Wissenswert:

Was ist Portwein?

Neben dem Wein sind die Weinbrände beliebt – und dann darf man auf keinen Fall den aufgespriteten Wein bzw. den Likörwein / Süßwein vergessen. Neben dem Sherry aus Spanien ist der Portwein aus Portugal international beliebt. Wir haben hier für dich Wissenswertes zusammengetragen, damit Du gut informiert Portwein kaufen kannst.

Portwein – was ist das?

Portwein: woher kommt der portugiesische Süßwein? Der Name ist ein bisschen irreführend. Benannt ist der Port nach der Hafenstadt Porto. Diese war (und ist) ein wichtiges Handelszentrum und diente dem Transport sowie Vertrieb von Portwein. Die eigentliche Herstellung findet jedoch im Douro-Tal statt, denn diese Region entlang des Flusslaufes des Douro ist eine bekannte Weinbauregion mit vorteilhaften Bedingungen und rund 250.000 Hektar Rebfläche. Da es sich bei Portwein um eine geschützte Herkunftsbezeichnung handelt, muss der aromatische, komplexe Süßwein in Portugal hergestellt werden.

Das Portweininstitut überwacht die Produktion, und die Weinkellereien müssen bestimmte Richtlinien erfüllen. Die Weintrauben stammen aus drei Gebieten im Douro-Tal, in dem mehr als 80 Rebsorten angebaut werden. Im Gegensatz zu anderen regionaltypischen Spirituosen oder z. B. zum Champagner darf man aus den verschiedensten Rebsorten Portwein herstellen. Ist der Portwein weiß, kann er u. a. aus Malvasia Fina, Rabigato oder Codega gekeltert werden. Ist hingegen der Portwein rot – wie in den meisten Fällen – dann wurden Rebsorten wie Touriga Francesca, Tinta Barroca, Tinta Roriz, Touriga Nacional und Tinta Amarela verwendet.

Was ist Portwein Vintage?

Es ist bei der Produktion von Portwein üblich, die handverlesenen Weintrauben zu pressen und den Most zum Gären zu bringen. Dann steht eine Fortifizierung an, denn es handelt sich hier um aufgespriteten Wein (wie Sherry). Hochprozentiger Alkohol wird der gärenden Flüssigkeit beigefügt. Das Aufspriten ist ein wichtiger Produktionsschritt. Sowohl roter Portwein als auch weißer Portwein wird hiermit veredelt, wobei man zum Beenden der Fermentation ein Weindestillat mit rund 77 % Alkoholgehalt nutzt. Warum ist Portwein süß? Die Menge an beigefügtem Alkohol wirkt sich auf die Restsüße aus. Am Ende erhält man einen lang lagerfähigen Süßwein mit einer Trinkstärke von 19 bis 22 % vol. Dieses Destillat reift anschließend an einem anderen Ort am Flussufer mindestens zwei bis höchstens sechs Jahre lang. Er wird dabei meist in ein großes Fass gelagert, kann aber auch im kleineren port pipe mit geringerem Fassungsvermögen und intensiverem Holzkontakt reifen. Dann gibt es da noch die Flaschenlagerung. Ein sogenannter Vintage Portwein wurde aus den Trauben eines ausgezeichneten Jahrgangs gekeltert. Diesen Spitzenjahrgangs-Portwein füllt man rasch in Flaschen ab, damit er mindestens zehn Jahre oder sogar einige Jahrzehnte lang darin lagern kann.

Warum Portwein?

Der Süßwein weist individuelle Charakterzüge auf, blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück und kann sogar als Portwein zum Kochen verwendet werden. Dank verschiedener Arten des aufgespriteten Weines wie z. B. Portwein Vintage aus einem Spitzenjahrgang, Tawny Port (hauptsächlich fassgereift), Ruby Port (hauptsächlich flaschengereift), Rosé Port und White Port gibt es herrlich viel Auswahl.

Wie Portwein trinken?

An warmen Tagen kann man Portwein rot bei Zimmertemperatur trinken. Ist es heißer, empfiehlt sich der gut gekühlte Genuss. Portwein weiß kühlt man auf eine Trinktemperatur von circa 10 °C. Der trendige Dessertwein – den die Engländer entdeckt und in die weite Welt hinausgetragen haben – passt gut zum Essen, vor allem zu Desserts wie Erdbeeren. Als süßer Likörwein von der iberischen Halbinsel macht er sowohl als Aperitif vor dem Essen als auch als Speisebegleiter eine gute Figur. Roter Portwein passt prima zu dunklem Fleisch wie Rind, während weißer Portwein zu Geflügel getrunken werden kann. Wenn Du als Aperitif Portwein trinken möchtest, empfehlen wir dir einen Spritzer Zitronensaft ins Glas.

Und wie solltest Du Portwein lagern? Am besten gut gekühlt und liegend im Weinkühler oder im Weinkeller. Handelt es sich um Ruby Port (rubinrot) oder Tawny Port (lohfarben), musst Du die Flasche rund 24 Stunden vor dem Trinken aufrecht stellen. Vintage Port wird sogar eine Woche vorher bereitgestellt. Vor dem Trinken geht es an das Dekantieren von flaschengereiften Portweinen wie Garrafreia und Portwein Vintage, wohingegen fassgereifte Abfüllungen wie Tawny und LBV nicht dekantiert werden. Bei ihnen entfernst Du den Flaschenkorken am besten mit Zubehör wie einer Portweinzange oder mit einem Sommeliermesser. Willst Du Portwein richtig trinken, füllst Du ein Portweinglas in Tulpenform nur zur Hälfte und lässt den Süßwein atmen. Zu den beliebten Portwein Marken gehören beispielsweise Sandeman, Ferreira, Fonseca, Niepoort, Kopke, Queveda, Offley, Taylor's und Colheita.

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