Kabumm Gin

Kabumm Gin

Dieser Wacholderschnaps schlägt ein, sollte aber nicht als furchteinflößende Bedrohung angesehen werden. Der mit Spannung erwartete Kabumm Gin aus Österreich zieht schon allein mit seinem ausgefallenen Namen viel Aufmerksamkeit auf sich. Und genau diese Aufmerksamkeit hat er unserer Meinung nach verdient, denn er ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes.

- Wenn Musik auf Alkohol trifft -
Gin von Rapper Sido

Fast jeder Deutsche weiß, wer Sido ist. Es handelt sich um einen Rapper aus der Bundesrepublik, dessen Name eigentlich Paul Hartmut Würdig lautet. Das kam ihm zu uncool vor, und daher hat er sich den Künstlernamen SIDO zugelegt – wobei das angeblich eine Abkürzung für "super-intelligentes Drogenopfer" sein soll. Nicht nur als Solo-Künstler, sondern auch als Mitglied der Rap-Formationen Deine Lieblingsrapper, Die Sekte und Alles ist die Sekte sowie als Musikproduzent ist Sido im deutschsprachigen Raum bekannt.

Im Laufe seiner Karriere schaffte es der gebürtige Ost-Berliner auf mehr als 3,2 Millionen verkaufte Tonträger. Man hat ihn mit diversen Preisen ausgezeichnet, darunter mit 2 Echos und mit einem MTV Europe Music Award. 2015 gründete Sido das Label Goldzweig und wurde außerdem Bar-Besitzer in München. Er hat sein Glück als Schauspieler versucht und ein eigenes Tattoo-Studio in der Hauptstadt eröffnet.

Nun widmet er sich darüber hinaus noch den Spirituosen unter dem Markennamen Kabumm. Dafür holt er sich Experten ins Boot. Der Gin von Sido stellt eine deutsch-österreichische Zusammenarbeit dar, denn die Idee des Rapmusikers setzt eine Brennerei aus dem Nachbarland in die Tat um. Der Kabumm Gin und der Kabumm Vodka – der ein Jahr zuvor bereits in Rennen geschickt wurde – stehen dabei vor allem für eins: Individualität. Das passt zu den Songs des Rappers.

Rapper Sido

Die Bombe unter den Gins: Kabumm Gin vom Rapper Sido

Beim Kabumm Gin ist der Name Befehl, denn er kommt in der kugelrunden Glasflasche zum Kunden, die einer Bombe nachempfunden ist. Allzu hochprozentig und bissig ist der klare Wacholderschnaps jedoch nicht. Er kann optisch mit dem 2015 veröffentlichten Kabumm Vodka verglichen werden, sollte aber davon abgesehen als Klasse für sich betrachtet werden. Der Kabumm Gin aus Österreich entstand als Kollaboration von Sido und seinem Geschäftspartner Burkhard Westerhoff. Verantwortlich für die Destillation ist Stefan Farthofer als Leiter der gleichnamigen Destillerie. Er hatte schon beim Leopold Gin die Finger mit im Spiel und stellt sicher, dass der Gin von Sido so richtig reinhaut.

Der Kabumm Gin aus der Flasche in Bombenform profitiert von hochwertigem Getreide aus dem eigenen Anbau und reinem Wasser aus der familieneigenen Quelle, kombiniert mit speziell ausgesuchten Botanicals. Einige der Zutaten sind klassisch, darunter Wacholderbeeren und Zitrusfruchtschalen. Andere hingegen stechen hervor: So freut sich das Destillat auf eine ausgeklügelte Aromatisierung mit Dirndln, Holunderblüten und Lavendel. Das Wort Dirndl bezeichnet dabei nicht die typisch bayerische Kleidung, sondern ist das österreichische Synonym für die rote Kornelkirsche aus dem Pielachtal. Etwas Florales und Grasiges gesellt sich zu trockenen Wacholdernoten, Zitronen und Orangen, würzigen bis harzigen Tönen sowie zur pfiffigen Würze von Pfeffer. Im Kabumm Gin Test überzeugt das Produkt mit Präsenz und Harmonie, Aussagekraft und Frische. Die Dirndl bzw. Kornelkirsche sorgt für einen feinherben Beiklang. Stolz und keck, nimmt der Kabumm Gin von SIDO von sich ein. Man merkt es ihm positiv an, dass er in liebevoller Handarbeit in bis zu 50 Handgriffen entsteht, wobei die Destillation in Kupferbrennblasen erfolgt. Der Kabumm Gin kommt ohne Filtration aus und besitzt eine ölige Konsistenz. Eine erdige Note von Gemüse hebt ihn von der Masse ab.

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