©Fredi Marcarini
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Unverfälschte jamaikanische Geschmackserlebnisse:Hampden Estate ist der Wallfahrtsort der Rum-Welt

Verlässt man den Highway an Jamaikas Nordküste in Richtung Wakefield trifft man zugegebenermaßen auf herausfordernde Straßenverhältnisse, aber vor allem auf das echte Jamaika. Authentisch und ländlich ist die Gegend, umgeben von fruchtbaren Feldern, im Süden eingerahmt von Cockpit County – einem unberührten tropischen Naturparadies, in dem sich die letzten noch lebenden jamaikanischen Krokodile eingerichtet haben. Unter Rum-Kennern ist die Region bestens bekannt: Trelawny, in der Rum-Welt das Äquivalent zur Whisky-Insel Islay. Hier, im Nordwesten der Karibikinsel, sind der Anbau von Zuckerrohr und die Herstellung von Zucker sowie Rum schon seit der Übernahme durch die Briten im Jahr 1655 zu Hause. Zahlreiche Destillerien sind in der Folge entstanden – darunter um 1753 auch Hampden Estate. Die Brennerei mit ihrem prächtigen Haupthaus liegt hinter von Bambus gesäumten Straßen und einer Alle von Königspalmen. Als eine der ältesten aktiven Destillerien der Welt produziert Hampden Estate schon seit dem 18. Jahrhundert durchgängig Rum. Neben Long Pond ist sie heute eine von lediglich zwei verbliebenen Trelawny-Brennereien – und verantwortlich für den Rum-Stil, der die Region weltweit berühmt machte. Der Erfolg von Hampden liegt in einer einzigartigen Produktionsmethode begründet, die höchst aromatische Rums mit hohem Wiedererkennungswert hervorbringt.

Hampden fass

Ein hoher Estergehalt von bis zu 1600 Milligramm pro Liter ist charakteristisch für jamaikanischen Rum und so ist Hampden nicht die einzige Destillerie, die verschiedene „Marks“, also Destillate mit unterschiedlicher Ester-Konzentration herstellt. Was Hampdens von ihnen im Wesentlichen abhebt? Wilde Fermentation. Insgesamt ruht Hampden Rum auf fünf Säulen. Der Fermentationsprozess durch wilde Hefen hat dabei aber wohl den stärksten Einfluss auf die herrliche Aromatik der Zuckerrohr-Brände. Auf acht bis 15 Tage erstreckt sich die Interaktion mit den Mikroorganismen, die in der Luft leben und sich munter vermehren. High Ester Rum herstellen – das ist herausfordernd und basiert auf Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde. Worauf baut Hampden außerdem seinen Erfolg? Eine hauseigene Quelle ca. vier Kilometer südlich der Brennereianlage versorgt Hampden mit frischem Wasser. Bereits 1760 bauten die Jamaikaner dafür einen eigenen Kanal. Dass die Wasserqualität das Rum-Bouquet entscheidend beeinflussen kann, lernte Hampden nach Tests mit Leitungswasser – und blieb daher beim Wasser aus der Quelle. Nicht so sehr Alleinstellungsmerkmal wie eigenes Quellwasser, aber dennoch eine Besonderheit in der Rum-Welt: Hampden Rums werden ausschließlich diskontinuierlich in aktuell vier Pot Stills gebrannt. Nur rund 20 auf Rum ausgelegte Destillerien weltweit geben den Kesseln den Vorzug vor den üblicheren Column Stills. Das Ergebnis ist ein deutlich charakterstärkeres Geschmacksprofil der beiden Abfüllungen „Hampden Estate“ und „Hampden Estate Overproof “.

Hampden_Pot_Still

Die kamen erst spät, nämlich ab 2018 auf den Markt. Für jamaikanischen Rum galt lange Zeit: Produktion in der Karibik, Fassreifung und Wertschöpfung bei Besitzern und Importeuren in Europa. Auch bei Hampden begann man erst nach einem Besitzerwechsel im Jahr 2009, den eigenen Rum in Fässern reifen zu lassen. Für den Reifeprozess kommen 190 Liter fassende Ex-Bourbon Casks zum Einsatz. Mindestens acht Jahre lang ruhen die Destillate in ihnen unter tropischen Bedingungen – was ca. 25 Jahren bei kontinentalem Klima entspricht. Für seinen unverfälschten jamaikanischen Rum verzichtet Hampden zudem völlig auf künstliche Zusätze oder Zuckerung.

Den Qualitätsnachweis liefern die Etiketten der Hampden Rums: Alle fünf Säulen und die Geschichte der dunklen Spirituosen sind hier neben Jamaika-Krokodilen dekorativ verewigt. Neben dem „Hampden Estate Overproof “, der mit seinen 60 % vol. einen entsprechend intensiven, auffallenden Charakter hat, zählt der 46%ige „Hampden Estate“ zum Portfolio der Brennerei.

Der Pure Single Jamaican Rum reifte acht Jahre lang im Eichenfass und besitzt – typisch jamaikanisch – große aromatische Tiefe. Elegant fruchtig und zugleich dezent rauchig, unglaublich weich und zugleich trocken: „Hampden Estate“ ist mit seinen Aromen von karamellisiertem Apfel, tropischen Früchten und Holznoten ein genießerischer Sommer-Rum, der eine faszinierende Spannung am Gaumen erzeugt. Der karibische Rum schmeckt „neat“ in einem Old Fashioned Glas ebenso wie etwa in diesen Cocktails:

Hampden Sour:

40 ml Hampden Estate 46 %
25 ml Zitronensaft
15 ml Zuckersirup
5 ml Wasser

 

Hampden & Pineapple:

40 ml Hampden Estate 46 %
60 ml Ananassaft
Limettensaft und Zuckersirup zum Abschmecken

Hampden
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