Grappa aus Italien

Der interessante Bruder von Weinbrand

Es ist nun wirklich kein Geheimnis, dass die Italiener sich seit Jahrhunderten mit dem Weinbau beschäftigen. Wein aus Italien sowie Schaumwein wie Prosecco hat seinen Siegeszug rund um die Welt angetreten und gehört zur internationalen Spitze. Dabei sollte man nicht vergessen, dass sich aus Weintrauben noch andere Formen von alkoholischem Genuss erzeugen lassen. Nein, wir meinen damit nicht Weinbrand bzw. Brandy. Vielmehr wollen wir dir heute den Grappa aus Italien vorstellen, der es verdient hat, als Klasse für sich betrachtet zu werden.

7 spannende Fakten zum Grappa

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Und was ist Grappa?

Italienischer Grappa ist weder ein Obstbrand noch ein Weinbrand. Obstbrände gewinnt man direkt aus vergorenen, destillierten Früchten. Weinbrände basieren auf Weindestillaten. Doch was ist Grappa? Bei Grappa spricht man von Tresterbrand. Das leitet sich davon ab, dass die Pressrückstände von Trauben aus der Weingewinnung als Trester bezeichnet werden. Tresterbrände gewinnt man also aus dieser Maische, die nach der alkoholischen Gärung einer Destillation unterzogen wird.

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Was genau ist denn nun dieser Trester?

Dabei handelt es sich um die Schalen und das Fruchtfleisch von bereits gepressten Weintrauben, zum Teil auch um die Kerne und Stiele. Für die Grappa Herstellung kann man reinsortigen Trester verwenden. Damit bezeichnet man die Pressrückstände von nur einer Rebsorte, und hieraus brennt man in Italien Grappa Monovitigno. Sortenreiner Grappa steht Produkten gegenüber, bei denen der Trester mehrerer Rebsorten zum Einsatz kommt. Meist verlässt sich die Destillerie auf rote Rebsorten, weil in ihnen viele Aromen stecken. Es ist aber ebenso möglich, neben dem Grappa aus Rotwein noch Grappa aus Weißwein zu brennen.

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Besitzt Grappa aus Italien ebenso einen Terroir-Charakter wie manch ein edler Wein oder Weinbrand?

Ja, das ist durchaus möglich. Bei der Herstellung von Grappa konzentriert sich der Hersteller häufig auf das Weinbaugebiet, in er ansässig ist. Teilweise produziert die Weinkellerei den Tresterbrand selbst, manchmal hingegen bezieht sie den Traubentrester von einem anderen Weingut. In vielen Fällen lehnt sich der Grappa-Hersteller an große Weine oder regionaltypische Weine an, beispielsweise Amarone oder Barolo.

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Wie sieht Grappa aus?

Der Tresterbrand ist allgemein eine farblose Spirituose, die einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 % vol. aufweist. Klarer Grappa wurde also nach der Destillation in die Flasche gefüllt. Es gibt aber Ausnahmen der Regel. So ist von vielen Grappa-Marken goldener oder dunkler Grappa Riserva erhältlich. Ebenso trifft man auf den Fachbegriff Grappa Barricata. In beiden Fällen ist Tresterbrand gemeint, der in Holzfässern gelagert wurde. Diese Lagerung von mehreren Monaten oder Jahren hinterlässt faszinierende Spuren am Aroma und am Geschmack von Grappa aus Italien.

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Das Coole an gereiftem Grappa aus dem Holzfass?

Es müssen nicht wie bei Rum oder Whisky Eichenfässer verwendet werden. Die Destillerien können z. B. stattdessen Kirschbaumfässer oder Kastanienfässer zurate ziehen. Grappa aus dem Eichenfass wirkt vergleichsweise herb, elegant und expressiv, wohingegen Grappa aus dem Kastanienfass eine dunklere, bräunliche Farbe besitzt. Und Grappa aus dem Kirschfass gibt sich etwas süßer sowie milder.

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Und wie trinkt man Grappa?

Wie trinkt man Grappa? Dank zahlreicher Hersteller in allen Weinbauregionen mangelt es nicht an Auswahl. Einige bekannte Hersteller bieten ein breitgefächertes Sortiment, beispielsweise Marzadro Grappa, Grappa Nonino oder Sibona Grappa. Und wie kann man deren Grappa richtig trinken? Darüber entscheidet der Charakter des jeweiligen Tresterbrandes, wie bereits oben angesprochen. Kaufst Du hier einen klaren Grappa bei Rum&Co, sind ein tulpenförmiges Grappaglas und eine kühle Trinktemperatur von 10 °C eine gute Idee. Soll es lieber fassgelagerter Grappa Riserva sein, empfiehlt sich ein Cognac-Schwenker mitsamt einer Trinktemperatur von 16 bis 18 °C. Und wenn Du nicht Grappa pur trinken willst, gibt es leckere Cocktails mit Grappa zu entdecken.

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Wie schmeckt Grappa?

Klarer Tresterbrand gibt sich in erster Linie fruchtig mit einer tollen Typizität und mehr oder weniger Frische sowie Säure. Je länger Tresterbrände reifen konnten, desto facettenreicher gestaltet sich das Trinkerlebnis. Die deutlichen Fruchtnoten gehen dann Hand in Hand mit anderen Aromen, die z. B. nussig, süßlich, würzig, herbal oder floral wirken. Trinkst Du einen reinsortigen Grappa aus dem Trester einer einzelnen Rebsorte, dann darfst Du einen sortentypischen Geschmack erwarten. Ein Beispiele hierfür ist u. a. Grappa di Prosecco.

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