Hast du schon von Omas Rumtopf genascht? Eis oder Dessert mit Rumtopf Früchten probiert? Das schmeckt sowas von lecker und ist dabei kinderleicht selbst zu machen!
Im Grunde besteht dein Rumtopf Rezept aus Früchten, einer großen Menge Zucker und einem hochprozentigen Rum. Falls du einen Rumtopf ansetzen möchtest, dann findest du mit unserem Rezept eine zügige Alternative; ein schneller Rumtopf eben! Du brauchst dir keinen fertigen Rumtopf kaufen - selbst ist der Mann bzw. Frau!
Der Rumtopf hat eine lange Tradition und stammt ursprünglich aus der deutschen und österreichischen Küche. In früheren Zeiten wurde der Rumtopf oft zur Konservierung von Früchten für die Wintermonate genutzt. Die Früchte wurden im Sommer und Herbst geerntet, in Rum eingelegt und auf diese Weise haltbar gemacht. Dadurch konnten auch in den kalten Wintermonaten frische Früchte genossen werden, die dank des Rums eine besondere, aromatische Note bekamen. Heutzutage wird der Rumtopf vor allem wegen seines einzigartigen Geschmacks und als besonderes Highlight für festliche Anlässe geschätzt.
Einen Rumtopf: aus Keramik oder Steingut (mit einem Fassungsvermögen von 7+ Litern)
Verschiedene Früchte der Saison: (Start im Juni, alle 4 Wochen bis Oktober ca. 500 Gramm)
Braunen Rum (54%+): je Fruchtsorte ca. 0,5l
Zucker (Kristall oder brauner): 500g für die ersten beiden Fruchtsorten, danach je 250g
Juni: Erdbeeren oder Himbeeren, 700 ml Rum, 500 g Zucker
Juli: Kirschen oder Brombeeren, 500 ml Rum, 250 g Zucker
August: Birnen oder Aprikosen, 500 ml Rum, 250 g Zucker
September: Pflaumen oder Weintrauben, 500 ml Rum, 250 g Zucker
Oktober: Holunder oder Zwetschgen, 500 ml Rum, 250 g Zucker
November: Äpfel oder Quitten, 500 ml Rum, 250 g Zucker
Dezember: 350 ml Rum
*Die Angaben der Rum-Menge kann schwanken.
Ananas: geschält, ohne Kerne und in mundgerechten Stückchen
Äpfel: geschält in Stückchen ohne Kerne und Gehäuse
Aprikosen: abgezogen, entsteint und geviertelt
Birnen: geschält in Stückchen und ohne Kerngehäuse
Blaubeeren: neigen zum Zerfall
Brombeeren: werden hart
Erdbeeren, Himbeeren, Holunderbeeren
Johannisbeeren: gibt eine saure Note in den Rumtopf
Kirschen, Mirabellen: entsteint und halbiert
Pflaumen: entsteint und halbiert
Quitten: ohne Stein – halbiert
Stachelbeeren: saure Noten für den Rumtopf
Wassermelonen: nur das Fleisch ohne Kerne in mundgerechten Stückchen
Weintrauben: halbiert – ohne Kerne
Zwetschgen: entsteint und in Hälften
Gib die ersten Früchte (Erdbeeren sind wirklich eine gute Wahl) mit 500 Gramm Zucker in eine Schüssel und vermische sie gut. Lass sie 1-2 Stunden ziehen.
Tipp: Vorsichtig beim Vermengen, damit die Früchte nicht zu Matsch verarbeitet werden.
Fülle die Früchte (inklusive Zucker) in den Topf und gib so viel Rum darüber, dass die Früchte komplett unter der Oberfläche verschwinden und noch eine Daumendicke Platz bleibt.
Tipp: Die Früchte dürfen nicht an die Oberfläche kommen, sonst werden sie schlecht. Lege einen passenden Teller oben auf, damit alle Früchte nach unten gedrückt werden.
Verschließe den Topf gut. Nutze Folie und verschließe ihn luftdicht. Lagere ihn kühl und trocken.
Tipp: Schaue hin und wieder in den Topf. Es könnte sein, dass der Rum-Pegel sinkt. Gieße Rum nach, wenn du das feststellst.
Mit weiteren Früchten der Saison genau so vorgehen. Ab der zweiten Fruchtlage gibst du weniger Zucker zu; lediglich 250 Gramm pro Obstsorte. Es ist auch weniger Rum nötig – pass die Menge individuell an.
Tipp: Die Rum-Menge kann durch Verdunstung und Einziehen in die Früchte variieren, deshalb keine Panik!
Ungefähr 3 Wochen nach der letzten Fruchtzugabe, gieß noch einmal eine halbe Flasche Rum nach.
Tipp: Oder eine entsprechende Menge; halte dich an den Plan des daumendicken Abstandes des Obsts zur Oberfläche!
Warte noch eine Woche und der Rumtopf ist fertig! Viel Vergnügen beim Genießen deines eigenen Rumtopfs!
Tipp: Wenn du Anfang Juni startest, dann ist dein Rumtopf-Rezept kurz vor Dezember superlecker fertig!
Verwende nur einwandfreies und reifes Obst!
Wasche die Früchte stets ordentlich sauber und trockne sie komplett – Sauberkeit ist das A und O beim Rumtopf!
Niemals den Rumtopf umrühren – er wird sonst matschig.
Verwende nicht weniger als 250 g Zucker je Fruchtsorte!
Ob auf Vanille-Eis, Streuselkuchen oder mit Sekt aufgegossen – dein selbst gemachter Rumtopf ist immer lecker!
Lagerung: Bewahre den Rumtopf an einem kühlen, dunklen Ort auf. Der Keller oder ein kühler Vorratsschrank sind ideal.
Haltbarkeit: Ein gut verschlossener Rumtopf kann mehrere Jahre halten. Achte darauf, dass die Früchte stets vollständig mit Rum bedeckt sind, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Sobald dein Rumtopf fertig ist, kannst du ihn auf verschiedene Weise genießen:
Als Dessert: Serviere die Früchte mit Vanilleeis oder Pudding. Der Rumtopf verleiht dem Dessert eine herrliche, fruchtige Note.
In Backwaren: Verwende die Früchte als Füllung für Kuchen oder Torten. Sie sorgen für einen intensiven Geschmack und eine saftige Textur.
Als Getränk: Gieße den Rumtopf mit Sekt oder Prosecco auf und genieße einen spritzigen Cocktail. Perfekt für festliche Anlässe!
Als Geschenk: Ein selbstgemachter Rumtopf ist auch ein tolles Geschenk. Fülle die fertigen Rumtopf-Früchte und den Rum in dekorative Gläser und verschenke sie zu Weihnachten oder anderen besonderen Anlässen. Ein persönliches und schmackhaftes Präsent, das garantiert gut ankommt.
Die Wahl des richtigen Rums ist entscheidend für den Geschmack deines Rumtopfs. Ein Rum mit hohem Alkoholgehalt (54%+) konserviert die Früchte optimal und verleiht ihnen ein intensives Aroma. Hier sind einige unserer Empfehlungen aus unserem Onlineshop:
STROH 80 Original 80%: Ein kräftiger Rum, der deinem Rumtopf eine besondere Note verleiht.
Worthy Park 109 Single Estate Jamaica Rum 54,5% 1l: Ideal für eine exotische Geschmacksrichtung.
Plantation Rum Overproof O.F.T.D. 69%: Ein komplexer Rum, der deinem Rumtopf Tiefe und Fülle gibt.
Harpoon Jamaica Rum Overproof 73% 1,0l: Dieser vielseitige Rum eignet sich wunderbar zum Anlegen eines Rumtopfes.