Koriander

Wissenswertes zu Koriander als zweitwichtigste Zutat für Gin

Die allerwichtigste – und gleichzeitig die einzige vorgeschriebene – Zutat für die Aromatisierung von Gin ist leicht zu erraten: Wir nennen die Spirituose Wacholderschnaps, weil der Wacholder ein Muss für sie ist. Aber was ist nach den Wacholderbeeren die zweitwichtigste Zutat für Gin? Koriander, ein Gewürz, das wir von einigen Gerichten kennen und das bei fast jedem Gin mit von der Partie ist. Hier gibt's interessante Fakten zum Gin-Botanical Koriander.

10 Fakten zum Koriander

1. Wir treffen die zu den Doldengewächsen gehörende Korianderpflanze rund um den Globus auf drei Kontinenten an. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Heimat der Mittelmeerraum ist. Auch in Deutschland wächst Koriander.

2. Echter Koriander ist seit 5000 v. Chr. in Umlauf, wobei Hochkulturen wie Ägypter, Römer und Chinesen ihn zu schätzen wussten.

3. Koriander ist nicht nur eine Gewürzpflanze, sondern auch eine Heilpflanze, die in der alternativen Medizin eine bedeutende Rolle spielt. Schon die alten Ägypter nutzten sie für die Pflanzenheilkunde.

4. Es sind die ätherischen Öle, die Koriander als Botanical für Gin sowie für die Naturmedizin und Naturkosmetik interessant machen. Man sagt ihnen diverse Wirkungen nach, vor allem im Bereich Magen-Darm. Bei der Schulmedizin soll die Beigabe von Koriander mitunter dafür sorgen, dass unangenehme Gerüche überdeckt werden. Vergleichen hiermit lässt sich die Nutzung in der Parfümindustrie zum Harmonisieren.

5. Wir besitzen im deutschen Sprachgebrauch noch andere Bezeichnungen für das Gewürz, beispielsweise Calander, Corianderkraut, Kolander, Schwindelkraut und Wanzenkraut. Letzteres mag damit zu tun haben, dass die Blätter an den Wanzengeruch erinnern.

Koriander

6. Sowohl Korianderkraut als auch Koriandersamen kommen als Küchengewürz zum Einsatz, aber nur die Samen machen den Koriander als Zutat für Gin interessant. Inhaltsstoffe in den Blättern wie Aldehyde verleihen den Korianderblättern einen Geruch, der entfernt an Zitrone und Moschus – oder an Marmite – denken lässt, aber auch "seifig" sein kann. Das grüne Korianderkaut lässt sich theoretisch für Füllungen, Suppen, Fleischgerichte und Fischgerichte verwenden. Manche nutzen das Koriandergrün zum Garnieren und Dekorieren. Speziell die südostasiatische Küche sowie die georgische, die südamerikanische und die nordafrikanische Küche verwendet viel Koriander als Gewürz. Etliche Gewürzmischungen wie Currypulver verlassen sich hierauf, und zwar auf die Koriandersamen, bei denen es sich um die getrockneten Früchte handelt. Sie enthalten Wirkstoffe wie Limonen, Geraniol, Linalool (bis zu 70 %) und Borneol. Ebenfalls vorzufinden ist Alpha-Pinen, das bei Wacholder das A und O ist. Das bis zu 10 % ausmachende Gamma-Terpinen ist für den Limonen-artigen Duft zuständig.

7. In manchen Ländern wird die Pflanze zum Verkauf kultiviert. Von 1 ha gewinnt man knapp 2 Tonnen Koriander, was wiederum zu einer Öl-Ausbeute von rund 21 % führt.

8. Korianderöl gewinnt man mittels Wasserdampf-Destillation. Kommt Koriander mit Botanicals für Gin zum Tragen, werden die Samen teilweise vorher geröstet, während andere sie zerstoßen und dann mazerieren lassen, um ihnen die Aromastoffe zu entlocken.

9. Koriander kann dadurch beeinflusst werden, wo und wie er wächst. So manch ein Gin-Hersteller achtet daher auf die Herkunft der Samenfrüchte.

10. Wer cool sein will, garniert einen Gin & Tonic mit ein wenig frischem Koriander oder probiert andere Cocktails wie Cilantro Martini aus.

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Gin

Koriander als zweitwichtigstes Botanical für Gin

Die Koriandersamen verfügen über Bitterstoffe und Aromastoffe sowie über ätherische Öle. Letztere verleihen dem Gin mit Koriander seine unverwechselbare Zitrusnote – mehr noch als die Schalen von Zitronen und Orangen, die meist ebenfalls beim Aromatisieren verwendet werden. Koriander im Gin sorgt z. B. dafür, dass der Tanqueray London Dry Gin eine intensive Zitronennote entfaltet. In den meisten Fällen halten sich die Koriandersamen jedoch eher im Hintergrund. Man wählt sie mehr, um die übrigen Botanicals zu unterstützen. Die Hersteller schätzen am Koriander als Gin-Zutat, dass er für eine leicht säuerliche bis herbe Frische sorgt.

Wegen seinen zitrusähnlichen Aromen wird er sogar manchmal bei der Einteilung von Gin-Botanicals zu den Zitrusfrüchten statt zu den Gewürzen oder Kräutern gezählt. Das Botanical Koriander hat eine lange Tradition und ist zusammen mit Wacholder und Angelikawurzel das allgegenwärtige Trio beim Aromatisieren von Gin. Seine Zitrusnoten kommen beim Gin trinken eher gegen Ende zum Vorschein.

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