Ratgeber:

Woran erkennt man einen hochwertigen Vodka?

Shot-Glaser mit Vodka auf Holztisch
© Artem Shadrin / Fotolia

Am Vodka scheiden sich die Geister. Die einen sehen darin eine mehr oder weniger geschmacklose Spirituose, die sich prima zum Mixen von Cocktails und Longdrinks eignet. Die anderen wissen, dass Vodkas sich von der ausgesprochen reinen Seite zeigen, aufgrund der Filterung von Fuselstoffen keinen negativen Nebeneffekt ausüben und durchaus auch für hohe Qualität – und vor allem für eine lange Tradition – stehen. Woran erkennst Du einen guten Vodka, der auf Wunsch sogar pur oder auf Eis genossen werden kann?

Merkmal 1:
Auf den Rohstoff kommt es an

In den meisten Fällen wird Vodka aus Getreide destilliert, aber es gibt einige Ausnahmen. Die Grundlage für die Maische bzw. Destillation beeinflusst sowohl die Güte als auch das Geschmacksprofil. Der folgende kurze überblick hilft dir weiter:

Vodka aus Weizen

Sowohl in Osteuropa als auch in Nordeuropa und in Mitteleuropa sowie in Westeuropa wird gern Getreidevodka aus Weizen hergestellt. Speziell der Winterweizen kommt gern zum Einsatz. Dieser Rohstoff sorgt für ein klassisches, unaufdringliches Geschmacksprofil mit leichten Kornnoten. Grey Goose Vodka aus Frankreich ist das bekannteste Beispiel hierfür.

Vodka aus Roggen

In vielen europäischen Ländern verlässt man sich bei Getreidevodka auf Roggen. Auf der einen Seite steuert er eine feine Würze bei (die z. B. beim American Whiskey den Rye vom Bourbon abhebt), und auf der anderen Seite liefert er häufig einen leicht süßlichen und milden Genuss. Als Alternative kommt – beispielsweise in Skandinavien – Gerste zum Tragen, wie man sie sonst vom Whisky kennt und wie sie weniger würzig wirkt.

Vodka aus Melasse

Die Melasse ist ein bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrohr anfallendes Beiprodukt und findet sich in fast allen Fällen bei der Destillation von Rum wieder. Daneben stößt man jedoch ebenso auf andere Spirituosen auf Melasse-Basis. Hieraus hergestellter Vodka entsteht oft – aber nicht immer – in der etwas lieblosen, industriellen Massenfertigung. Die Melasse ist ein billiger Rohstoff, der in großen Mengen zur Verfügung steht und ein vergleichsweise süßes Resultat bringt. Manche deutsche Vodkas und tschechische Vodkas werden hieraus gebrannt. Für einen anspruchsvollen, authentischen Genuss sollte man diese Rubrik eher meiden, obgleich es immer Ausnahmen der Regel gibt.

Vodka aus Kartoffeln

Auch Kartoffelvodka wie Chopin Potato Vodka hat eine lange Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert befindet er sich sogar auf dem Vormarsch, obwohl sich nicht viele dessen bewusst sind. Manche Kenner bewerten den Vodka aus Kartoffeln nicht ganz so hoch wie den Vodka aus Getreide, da sein Rohstoff ihn etwas süßlicher und schwerer erscheinen lässt. Polen ist gemeinsam mit der Ukraine ein Vorreiter von Kartoffelvodka und macht deutlich, dass auch auf diese Weise hochwertiger Genuss entstehen kann.

Vodka aus Weintrauben

Dies ist eine edle Rarität, die automatisch mit hohem Anspruch und ebenso hoher Qualität assoziiert wird. Ein aus Weintrauben destillierter Wodka genießt Seltenheitswert und offenbart faszinierend fruchtige bis florale Nuancen. 

Merkmal 2:
der Preis

Nicht bei allen Spirituosen bedeutet ein hoher Preis gleichzeitig eine hohe Qualität. Beim Vodka hingegen gibt das Preis-Leistungs-Verhältnis einen Aufschluss darüber, worauf Du dich einstellen kannst. Ein hochpreisiger Vodka basiert in der Regel auf einem hochwertigen Rohstoff und steht für eine aufwändige Herstellung mit Liebe zum Detail. Teurer Vodka mag sich sowohl von der neutralen, vielseitig einsetzbaren als auch von der geschmacksintensiven, interessant aromatischen Seite zeigen.

Merkmal 3:
die Herstellung

Es lohnt sich, auf die Details zu achten, wenn Du guten Vodka kaufen willst. Je mehr Mühe sich der Hersteller gibt, desto eher handelt es sich um ein Qualitätsprodukt voller Charakter. Eine mehrfache Destillation und mehrere Filtrationen durch Stoffe wie Holzkohle, Quarzsand oder sogar Diamanten entfernen unerwünschte Substanzen auf dem Destillat, sorgen für Reinheit und Weichheit und verleihen dem Genuss teilweise harmonische sowie milde Züge. Einige Brennereien spezialisieren sich auf ein besonderes Destillationsverfahren wie die Fraktionierung bei Absolut oder auf ein rares Material für das Filtern. Absolut Vodka ist übrigens dafür bekannt, keinerlei Zusatzstoffe zum Einsatz kommen zu lassen und sogar auf Zucker zu verzichten. Eine Ausnahme sind die vielen aromatisierten Geschmacksrichtungen an Flavoured Vodka, wobei sie ebenfalls ohne Chemie auskommen.

Merkmal 4:
die Reinheit

Je reiner ein Vodka ist, desto besser ist er und desto höher ist die Chance, dass er nicht nur als Mixzutat eine gute Figur macht. Beim Vodka werden Fachbegriffe verwendet, die Aufschluss über den Reinheitsgrad der Spirituose geben. Ob deutscher Wodka oder polnischer oder russischer Vodka, wenn der Zusatz "Lux" mit dabei ist, dann bedeutet das eine sehr hohe Reinheit. Ob das Wort auch für Luxus steht, das hängt von der Marke, der Flasche bzw. Verpackung und den übrigen Details ab. Standard und Extra sind nicht ganz so niveauvoll, und Alpha wie beim Alpha Nobel Premium Vodka ist sogar noch besser als der Vodka-Reinheitsgrad Lux.

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