Hendricks

Klassisch und doch einzigartig: Hendricks Gin

Willst Du Gin kaufen, mangelt es nicht an Auswahl. Es scheint, allein in Deutschland gäbe es jeden Monat eine spannende Neuheit. Und auch im Rest der Welt ist der Gin definitiv in. Wie schafft es ein Unternehmen, bei so viel Konkurrenz hervorzustechen? Das Erfolgsgeheimnis von Wacholderschnaps sind die Botanicals, bei denen es Spielraum für Experimente gibt. Und genau diese Zutaten sind es auch, die den Hendricks Gin zu Bekanntheit und Beliebtheit verholfen haben. Hier erfährst Du mehr über den Star aus Großbritannien.

10 Dinge, die du über Hendricks Gin aus Schottland wissen solltest

1. Obwohl er oft der Einfachheit halber als Gin aus England bezeichnet wird, ist dies genau genommen ein schottischer Gin. Sowohl die Produktion als auch die Abfüllung erfolgt in jenem britischen Nachbarland. Verantwortlich dafür ist kein Geringerer als die alteingesessene Firma William Grant & Sons. Die kennen wir eigentlich als Abfüller und Produzent von Scotch Whisky, doch auch der Hendricks Gin aus Schottland ist dem renommierten Betrieb zu verdanken. Hierfür hat sich William Grant die Destillerie Girvan ins Boot geholt. Egal, ob er denn nun ein englischer Gin ist oder nicht – die Briten schwören auf den Hendricks Gin in der dunklen Flasche nach dem Apotheker-Stil.

2. Im Gegensatz zu so manch einem anderen Kulthit der Spirituosenbranche ist der Hendrick's Gin ein Jungspund. Er wurde 1999 bzw. 2000 erstmals veröffentlicht und basiert nicht auf einem jahrzehnte- oder jahrhundertealten Rezept. Dafür kommen für seine ausgeklügelte Herstellung jedoch zwei alte Brennapparate zum Tragen. Ein Bennet still Kupferkessel (copper pot still) aus dem 19. Jahrhundert mit geringem Fassungsvermögen wird ebenso verwendet wie ein rarer Carter-Head still aus den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Man hat die alten Brennblasen eigens für den Hendricks Gin restauriert.

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3. Genau genommen handelt es sich beim Hendrick's Gin um einen Blend, also einen Verschnitt. Das ist bei dieser Spirituosenkategorie nur selten der Fall und trägt zum besonderen Charakter des Kulthits bei. Die Destillation im Carter-Head bei geringer Hitze still bringt mit einer sanften, schonenden Dampf-Infusion der Botanicals ein anderes Destillat hervor als der kleine Bennet still mit dem engen Kontakt der 24 Stunden mazerierten Botanicals mit dem Alkohol. Nach dem separaten Brennen vermählt man die beiden Komponenten miteinander. Dann geht es an den wohl wichtigsten und speziellsten Schritt bei der Herstellung von Hendricks Gin: die abschließende Aromatisierung mit zwei extra Botanicals. Sie sind der Grund, warum Kenner Gin von Hendricks kaufen.

4. Die für eine endgültige Veredlung genutzten Zutaten sind Gurken und Rosen, und beide sind recht rar in der Welt des Gins. Für die Rosenblütenblätter wählt der Hersteller die Sorte Damaszener-Rose, die sich zu Salatgurken aus den Niederlanden gesellen. Die Blütenblätter der Rosen werden gepresst, damit sich aus ihren ätherischen Ölen eine Essenz gewinnen lässt. Um die Gurken zu verarbeiten, vermengt der Produzent sie mit Wasser und unterzieht sie einer Kaltdestillation.

5. Man munkelt, die Idee zu den außergewöhnlichen Botanicals für den Hendricks Gin sei David Stewart gekommen. Der ist eigentlich bei der Brennerei Balvenie als Master Blender für William Grant & Sons tätig. Er genoss im Rosengarten einen Gin & Tonic zu Gurkensandwiches, und das inspirierte ihn. Für die raffinierte Rezeptur mitverantwortlich war auch John Ross, und man ließ sich vom Scotch Whisky Research Institute beraten. Faszinierenderweise hatte bei dieser Ginmarke eine Frau ebenfalls ein Wörtchen mitzureden. Lesley Gracie ist eine Expertin, die das Rezept beeinflusste und die u. a. derzeit mit kreativen Varianten des Aushängeschildes begeistert. Mit viel Liebe zum Detail entstand ein typisch britischer Gin – denn wer sonst als die Engländer bzw. die Briten würde von Rosen umgeben in einem Garten gemütlich ein Gurkensandwich verzehren und dazu Gin trinken?

6. Zwar soll der Hendricks Gin typisch englisch sein – aber die Erstveröffentlichung zum Millennium geschah ausgerechnet auf dem amerikanischen Markt. Erst nachdem die Spirituose in den USA so ein großer Hit wurde, wagte man 2003 den Export in Länder wie Spanien und Deutschland und machte den Wacholderschnaps außerdem in der Heimat zugänglich. Hierzulande kümmert sich die Campari Gruppe um den Vertrieb.

7. Genau 11 Botanicals gemeinsam mit den 2 Zusatz-Zutaten verleihen dem Hendrick's Gin sein unverwechselbares Profil. Neben den Wacholderbeeren umfasst die Aromatisierung noch Angelikawurzel, Koriander, Zitrone, Orange, Holunder, Kamille, Veilchenwurzel, Schafgarbe, Pfeffer und Kümmel sowie Gurke und Rosenblätter.

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8. In welcher Rubrik muss man denn nun suchen, wenn man Hendricks Gin kaufen will? Er ist zwar ein destillierter Wacholderschnaps (distilled gin), aber kein London Dry Gin. Immerhin werden die Botanicals separat gebrannt und es geht noch an ein finales Veredeln. Außerdem stehen im Aroma und im Geruch die Wacholderbeeren nicht im Vordergrund, sodass man hier eher von einem New Western Dry Gin spricht.

9. Was ist der Signature Serve für Hendricks Gin mit seinen blumigen und fruchtigen Zügen? Diese Legende unter den britischen Spirituosen wird klassisch als Gin & Tonic serviert – und das passend zum Profil mit Gurkenscheiben garniert. Du kannst selbstverständlich auch andere Longdrinks und Cocktails mit Hendricks Gin mixen.

10. Neben dem Flaggschiff aus der regulären Produktion gibt es inzwischen noch vielversprechende Sondereditionen. Der Hendricks Midsummer Solstice Gin ist eine sommerliche Limited Edition mit mildem Charme sowie fruchtigen und floralen Noten. Darüber hinaus wartet der Hendricks Orbium Gin – ebenfalls als limitierte Sonderedition mit zusätzlichen Zutaten – darauf, entdeckt zu werden.

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