Schöner trinken

Was braucht eigentlich eine heimische Bar?

In den Fünfzigern und Sechzigern hatte fast jeder Haushalt auch eine kleine Hausbar. Nach vorübergehender Vergessenheit erlebt das Mixen von Cocktails in den eigenen vier Wänden jetzt wieder einen Aufschwung: Immer mehr Menschen wünschen sich eine kleine Bar in der Küche oder im Wohnzimmer. Mit den richtigen Vorüberlegungen kann das zum Glück ganz einfach realisiert werden.

Wie groß sollte eine Hausbar sein?

Die Größe einer Bar hängt vor allem vom verfügbaren Platz ab. Einige Möbel sind jedoch Must-Haves: Es muss eine Theke geben, passende Barhocker und einen Aufbewahrungsort für Getränke, Gläser und Zubehör. Das Design muss harmonieren, das bedeutet, sie sollten ähnliche Farbtöne aufweisen und einem Stilkonzept folgen.

Wie viel die Bar aber sonst noch umfasst, hängt fast ausschließlich von den persönlichen Präferenzen und der Wohnungsgröße ab. Wer es dezent mag oder nicht so viel Platz hat, der beschränkt sich wohl besser auf einen flexiblen Servierwagen oder ein fest verbautes Regal. Steht jedoch mehr Platz zur Verfügung, darf die Bar ruhig ausgebaut werden. Dann können auch eine Zapfanlage oder eine eigene Eismaschine mit Wassertank zum Inventar gehören.

Tipp: Wichtige Möbel können angehende Barbesitzer sich sogar selbst aus bestehenden Einrichtungsstücken bauen. So kann ein altes Regal zum Barschrank umfunktioniert werden, indem Lichteffekte oder Spiegelgläser eingesetzt werden und ein eigenes Ordnungssystem mit Zwischenböden und herausziehbaren Kisten erarbeitet wird.

Die wichtigste Frage: Wo soll die Hausbar stehen?
Aktuell sind offene Küchen mit direktem Blick ins Wohnzimmer sehr beliebt. In Wohnungen, in denen eine solche Küche bereits besteht, kann der Tresen dann auch gleich als Bartheke fungieren. Er muss dafür nur ein Stück erhöht werden, damit er zu den Barhockern passt.

Ansonsten kann die Bar auch an einer Wand aufgebaut werden. Hierfür bieten sich Hängeregale oder ein Barschrank an, die über einem hohen Tisch aufgebaut werden. Ergänzt wird die Ecke zum Beispiel durch Spiegel, Lampen oder auch kleine Pflanzen. Wichtig ist in jedem Falle die Anpassung der Bar an die bereits bestehende Einrichtung der Wohnung, damit sie keinen Stilbruch darstellt.

Anstoßen

Soll sich die Bar in einem großen Wohnzimmer befinden, kann sie auch als Relax-Ecke mit gemütlichen Loungemöbeln, Pflanzen und vielleicht sogar Gemälden oder einem Fernseher eingerichtet werden. Als Raumtrenner bieten sich zum Beispiel ein schmales Bücherregal oder ein Paravent an.

So findet sich das richtige Konzept für eine Bar
Wenn es um das farbliche Konzept geht, setzen viele Menschen gern auf Holztöne. Dabei ist eigentlich alles erlaubt - wichtig ist nur, dass entweder alle Möbel aus dunklem oder alle Möbel aus hellem Holz bestehen sollten. Soll es etwas Ausgefalleneres sein als reines Holz und Aluminium, bieten sich unterschiedliche Stile an.

- Barmöbel in antiker Aufmachung wirken opulent, vornehm und teuer. Ergänzt wird die elegante Atmosphäre am besten durch verzierte Gläser und interessante Kerzen.
- Das genaue Gegenteil stellt der kreative Stil dar, bei dem aus alten Gegenständen Möbel hergestellt werden. Durch das Upcycling von Weinkisten zu Tischen oder Fahrrädern zu Sitzen entsteht ein originelles, junges und lebhaftes Gefühl.
- Nach wie vor beliebt ist auch der Vintage-Style mit leicht abgenutzten Möbeln, die aussehen, als seien sie bereits mehrere Jahrzehnte in Benutzung. Am besten passt dieser Stil zu Menschen, die ohnehin eine Vorliebe für vergangene Dekaden hegen.

Wie kann ich meinen Barschrank stilvoll herrichten?

All die Spirituosen, die in eine Bar gehören, müssen natürlich auch irgendwo stehen. In einer eher dezent eingerichteten Wohnung eignen sich dafür auch gewöhnliche Sideboards, die meisten Menschen setzen aber immer noch auf den klassischen Barschrank. Er muss jedoch nicht mehr so massiv und gewaltig sein wie früher - heute darf es auch gerne ein etwas zurückhaltendes, elegantes Design sein.

Damit sich der Blick der Gäste auf den Barschrank lenkt, wird dieser gern mit Lichteffekten versehen. Kleine Lichterketten oder farbige LED-Stripes schaffen eine gemütliche Atmosphäre und sind auch nicht so hell, dass sie jemanden blenden könnten. Auch interessant sind Lichtelemente in geometrischen Formen oder Leuchtbuchstaben. Wie wäre es zum Beispiel mit den Initialen des Barbesitzers?

Neben Barschränken sind mittlerweile auch Servierwagen wieder in Mode gekommen. Sie wirken vornehm und bringen gleichzeitig die nötige Flexibilität mit, die vor allem in kleinen Wohnungen dringend gebraucht wird. Wird der Wagen gerade nicht gebraucht, kann er einfach in die Ecke gestellt werden, und wenn auf der Stellfläche noch Platz übrig ist, kann er neben Alkohol auch eine Zimmerpflanze oder ein Foto beherbergen.

Barmöbel: Welche soll ich kaufen?
Jede Bar braucht selbstverständlich einen Tresen. Bei der Tischplatte sollte sich dabei an der Einrichtung des restlichen Raumes orientiert werden, damit die Bar nicht völlig aus dem Konzept gerissen wirkt. Besonders beliebte Materialien sind jedoch Schiefer, Marmor und interessant gemaserte Naturhölzer wie zum Beispiel Nussbaum oder Kirsche.

Der Tresen muss perfekt an die Höhe der Stühle angepasst sein. Welche Stühle gekauft werden, obliegt hingegen völlig dem persönlichen Geschmack: es gibt sie mit oder ohne Lehne, aus massivem Holz oder Metall, mit Polsterung oder ohne. Immer beliebter werden auch Loungemöbel, die der Bar ein junges, entspanntes Flair verleihen.

Cocktail

Die Grundausstattung der eigenen Hausbar
Viele Menschen, die sich eine Hausbar einrichten wollen, kaufen deutlich mehr Equipment, als sie eigentlich benötigen. Am Anfang reichen schon wenige Tools, von denen einige vielleicht sogar schon im Hausgebrauch sind. Dazu zählen zum Beispiel ein Sparschäler, ein Stößel und eine Zitruspresse. Die Presse ist wichtig für frische Obstsäfte, während der Stößel hilft, Kräuter zu zerdrücken, die dem Cocktail interessante zusätzliche Aromen verleihen.

Auf jeden Fall gekauft werden muss allerdings ein Cocktailshaker-Set. Dieses muss nicht teuer sein, im Internet beginnen die Preise bereits bei angenehmen fünfzehn Euro. Ein gutes Set beinhaltet unter anderem:
- einen Cocktailshaker,
- einen Messbecher,
- ein Rührglas und einen Barlöffel
- sowie einen Strainer, also ein Barsieb.

Sind alle Werkzeuge vorhanden, um ein Getränk zu mixen, muss dieser aber natürlich noch abgefüllt werden. Hier kommen die Gläser ins Spiel, von denen es mittlerweile Abertausende gibt - fast jeder Drink scheint ein einziges Glas zu haben. Die gute Nachricht ist, dass Barbesitzer sich auch hier etwas einschränken können. Wirklich wichtig sind zumindest am Anfang eigentlich nur Tumbler, Cocktailschalen und gute Weingläser.

Von Alkohol bis Obst: Welche Zutaten sind notwendig?
Am wichtigsten für die Hausbar sind natürlich die Spirituosen. Dabei gilt jedoch Qualität vor Quantität. Wer noch keine festen Rezeptideen im Kopf hat, für den reichen einige Basics, die sich immer im Inventar befinden sollten. Dazu zählen: Gin, Rum, Whiskey, Wodka und Tequila.

Zum Mixen von Cocktails werden weiterhin sogenannte Filler benötigt. Dabei handelt es sich um meistens kohlensäurehaltige Getränke, mit denen der Drink aufgefüllt wird. Als kleiner Vorrat im Bar- oder Kühlschrank reichen hierbei Soda und Tonic Water, aber auch Fruchtsäfte, Bier und Sekt sind gern gesehen.

In einigen Cocktailrezepten findet sich außerdem Zuckersirup, auch Simple Syrup genannt. Dieser kann im Supermarkt erworben oder selbst hergestellt werden. Dazu müssen nur Wasser und Zucker zu gleichen Teilen vermischt und auf etwa zwei Drittel eingekocht werden.

Ein richtig guter Cocktail fordert zudem Obst, Gemüse und Kräuter. Als zusätzliche Aromen sind zum Beispiel Minze und Basilikum Must-Haves, während Zitronen, Limetten oder Orangen als Dekoration am Glasrand viel hermachen.

Und zuletzt funktioniert eine Bar natürlich nicht ohne Eis. Für den Anfang ist es ausreichend, abgekochtes Wasser in einer Eiswürfelform einzufrieren und dann portionsweise im Tiefkühler einzulagern. Das Wasser sollte beim Einfrieren noch heiß sein, damit die Würfel ihre klare Farbe behalten. Immerhin steht und fällt die Qualität eines Drinks mit der Qualität des Eises - hier darf also ruhig etwas Zeit investiert werden.

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