Stauning Whisky Distillery

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Raffinierter Stauning Whisky aus Dänemark

Es bewahrheitet sich bei der Stauning Whisky Distillery, dass sich Ehrgeiz und Experimentierfreude auszeichnen ? und dass man nicht jahrzehntelang oder jahrhundertelang aktiv gewesen sein muss, um den globalen Durchbruch zu schaffen und Anerkennung auszulösen. Die Brennerei wurde von neun Freunden gegründet. 2005 hörte Martin im Radio ein Zitat, dass die Herstellung von Whisky einfach sei, dass es jedoch weitaus schwerer sei, gut schmeckenden Whisky herzustellen. Das inspirierte ihn dazu, eigene Experimente zu wagen. Er wollte Danish Single Malt erfinden, der sogar Kenner überzeugt. Diesen Gedanken teilte er erst seinem Bruder Lasse mit und dann gemeinsamen Freunden. Noch am Folgetag begann man mit dem Sammeln von Wissen und mit dem Experimentieren und legte damit den Grundstein für die Stauning Whisky Distillery. Dreizehn Personen trafen sich einige Wochen später und neun davon etablierten gemeinsam die Brennerei: Martin, Lasse, Rasmus, Simon, Henning, Alex, Jesper, Hans und Mogens. Alle von ihnen gingen zum Gründungszeitpunkt der Stauning Distillery eigentlich anderen Berufen nach: Vier waren Ingenieure, und dann gab es noch einen Koch, einen Lehrer, einen Metzger, einen Piloten und einen Arzt.

Im Sommer 2005 konvertierte man das Gebäude eines der Teammitglieder in Westjütland in eine Mikrobrennerei und stattete sich mit der Grundausrüstung aus. Die Geschäftsfreunde hatten jedoch nicht viel Geld für ihr neues Hobby übrig, sodass man Kompromisse eingehen mussten. Das gab den Anlass dazu, sich bei der Stauning Whisky Distillery auf die alte in Schottland einst übliche Methode der Bodenmälzung zu verlassen. Dabei wird das Getreide auf dem Boden gemälzt, woraus man dann mit Wasser und Hefe die Maische für die Gärung und spätere Destillation gewinnt. Küchengeräte wurden zum Mahlen/Schroten des Getreides verwendet, ein Behältnis zum Einlegen von Lebensmittel in den Maischbottich konvertiert. Ein Räucherofen, den der Fleischer für geräucherten Schinken verwendet hatte, sollte dem Darren (Trocknen) des Getreidemalzes dienen. Torf für diesen Vorgang bezog die Gruppe vom nahegelegenen Klosterlund Museum. Einzig in ein Equipment der professionellen Art investierte man: zwei Kupferbrennkessel (copper pot stills) von einem Schmied aus Spanien für die Destillation von Stauning Whisky aus Dänemark.

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Wagemutig machte man sich 2006 an die erste Destillation. Im selben Jahr wurden die Geschäftsfreunde auf ein Spirituosen-Event eingeladen und trafen dort niemand geringeren als den "Whisky-Papst" Jim Murray. Er war von ihrem rohen Destillat nach einer Verkostung so begeistert, dass er es mit Ardbeg Whisky verglich und das Team der Stauning Whisky Distillery darin bekräftigte, eigene Wege zu gehen. 2007 kaufte man ein Betriebsgebäude samt landwirtschaftlichem Betrieb in der Nähe der Ortschaft Stauning auf und begann damit, eine jährliche Produktion von 6.000 bis 8.000 l Whisky anzustreben. 2011 füllte man den ersten offiziellen Stauning Danish Whisky ab, 2012 den ersten Single Malt. 2015 schloss die Destillerie Stauning einen Vertrag mit Diageo und mit Distill Ventures ab, wodurch den Produkten endgültig der Durchbruch gelang. Interessanterweise produziert die Brennerei sowohl Stauning Whisky mit Roggen nach amerikanischem Vorbild als auch rauchigen Stauning Single Malt Whisky mit Torf, der an Scotch der Insel Islay erinnert. Abfüllungen in Cask Strength (Fassstärke) gesellen sich zu jungen Whiskys und zu ungereiftem New Make. Außerdem verwendet die Stauning Distillery inzwischen unterschiedliche Fasstypen für die Lagerung der Spirituosen.