La dolce vita

mit Spirituosen aus Italien

Kaum ein Land bereichert den Spirituosenmarkt so sehr wie Italien. Italienische Spirituosen finden sich in fast jeder gut ausgestatteten Bar oder Hausbar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie oft landestypischen oder regionaltypischen Genuss mit besonderem Charakter verkörpern und dabei dennoch auch international salonfähig sind sowie ein breites Publikum ansprechen. Wir wollen dir hier einen Überblick über Spirituosen aus Italien präsentieren, denn wir haben uns Hals über Kopf in Alkoholisches aus Bella Italia verliebt. Avanti!

1) Grappa: der typisch italienische Klassiker

Geht es um Spirituosen aus Italien, dann führt kein Weg am Grappa vorbei. Er hört sich nicht nur auf Anhieb italienisch an, sondern ist auch seit Jahrhunderten mit der Geschichte und Kultur des Landes verbunden. Bei Grappa handelt es sich um Tresterbrand. In gewisser Weise ist er mit dem Weinbrand und dem Wein verwandt. Bei Trester handelt es sich nämlich um die Pressrückstände der Verarbeitung von Trauben zu Wein. Tresterbrände werden deshalb überall dort hergestellt, wo sich Weinbaugebiete und Weingüter befinden. Genau aus diesem Grund ist Grappa aus Italien fast in jedem Winkel des Landes zu vorzufinden. Insbesondere in Weinbauregionen wie Venetien, Südtirol, Toskana, Sizilien, Apulien und Piemont ist italienischer Grappa ein Urgestein, das den globalen Durchbruch geschafft hat. In vielen Fällen kümmern sich alteingesessenen Brennereien oder Familienbetriebe um die Herstellung von Grappa, wobei entweder der Trester von nur einer Rebsorte oder von mehreren Rebsorten verarbeitet wird. Grob unterscheiden lässt sich der italienische Grappa in klare, frische, fruchtbetonte Produkte und in fassgelagerte Highlights mit einem komplexeren Charakter.

Liköre: die Ikonen

Wenn Du Spirituosen aus Italien kaufen willst, solltest du auf keinen Fall die Liköre außen vor lassen. Es gibt z. B. Kulthits, die in dieser Version nur von den Italienern hergestellt werden. Ein Paradebeispiel für Likör aus Italien ist der Amaro. Sein Name lässt sich mit “bitter” übersetzen und dementsprechend handelt es sich hier um Bitterlikör. Sein herber Geschmack ist der Tatsache zu verdanken, dass die Destillerie zahlreiche Kräuter und Gewürze verarbeitet. Bei den Botanicals verlassen sie siich u. a. auf Enzian, Minze, Chinarinde, Sternanis, bittere und/oder süße Orangen, Zitronen, Limetten, Vanille, Zimt, Kamille, Veilchenwurzeln oder alpine Kräuter. Amaro aus Italien präsentiert sich von der vergleichsweise trockenen Seite, wobei er - wie es für Liköre allgemein vorgeschrieben ist - einen Mindestzuckergehalt von 100 Gramm pro Liter aufweist. Zu den Topsellern zählt beispielsweise Fernet Branca, gern als Digestif nach dem Essen serviert. Ramazzotti, Cynar und Averna sind genau genommen ebenfalls Amaro, auch Campari und Aperol. Willst Du italienische Spirituosen kaufen, mangelt es dir also schon allein bei den halbbitteren und bitteren Likören nicht an Auswahl.

Geht es um Liköre aus Italien mit langer Tradition und Wiedererkennungswert, wollen wir auf jeden Fall noch den Sambuca nennen. Sein Erfolgsgeheimnis ist eine Zutat: Anis oder Sternanis. Als Alternative zu Anislikören aus anderen Ländern wie Frankreich oder Schweiz sollte der Sambuca aus Italien auf keinen Fall unterschätzt werden. Oder wie wäre es stattdessen mit dem kultigen Amaretto, den man auch hierzulande gern trinkt? Mit seinem Geschmack von Mandel und Marzipan ist er ein nussiger Likör aus Italien, der sich zum Mixen von Drinks und Verfeinern von Dessert verwenden lässt. Interessanterweise wird Amaretto aus Italien wie von der Marke Disaronno nicht zwangsläufig aus Nüssen hergestellt, sondern gern aus Aprikosenkernen. Apropos Nüsse: Der Frangelico Hazelnut Liqueur ist als Haselnusslikör ein weiterer Hit unter den Spirituosen aus Italien. Klar, dass darüber hinaus der bei den Italienern heißgeliebte Kaffee seinen Weg in italienische Spirituosen in der Form von Kaffeelikör findet.

Limoncello

Italienische Spirituosen wäre nicht komplett, wenn wir nicht den Limoncello berücksichtigen würden. Wie viele italienische Liköre wurde er ursprünglich in einer Region hergestellt und hat inzwischen den Rest des Landes erobert. Als typisch süditalienisches Highlight basiert Limoncello auf den Schalen von Zitronen, die an der Mittelmeerküste angebaut werden. Limoncello aus Italien ist in vor allem Sizilien zu Hause, wo man die kostbaren ätherischen Öle aus den Zitrusfrüchten mit viel Liebe zum Detail in fruchtig frischen Genuss verwandelt. Italienischer Likör sollte nicht auf übrigens nicht auf die hier erwähnten, populären Klassiker reduziert werden, denn wie bei den Likören im Allgemeinen schlummert ein enormes Potenzial in dieser Spirituosenkategorie.

Aperitif und Vermouth: die weinigen Verführer

Wir assoziieren die Italiener schon seit der Antike mit dem Weinbau im großen Stil, doch der Wein aus Italien ist nur die halbe Wahrheit. Er eignet sich nämlich dazu, verstärkt und/oder aromatisiert zu werden. Wohl das bekannteste Beispiel hierfür ist der Vermouth di Torino. Als Wermutspirituose aus Turin basiert er auf Weißwein, Rotwein oder Roséwein und wird mit zahlreichen Botanicals verfeinert. Wermut aus Italien ist nicht das einzige Getränk auf der Basis von Wein, das seinen Siegeszug rund um den Globus angetreten hat. So ist die Aperitif-Kultur in dem Land fest verwurzelt. Typisch italienischer Aperitif wird als "aperitivo" bezeichnet und vor dem Essen getrunken. Sein Markenzeichen ist, dass er einen angenehmen milden Alkoholgehalt besitzt und auf die Mahlzeit ein stimmt. In vielen Fällen basiert er auf Wein und ist mit Vermouth vergleichbar, wobei dies kein Muss ist. In die fruchtigen Charmeure mit leichtem Körper verlieben sich übrigens auch die Damen der Schöpfung.

Wo wir gerade beim Wein sind, darf eine Spezialität nicht fehlen: Marsala wird in der gleichnamigen Stadt in Sizilien produziert und gehört zu den Likörweinen bzw. Süßweinen. Mit seinem südländischen Temperament ist Marsala eine super Alternative zu Sherry, Portwein oder Madeira. Und selbstverständlich kommt der legendäre Prosecco als Schaumwein (Spumante) oder Perlwein (Frizzante) aus Italien.

malfygin

Whisky und Gin: die coolen Geheimtipps

Nicht viele sind sich dessen bewusst, dass es auch Whisky aus Italien und Gin aus Italien zu entdecken gibt. Zwar sind dies keine traditionellen Spirituosen aus Italien, doch immer mehr Brennereien wagen sich an die internationalen Klassiker. Wie wäre es beispielsweise mit mediterranem Malfy Gin voller fruchtigem Charisma oder Del Professore Gin der experimentellen Art? Solcher italienischer Gin profitiert in vielen Fällen davon, dass er mit Zutaten aus der Region oder zumindest aus dem Inland aromatisiert wird. Soll es stattdessen italienischer Whisky sein, gibt es zwar nach wie vor nicht viel Auswahl, aber dafür verdienen die bereits veröffentlichten Highlights umso mehr Aufmerksamkeit. Wir empfehlen z. B. Puni, von Kirsch Import hierher geholt.

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