschränken sich auf nur wenige Zutaten, andere auf unglaublich viele, während wieder andere gern mit exotischen Aromastoffen experimentieren. Theoretisch stehen mehr als 120 Botanicals für das Aromatisieren von Gin zur Auswahl. Sie entfalten ihren Effekt beim (teilweise mehrfachen) Destillieren, indem sie entweder im Alkohol eingelegt mazerieren oder (per Dampf) erhitzt werden und ihre Aromen an die Flüssigkeit abgeben.

Die häufigsten Botanicals in Gin

Welche Botanicals kommen denn nun in den Gin? Die Wacholderbeeren sind ein Muss, denn ohne Wacholder gibt es keinen Wacholderschnaps. Der Gin verdankt den Wacholderbeeren seine Erfindung, seinen Namen und sein Profil, sodass sie in vielen Fällen gar nicht zu den Gin-Botanicals gezählt werden, sondern mit einem Rohstoff gleichgesetzt werden. Bis zu zehn Geschmacksstoffe dienen in der Regel der Aromatisierung von Gin mit Botanicals, und einige davon sind allgegenwärtige Klassiker:

Unser Tipp: Wenn Du Lust darauf hast, die verschiedensten Botanicals im Gin kennenzulernen oder sogar Exoten zu entdecken, dann empfehlen wir dir die Kategorie Western Dry Gin. Diese Gin-Art zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Wacholdernoten im Hintergrund halten und die Botanicals intensiver zum Ausdruck kommen. Von den Blumen über die Tropenfrüchte oder Beeren bis hin zum Gemüse und zu diversen Gewürzen findest Du bei diesem modernen Gin alles, was das Herz begehrt. Zum Teil verleihen die Botanicals dem Western Dry Gin sogar eine bunte Farbe statt nur einen unverwechselbaren Geschmack. Manchmal inspirieren die Aromen einen Hersteller dazu, ein dazu passendes oder mit demselben Botanical verfeinertes Tonic herauszubringen.

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