Rum & Co
zu Besuch
bei Marzadro 20.-22. April

Marzadro wir kommen!

Freitag, den 20.04.18. Es ist 6:30 Uhr in der Früh. Wir starten in ein schönes Wochenende und zu einem der vielleicht besten Grappa-Hersteller der Welt.

Das Wochenende verspricht Temperaturen um 30 Grad Celsius mit viel Sonne – in Italien! Der Jet fliegt direkt bei klarem Himmel und weitem Blick in schönstes Wetter aus Hamburg los. Wir umkurven Frankfurt (am Main), hangeln uns am Bodensee entlang und düsen über die Alpen nach Verona in Italien.

Entlang den Klippenstraßen des Gardasees nach Rovereto in Trentino – mit einer ausgedehnten Pause an einem sehr idyllischen Fleckchen direkt am Wasser. Max erscheint am Morgen in unserem Hotel und bringt uns den Tag über die Geschichte Marzadros näher. Im Örtchen Brancolino beginnt die Erfolgsgeschichte des Grappa Marzadro. In der alten Destille vor Ort wohnt immer noch die Familie.

Marzadro

2005. Die neue Destillerie ist fertig. Der beeindruckende Bau integriert sich mit architektonischen Spielereien in die Landschaft. Etwa 100 Menschen arbeiten in diesem Unternehmen – etwas weniger als ein Drittel trägt den Nachnamen Marzadro. Im Mittelpunkt stehen die acht Kupfer-Kolonnen; aufgebaut in einem Kreis. Hier ist das Herz der Destillation, das fast ausschließlich in der Zeit von September bis Dezember brennt!

„Bestelle nicht irgendeinen Grappa – bestelle einen Marzadro“.

Dieses Credo versuchte der Gründer Attilio Marzadro in die Köpfe der Menschen zu setzen. Bis heute gilt im ganzen Betrieb das Streben nach außergewöhnlichen Bränden als höchstes Gut. Stefano Marzadro begrüßt uns höchstpersönlich und steht uns Rede und Antwort auf alle wirtschaftlichen Fragen. Sein Bruder Andrea, er ist hier der Destillateurmeister, ist verantwortlich für den Geschmack und die Qualität der Produkte selbst. Seine Schwester Anna kümmert sich um Marketing und Vertrieb inklusive Weingut.

Stefano Marzadro und Max
Stefano Marzadro und Max

Andrea Marzadro erklärt uns, wie frisch der Trester verarbeitet werden muss, um optimale Qualität liefern zu können. Mehr als 50 km Umkreis kommen praktisch nicht in Frage, da der Transportweg sonst zu lange dauert. An nur 100 ganz bestimmten Tagen im Jahr darf der Trester für Grappa, einer italienisch geschützten Herkunftsbezeichnung, verarbeitet werden. In dieser Zeit läuft alles auf Hochtouren! Roter Trester kann sofort bearbeitet werden – weißer muss noch in einem Zwischenschritt vorbereitet werden.

Eine der Kolonnensäulen fasst eine Menge von etwa 800 kg Trester und 200 Liter Most oder Wasser. In 4 Stunden wird in einem Wasserbadsystem diskontinuierlich gebrannt. Zum Staunen: Aus 100 kg Trester entstehen 4 Liter Grappa mit einem Alkoholgehalt von 80%. Das sind ca. 11,5 Flaschen blanken Grappas mit 40%. Innerhalb der 100 wichtigen Tage im Jahr laufen die Arbeiten 24 Stunden rund um die Uhr. Am Ende entsteht etwa eine halbe Million Liter Grappa. Das dreifache Volumen lagert bei Marzadro in den Hallen und ist fertig.

Offiziell dürfen sich im Grappa lediglich bis zu 2 Gramm Zucker auf den Liter befinden. In Trentino sind es sogar nur 1,5 Gramm. Marzadro unterbietet: Mit 0,9 Gramm Zucker auf einen Liter Grappa liegen sie im absolut natürlichen Bereich und diese Menge ist praktisch nicht wahrnehmbar. Für diese Qualität wird alles gegeben und in der Produktion darf kein Fehler geschehen; trotz der intensiven 100 Tage. Nur ein einziges Mal in der Geschichte von Marzadro musste eine Produktionscharge vernichtet werden.

In Italien legt man sehr viel wert auf die Zollbestimmungen. Und so sind etwa 1.400 Plomben im Lager von Marzadro befestigt, um die lagernden Fässer zu versiegeln. Aus einem der freigegebenen Fässer dürfen wir probieren! Stefano reicht uns einen Tropfen Grappa zur Verkostung und zusätzlich einen experimentellen Tropfen. Wir sind gespannt, was noch so aus den Kellern Marzadros zu uns gelangt. 12 verschiedene Grappas. Vom Blanken bis hin zum Langgereiften. Mussten wir probieren! Nach einem ausgiebigen Mahl wagten wir diesen Schritt und erlebten Marzadros Klasse am eigenen Gaumen. Fein und elegant. Schwer und gewichtig. Intensiv und leicht. Eine Vielzahl an Eindrücken. Unabhängig davon, welcher der Grappas im Einzelfall als der Sieger erschien – sie alle sind von hervorragender Qualität.

Mille Grazie an Marzadro, euer Sebastian.

Und denk daran: „Bestelle nicht irgendeinen Grappa – bestelle einen Marzadro!

 

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