Rum & Co:

Zu Besuch bei Monkey 47

06:58 Uhr

Freitag. Arbeitsbeginn! Mit einem Fuß aus dem Bett und da schießt es mir durch den Kopf: Heute geht es nicht ins Büro, sondern in den Schwarzwald zu Monkey! Genauer: Zu Monkey 47. Ich besuche die Destille und mache eine Affentour.

08:36 Uhr

Am Flughafen Hamburg angekommen. Das Wetter immer noch typisch norddeutsch! Regen, Sonne und Wind! Gleich beginnt das Boarding zu meinem Flug nach Stuttgart.

10:12 Uhr

Je dichter wir uns Stuttgart nähern, desto besser wird das Wetter! Da kommt gute Laune auf und ich grinse mit der Sonne um die Wette. Der Kapitän hat den Sinkflug auf Stuttgart eingeleitet. In wenigen Minuten geht es dann mit dem Taxi zu Monkey. Bin gespannt, was mich heute erwartet! Natürlich will ich vor allem eins: Die unglaublich spektakuläre Destille bestaunen!

12:45 Uhr

Vom Flughafen Stuttgart geht es nun also bei bestem Wetter nach Loßburg. Der Gin-Riese sitzt in einem ländlichen, beschaulichen Ort auf den 24 Höfen in Loßburg. Ich bin spät dran, dank eines Staus. Auf dem Hof werde ich direkt im Monkey Showroom empfangen. Es gibt, wer hätte das gedacht, Gin&Tonic (Monkey mit Thomas Henry aus dem Monkeybecher). Dazu Schwarzbrot und Schwarzwälder Schinken. Cheers, man ist das lecker. Beim gehetzten Essen und plaudern, bestaune ich die komplette Kollektion aller bisherigen Distillers Cuts!

13:02 Uhr

Domenico Termine kümmert sich um mich. Er ist quasi der „Markenbotschafter“ für den Monkey Gin und schon ganz lange fester Bestandteil des Teams um den Affen. Er gibt mir einen kurzen Abriss über den heutigen Ablauf!

13:17 Uhr

Trotz der kleinen Brotzeit erst einmal zünftiges Essen. Schließlich war ich zu spät. Leckere Maultaschen, dazu Brez´n und Kartoffelsalat. Natürlich wieder in Begleitung eines Gin & Tonics! Zurücklehnen und genießen!

14:42 Uhr

Wer und was ist Monkey? Domenico führt alle Besucher in die Thematik des Affentheaters ein. Er berichtet zu Beginn über die beiden Gründer Keller & Stein!

Christoph Keller war ursprünglich Verleger und Buchgestalter. Ihn zieht es in ein entspannteres Leben und er erwirbt einen wunderschönen Resthof. Plötzlich steht er vor der Wahl Brennrechte zu nutzen oder aufzugeben. Brennrechte, die er gemeinsam mit dem Hof erwarb. Christoph, inzwischen ein begnadeter Brennkünstler, nahm die Herausforderung an!

 

Alexander Stein ist der zweite Teil von Monkey. Auch hier der Ausstieg aus dem Alltag und der Suche nach etwas Besonderem. Alexander stieß auf ein Rezept für diesen außergewöhnlichen Gin, der später Monkey 47 hieß!

Auf der Suche nach einem Brenner mit Leidenschaft und Visionen wurde er in Christoph Keller fündig. Es war Gin auf den ersten Blick! Mit Erscheinen des Affen starteten sie einen weltweiten Gin Hype, der bis heute anhält!

Der Perfektionist Stein wirkte von Anbeginn darauf hin, das Rezept exakt einzuhalten. Inklusive Schneiden und Bearbeiten der Früchte und Botanicals, das ist bis heute so geblieben, per Hand!

 

15:16 Uhr

Der Monkey 47 besteht aus sagenhaften 47 verschiedenen Botanicals. Die Liste der Botanicals zu lesen ist das Eine. Sie vor Ort live zu erleben, riechen und schmecken eine ganz andere Sache. Das Mahlen mit dem eigenen Mahlwerk, das Vermengen und die Abstimmung hielt mich gebannt fest.

Die Liste der Botanicals kann um insgesamt sechs Pfefferorten ergänzt werden. Damit dürfte die Gesamtheit der Liste endlich hergestellt sein!

Rohalkohol und Preiselbeeren bilden die Basis des gesamten Mazerats. Ich darf am Produktionsprozess teilnehmen und es bereitet mir riesig viel Vergnügen, das ein oder andere Botanicals hinzuzufügen, um das Mazerat zu vervollständigen!

Monkey 47

Neben dem Mazerat arbeitet Monkey mit so genannten Geistkörben. Diese Körbe hängen in der Destille, enthalten frische Botanicals und werden vom heißen Alkoholdampf durchzogen, um den Geschmack direkt während des Herstellungsprozesses zu extrahieren.

Das Heiligtum von Monkey. Die Destille. 4 Kolonnen sind zu einer großen Einheit verbunden. Jede der Kolonnen hat einen Affennamen! So trägt die 2. Säule den Namen King Louie aus dem Dschungelbuch und die 4. Säule heißt Herr Nilsson aus Pipi Langstrumpf. Schräges Affenhaus!

16:05 Uhr

Die Destillation beginnt und dauert etwa 80 Minuten an. Der Mittellauf bildet natürlich das Herz des Monkeys und kommt im Anschluss noch in Tongefäße, um dort drei Monate zu lagern. Nach dieser Zeit haben sich die Aromatiken gesetzt und vermengt und der Gin kann, mit verminderter Alkohlstärke, in die Flaschen gefüllt werden.

Alexander Stein fand die Flaschen übrigens auf einem Flohmarkt und ließ sie nach diesen Mustern herstellen.

17:48 Uhr

Der Tag verging viel zu schnell. Den Abend verbrachte ich in einem wunderschönen Waldhotel in der Nähe. Natürlich mit Monkey 47, leckerem Essen und einem schönen Ambiente. Es ist und bleibt ein unvergessliches Erlebnis und macht aus dem Affenzirkus etwas Greifbares.

Affige Grüße,

Sebastian Stöhr

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