Single Malt
Whisky: Wissenswertes zu dem
globalen Hit

Whisky ist nicht gleich Whisky. Es gibt viele Faktoren, die sich auf den feinen Genuss auswirken. Dazu gehören die Details der Herstellung, vom Rohstoff über die Methode bis hin zur Lagerung. So unterscheidet sich der allseits bekannte und beliebte Single Malt von regulärem Blended Whisky. Was ist sein Erfolgsgeheimnis?

5 interessante Fakten zum Single-Malt-Whisky

Single Malt wird seinem Namen in zweierlei Hinsicht gerecht: Das englische Wort "single" bedeutet "einzeln". Zum einen bezieht es sich darauf, dass die Spirituose von einer einzigen Brennerei stammt, statt dass Destillate mehrerer Hersteller zu einem Verschnitt zusammenfinden. Zum anderen kommt auch nur eine Getreidesorte als Rohstoff zum Einsatz, und zwar gemälzte Gerste. Das wiederum wird auch von dem Begriff "malt" aufgegriffen, der sich mit "Malz" übersetzen lässt. Zwar ist es auch möglich, aus anderen Getreidesorten Whisky herzustellen, aber in jenem Fall wird das Prädikat Single Malt nicht verwendet.

Destillerien verwenden den Titel Single Malt Whisky nicht nur, um ihre Spirituose von den üblichen Blends abzuheben und auf die Herstellung zu verweisen. Vielmehr wird der Ausdruck auch als eine Art Qualitätssiegel angesehen und soll hohe Erwartungen wecken. In der Regel wird Single Malt als hochwertiger und anspruchsvoller angesehen als Blended Whiskey, wobei dies nicht bedeutet, Blends seien "minderwertig". Dabei sollte nicht vergessen werden, dass bei all der Berühmtheit die Single Malts nur etwa 10% der schottischen Gesamtproduktion an Whisky ausmachen! Das Besondere am Single Malt ist, dass er sich im Gegensatz zu Blends nicht immer wieder auf dieselbe Weise erzeugen lässt. Es gibt also spannende Unterschiede in Aroma und Geschmack, je nach Charge und Abfüllung. Dieser individuelle Charakter ist einer der wichtigsten Gründe für die Popularität von Single Malt Whiskys. Er ist des Weiteren der Anlass dazu, den edlen Tropfen pur oder mit ein wenig Wasser bei Raumtemperatur zu genießen, statt auf Eis oder in Cocktails.

Ein Single-Malt-Whisky lagert in der Regel länger als die Konkurrenz. Mehrere Jahre oder Jahrzehnte sind üblich. Jünger als zehn Jahre sind kaum offizielle Abfüllungen, was z. B. ein Unterschied zu Blends ohne Age Statement oder zu Bourbon Whiskey ist. In den meisten Fällen wird ein Single Malt Whisky aus Schottland oder einem anderen Land daher mit der Altersangabe im Produkttitel auf den Markt gebracht. Handelt es sich um einen Vintage Whisky aus einem Jahrgang, wird stattdessen eine Jahreszahl angegeben. Teilweise wird die Spirituose mehrfach in verschiedenen Fassarten gelagert.

Whisky

Schottischer Whisky ist der Inbegriff schlechthin für Single Malt. Erste Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt dieser ursprüngliche schottische Whisky Konkurrenz durch die ersten Blends, bei denen mehrere Destillate aus gemälzter und ungemälzter Gerste - womöglich von unterschiedlichen Herstellern - miteinander vermischt wurden. Hunderte von Brennereien in allen Regionen des Landes haben sich auf die Produktkategorie spezialisiert, sodass der Single Malt Scotch Whisky eine Vorbildfunktion übernimmt. Damit vergleichbar ist der rare Single Pot Still Irish Whiskey aus Irland. Ebenso widmen sich manche Produzenten in anderen Ländern wie Deutschland oder Japan der Herstellung von Single Malt.

Single Malt ist nicht automatisch dasselbe wie Single Cask Whisky. Im ersteren Fall darf durchaus der Inhalt mehrere Fässer derselben Destillerie zueinander finden. Reiften diese Destillat unterschiedlich lang, dann bezieht sich die Altersangabe bei Single Malt Whisky auf die am kürzesten gelagerten Komponenten. Ein Single Cask Whisky hingegen verkörpert immer nur den Inhalt eines einzigen Fasses und somit ein limitiertes Unikat.

Zeig diesen Beitrag deinen Freunden
Beitrag bewerten
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 2 Bewertung(en)
Loading...
Deal der Woche
Jules Verne Rum Gold 43% 0,7l

Jules Verne Rum Gold 43% 0,7l

statt 38,90 €28,90 €

Grundpreis: 41,29 € pro 1 l zzgl. Versand | inkl. MwSt.

Informationen zur Lebensmittel-Kennzeichnung