Diese Rezepte bringen Feuer in den Winter

Diese Rezepte bringen Feuer in den Winter

Rum ist zum Verlieben lecker und wer sich einmal an den Genuss heranwagt, wird immer wieder neue Verwendungsmöglichkeiten für ihn entdecken. Der Beitrag liefert Tipps für die kalte Jahreszeit, die mit Rum einen ganz besonders vollmundigen Geschmack erhält.

Goldene Köstlichkeit aus Zuckerrohr

Im Gegensatz zu Whisky oder Gin basiert Rum nicht auf Getreide, sondern auf Zuckerrohr. Im Beitrag “Herstellung Rum Allgemein ist zu lesen, das über 95 % aller Rumsorten weltweit in Form von Melasse Rum verkauft werden, auch als Industrial Rum bezeichnet. Die restlichen 5 % werden direkt aus dem vergorenen Zuckerrohrsaft destilliert. Diese Art des Rums nennt sich Agricole Rum.

In vielen verschiedenen Cocktailrezepten spielt Rum eine tragende Rolle. Cocktails mit Rum sind beliebt, schmecken vorzüglich und lassen sich bei vielen Rezepten in weniger als 60 Sekunden mixen. Ob Cuba Libre, Long Island Iced Tea, Daiquiri oder Mai Tai: Rumcocktails mit oder ohne Eis sind sehr populär und finden auf der ganzen Welt ihre Liebhaber.

Heiße Liebe zu Rum: Tipps für den Winter

In der kalten Jahreszeit bieten sich Heißgetränke mit Rum an, denn sie wärmen garantiert. Die dampfenden Rumspezialitäten werden dabei in der Regel nicht in Gläser, sondern in Tassen abgefüllt. Rumliebhaber, die ihr Sortiment von Trinkgefäßen aufstocken wollen, sollen einmal in der Tassenbrennerei vorbeischauen. Dort finden sie ein breites Sortiment von Tassen, die mit ganz unterschiedlichen Motiven bedruckt sind, die zum Schmunzeln oder Lächeln animieren. Die Tassen bieten ein Fassungsvermögen von 330 ml - ideal für die gleich vorgestellten Rezepte. Die Mengenangaben in den Rezepten beziehen sich auf vier Portionen bei einer Tassengröße von 330 ml.

Pharisäer

400 ml Schlagsahne
2 TL Vanillezucker
16 EL Kakaopulver
16 EL Zucker
12 cl Rum
1,2 l Kaffee

Zur Zubereitung des Pharisäers braucht es ungefähr 10 Minuten. Zuerst werden Sahne und Vanillezucker vermischt und dann steif geschlagen. Das Kakaopulver und der Zucker werden auf die vier Tassen verteilt und pro Tasse 3 cl Rum hinzugegeben. Jetzt wird die Tasse mit dem Kaffee aufgefüllt. 2 EL Sahne und Kakaopulver nach Belieben bilden den krönenden Abschluss.

Jagertee

¾ l Tee
¾ l Rotwein
6 TL Zucker
1 Stange Zimt
4 Nelken
12 cl Rum
12 cl Schnaps (z. B. Obstbrand)

Die Zubereitung des Jagertees, der insbesondere in den Bergen sehr beliebt ist, ist ganz einfach. Zunächst einmal wird schwarzer Tee zubereitet, dessen Geschmack nicht ins Bittere abschweifen sollte. Je nach Teesorte ist deshalb auf die Ziehzeit zu achten. Dem Tee wird der Rotwein und die Gewürze, nämlich Zimt und Nelken, hinzugegeben. Die ganze Mischung wird umgerührt und dann drei bis fünf Minuten in Ruhe gelassen. Danach werden die Gewürze mit einem feinen Sieb aus dem Getränk herausgefischt. Sodann werden Rum und Obstbrand hinzugefügt. Zum Schluss füllst du mit einer Kelle den Jagertee in die Tassen um.

Exkurs Österreich

Der Jagertee, auch Jagatee, Hüttentee, Waldtee oder Jägertee genannt, hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert in Österreich. Zu dieser Zeit war es üblich, dass Waldarbeiter, Jäger und Förster im Winter draußen in ihrem Pausen einen heißen Tee mit einem Schuss Rum zu sich nahmen, um sich aufzuwärmen. Als Rum wurde damals österreichischer Rum verwendet, der genau genommen kein echter Rum ist. Die Österreicher mischten eine Rum-ähnliche Flüssigkeit aus Ethylalkohol, Wasser sowie diversen Farb-und Aromastoffen zusammen. Der Geschmack erinnerte an süßlich milden Rum. Der Jagertee findet sogar im Österreichischen Lebensmittelbuch Eingang und wird dort auf den Seiten 48 bis 50 seine Erwähnung in der Rubrik “Geschützte Geographische Angaben von überregionaler Bedeutung”.

Weißer Glühwein

1,4 l Weißwein
8 EL Zucker
4 Gewürznelken
80 ml weißer Rum
Orangenscheiben

Bei diesem Heißgetränk wird der Weißwein mit Zucker und Gewürznelken erhitzt. Die Flüssigkeit darf nicht kochen. Sobald der Zucker aufgelöst ist, werden 80 ml Rum hinzugegeben. Danach wird das Rumgetränk abgeseiht und in vier Tassen umgefüllt. Die Orangenscheiben bis zur Hälfte einschneiden und auf den Rand der Tasche stecken - lasst es euch schmecken.

Glühbirne

Birnensaft und Rum nach Geschmack

Ein kleines, schnell zubereitetes heißes Rumgetränk ist die Glühbirne. Hierbei wird Birnensaft zum Sieden gebracht und in die Tasse gefüllt. Hinzu kommt ein Schnapsglas voll Rum, umrühren - fertig ist die Glühbirne.

Was sonst noch geht:

Feuer­zangen­bowle

Die Feuerzangenbowle ist ein Punsch, der richtig “Wumms“ und besonders zu Weihnachten, im Advent und zu Silvester Tradition hat. Du benötigst dazu einen Punschtopf, eine Kelle, ein langstieliges Feuerzeug oder langstielige Streichhölzer, eine Feuerzange und einen Zuckerbrocken. Für die Feuerzangenbowle benötigst du diese Zutaten (4 - 6 Personen) :

1 unbehandelte Orange
1 unbehandelte Zitrone
2 Liter Rotwein
1/2 Liter Orangensaft
1 Stange Zimt
1 Vanillestange
4 Sternanis
5 Gewürznelken
1 Zuckerhut
1 Flasche brauner Rum mit 54 Vol.%

Wer weiße Feuerzangenbowle bevorzugt, nimmt weißen Rum und Weißwein. Und so wird Feuerzangenbowle zubereitet:
Die Orange und die Zitrone werden heiß abgewaschen und halbiert. Die eine Hälfte jeder Frucht wird geschält und dann in Scheiben geschnitten. Die andere Hälfte wird ausgepresst.

Nun wird der Wein erhitzt und langsam der Orangensaft hinzugegeben. Die ausgepresste Flüssigkeit von Zitrone und Orange wird durch ein engmaschiges Sieb gegeben und mit eingerührt. Dann wird die gesamte Flüssigkeit zum Sieden gebracht, sie darf nicht kochen. Sobald die Mischung warm ist, werden die Gewürze hineingegeben, damit sie ihr Aroma entfalten können.

Währenddessen wird in einem anderen Topf etwas Rum erwärmt. Auch dieser darf nicht kochen. Wenn die Weinmischung schön aromatisch durchgezogen ist, wird sie in den Punschtopf umgefüllt, der auf ein Rechaud gestellt wird. Über den Punschtopf wird nun die Feuerzange gelegt, auf der der Zuckerhut platziert wird.

Zuerst wird der Zuckerhut mit ein wenig Rum beträufelt. Anschließend wird der erwärmte Rum mit einer Kelle aus dem Topf entnommen und mit einem langen Streichholz oder langen Feuerzeug in der Kelle angezündet. Der brennende Rum wird nun langsam über den Zuckerhut gegossen.

Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis sich der Zuckerhut vollständig aufgelöst hat. Es ist wichtig, den Rum nie direkt aus der Flasche in die offene Flamme zu gießen, sondern immer kellenweise und mit Vorsicht.

Sobald Zucker und Rum in den Punschtopf eingegangen sind, werden die übrigen Zitronen- und Orangenscheiben in die Bowle gegeben, sechs Scheiben sollten für die Deko übrig bleiben. Zum Schluss wird die Mischung kräftig umgerührt und dann auf die Tassen verteilt. Orangen und Zitronenscheiben am Rand vervollständigen den Feuerzangenbowlen-Look.

Abbildung 1: pixabay.com © felix_w (CC0 Creative Commons), Abbildung 2: pixabay.com © JillWellington (CC0 Creative Commons), Abbildung 3: pixabay.com © Sponchia (CC0 Creative Commons)

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