Ramazzotti Likör

Italienischer geht’s einfach nicht

Ramazzotti ist nicht nur der Name eines populären italienischen Sängers mit dem Vornamen Eros, sondern auch eine weltbekannte Spirituosenmarke. Was zeichnet den leckeren Ramazzotti Kräuterlikör aus Bella Italia aus?

© katjaverhoeven/fotolia

Ramazzotti – was ist drin?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, denn die alteingesessene Brennerei aus Italien ist auf ein herrlich breit gefächertes Sortiment stolz. Alle typisch italienischen Spirituosen werden berücksichtigt, vom Ramazzotti Amaro über den Ramazzotti Sambuca und den Ramazzotti Aperitivo Rosato bis hin zu anderen Spezialität wie Ramazzotti Menta (mit Minze). Dementsprechend gibt es auch keine einzig richtige Antwort auf häufig gestellte Fragen wie "Was kostet Ramazzotti?" und "Wie schmeckt Ramazzotti?". Der Einfachheit halber soll aber hier eins verraten werden: Die meisten meinen den Vollbitter (Amaro), denn er ist das berühmte Aushängeschild des Betriebs.

Wo wird Ramazzotti hergestellt, und was hebt ihn von der Masse ab? Ihren Anfang nahm die Marke in der Metropole Mailand, die man eigentlich mit Mode statt mit Alkohol in Verbindung bringt. Ausano Ramazzotti war dort als Apotheker tätig und erfand 1815 eine Rezeptur für einen ausgeklügelten Kräuterlikör mit bitterer Aromatik. So gesehen kann die Likörmarke Ramazzotti auf über 200 Jahre Erfolg zurückblicken. Da sich Ausano sowohl mit Kräutern als auch mit Likören und Wein auskannte, führte er beide Aspekte zusammen und experimentierte so lange, bis er mit dem Rezept zufrieden war. Die Mailänder Kaffeehäuser trugen dazu bei, dass sein Kräuterlikör rasch Kultstatus annahm. Nach Ausanos Tod standen Besitzerwechsel und Umzüge an. Unter der Regie des renommierten französischen Spirituosengiganten Pernod Ricard wurde der Firmensitz von Ramazzotti in die Provinz Asti verlegt, ins Herz einer Weinbauregion. Seit Ende des 20. Jahrhunderts findet dort die Produktion der verschiedenen Spirituosen statt, wobei Pernod Ricard Deutschland den Vertrieb hierzulande übernimmt.

Ramazzotti – wann trinkt man das?

Erneut gibt es mehrere Antworten auf diese Frage. Am üblichsten ist es, den Kräuterlikör pur oder auf Eis zu trinken, gern mit Zitrone. Das soll jedoch nicht bedeuten, es gäbe nicht Spielraum für tolle Mixgetränke. Sowohl Cocktails als auch Longdrinks sind denkbar, und sie genießen sogar eine hohe Popularität. Du kannst Ramazzotti mischen mit was immer Du möchtest. Angesagt sind Drinks wie Ramazzotti Lemonade (mit Limonade), Ramazzotti Ginger (mit Ginger Ale / Ginger Beer), Ramazzotti Red Sun (mit Apfelsaft, Zitronensaft und Grenadine), Ramazzotti Sour (mit Orangensaft und Zitronensaft) sowie Ramazzotti White Crush (mit Vanillesirup, Ananassaft, Sahne, Zimtpulver und crushed ice). Ramazzotti wie servieren? Insbesondere als Digestif nach dem Essen oder als Speisebegleiter zu mediterraner Kost ist ein Ramazzotti Amaro oder Sambuca eine tolle Idee. Der Ramazzotti Rosato hingegen empfiehlt sich als Aperitif vor der Mahlzeit.

Na, neugierig geworden? Hier gibt's einen kurzen Überblick über die verschiedenen Ramazzotti Liköre, die als Inbegriff der italienischen Spirituosenwelt gelten!

Ramazzotti

Das herbsüße Flaggschiff: Ramazzotti Amaro

Unter dem Begriff Amaro Felsina Ramazzotti wird der Klassiker des Produktportfolios vermarktet, der einen ausgezeichneten Ruf genießt und bei den Deutschen am bekanntesten Ist. Amaro von Ramazzotti – wie viele Kräuter? Sage und schreibe 33 pflanzliche Zutaten werden für die Aromatisierung zurate gezogen, und sie stammen aus den verschiedensten Ländern. Verwendet werden u. a. Angelikawurzel, Chinarinde (bitteres Chinin), Kaiserwurz, Sternanis, Vanille, Rosenblüten und die Schalen sowohl von süßen als auch von bitteren Orangen. Zu den Extrakten mit den Aromastoffen gesellen sich die übrigen Zutaten gemeinsam mit Alkohol und Zucker.

Dann wird der Ramazzotti Amaro Kräuterbitter gefiltert und abgefüllt. Er entsteht auf dieselbe Art und Weise wie vor zwei Jahrhunderten und kommt einfach nie aus dem Trend. Zum stilechten Genuss empfehlen sich passende Ramazzotti Gläser.

Der dunkle Ramazzotti Amaro verführt mit seinen bitteren Kräuternoten und seiner aussagekräftigen Würze. Er kommt ohne Farbstoffe und künstliche Aromen aus und hat daher viel Lob verdient. Du wirst neben den Kräutern (wie beispielsweise Oregano) noch die fruchtige Frische der Orangen herausschmecken. Komplex und kaum süß, umgarnt der Vollbitter mit einem Alkoholgehalt von 30 % vol. die Sinne.

Der italienische Anisée: Ramazzotti Sambuca

Gewürze prägen diesen nicht zu herben Genuss, der zu Unrecht ein wenig im Schatten seines kultigen Bruders steht. Der klare Ramazzotti Sambuca begeistert vor allem mit Anisgeschmack. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn er gehört zur Kategorie Anisée (also Anislikör). Sternanis gemeinsam mit Anis verwendet. Frisch, würzig und eher trocken als süß, nimmt die Anisspirituose von sich ein. Es ist üblich, den Ramazzotti Sambuca zu flambieren und wie die Italiener mit drei Kaffeebohnen zu genießen. Die Spirituose wird pur getrunken, wobei man die Kaffeebohnen nebenher zerkaut. Nach dem Essen auf Eis mundet der Ramazzotti Sambuca Anisschnaps genauso gut.

Cocktail

Charismatischer Charmeur: Ramazzotti Aperitivo Rosato

Willst Du auf die charakteristischen Bitternoten und Kräuter nicht verzichten, aber dabei mehr verwöhnt werden? Dann solltest Du den Ramazzotti Rosato mischen oder pur auf Eis genießen, denn er gibt sich ein wenig gefälliger, fruchtiger und süßer als seine traditionsreichen Vorgänger. Der Ramazzotti Aperitivo Rosato mit seinem schönen Farbton von Rosarot bis Orange ist ein leckerer Aperitif mit Mittelmeer-Ausstrahlung. Ob für sich allein getrunken oder mit Prosecco oder Sekt und Basilikumblättern auf Eis serviert – der Ramazzotti Rosato macht gute Laune. Er bietet ein sommerliches Trinkerlebnis, das an Roséwein und Kräuterlikör denken lässt. Orangenblüten und Hibiskusblüten verleihen dem Rosato einen sinnlich blumigen Beiklang. Der Ramazzotti Aperitivo Rosato hielt 2014 Einzug und eroberte die Gastronomie im Sturm, da er super zu italienischen Gerichten passt.

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