Rum-Länder-Barbados

Allgemeines zum Rum-Land Barbados

Barbados befindet sich im Atlantischen Ozean und zählt zu den Kleinen Antillen. Diese ergeben eine Inselkette, wovon Barbados die östlichste Insel ist. Die Grenadinen und St. Vincent liegen etwa 180 km westlich. Zu der Hauptinsel gehört die Insel Culpepper Island direkt vor der Ostküste. Die Temperaturen sind über das ganze Jahr verteilt warm und pendeln sich im Durchschnitt bei 26° Celsius ein. Zwischen Anfang Juni und Ende November besteht die Möglichkeit, dass auf Barbados vermehrt Hurrikans auftreten, da sich die Insel im Einzugsbereich befindet. Die Insel bestand bis vor einiger Zeit hauptsächlich aus einem tropischen Regenwald, der aber durch die Kultivierung und Industrialisierung weitläufig verdrängt wurde. So leben auf Barbados heute in etwa 278.000 Einwohner.

Geschichte von Barbados

Die Wurzeln der Bevölkerung dieser Insel führen in das Jahr 350 nach Christus. Sowohl zu jenem Zeitpunkt als auch 800 und 1300 nach Christus wurde Barbados von einer Einwanderungswelle überrannt. Den Namen bekam sie aber erst im Jahre 1536, als sich Pedro Campos, der Entdecker aus Portugal, an Bärte erinnerte, wenn er die Feigenbäume mit ihren herabhängenden Wurzeln ansah. Die Einheimischen wurden von den Spaniern versklavt. Diejenigen, die nicht den Eroberern zum Opfer fielen, flohen von der Insel, um deren Schicksal nicht zu teilen. Knapp ein Jahrhundert später übernahmen die Engländer die Insel, fanden sie aber verwaist vor. Die Engländer besiedelten Barbados 1627 mit irländischen Sklaven und Indentur-Sklaven, um Arbeiter für ihre Plantagen zu haben. Schon im Jahre 1652 wurden in der Verfassung von Barbados die Rechte für die Bürger und die des Parlamentes niedergeschrieben. Darin wurden unter anderem das Recht auf Eigentum, Religionsfreiheit und Unabhängigkeit festgehalten. Barbados wurde am 30. November 1966 als unabhängig erklärt.

Barbados und der Rum

Schon 1640 produzierte Barbados Unmengen von Rohrzucker und wurde 1655 mit rund 8.000 Tonnen zum weltweit größten Zuckerproduzenten. Dies reichte bis in das 20. Jahrhundert. Ab den 1990er-Jahren wurden die Einnahmen von der Zuckerindustrie durch den Tourismus und der Handwerksproduktion übertroffen. Auch wird Erdöl vor der barbadischen Küste gefördert, wodurch eine Reserve von etwa 397.468.237 Liter besteht. Obwohl die Rohrzuckerindustrie wirtschaftlich nicht mehr den größten Umsatz einbringt, so entstehen auf Barbados die verschiedensten Rumsorten, welche sogar weltweit berühmt sind. Interessanterweise wird die Insel Barbados auch als die Wiege der Rumherstellung in der Karibik betitelt. Zwar hat Kolumbus einst auf einer anderen Insel die ersten Zuckerrohrpflanzen in die Erde gesetzt, doch man darf durchaus davon ausgehen, dass karibischer Rum aufgrund des boomenden Zuckerrohranbaus zum ersten Mal in Barbados entstand. Dutzende von Brennereien waren bis vor einigen Jahrzehnten aktiv, doch heute ist nicht einmal mehr eine Handvoll an Destillerien noch tätig. Obgleich heute nur ein bis zwei Betriebe noch Melasse-Rum herstellen und von Touristen besichtigt werden können, darf die Insel auf eine Rum-Geschichte von über 350 Jahren stolz sein. Die Mount Gay Distillery ist der Inbegriff von Rum aus Barbados und gehört mit ihrem hochwertigen Mount Gay Rum zu den ältesten Rummarken der Welt. Diese einzige Brennerei, die noch in Betrieb ist, sorgt dafür, dass man Barbados Rum – von unabhängigen Abfüllern bereitgestellt – nicht komplett vergisst.

Malibu Original Likör Coconut

Weltberühmt ist der Malibu Original Likör Coconut. Er besteht aus weißem Rum, der mit Zucker und natürlichen Kokosnussextrakten versehen ist. So entsteht ein erstklassiger, süßer Likör, der sehr gerne als Longdrink mit allen Arten von Säften gemischt wird und einen geringen Alkoholgehalt aufweist. 1985 wurde der Malibu Original das erste Mal in Barbados produziert, wird aber in der heutigen Zeit auch in Spanien kreiert. Dennoch ist der Malibu Original Likör Coconut ein Getränk aus Barbados, da der dafür benötigte weiße Rum von der Karibikinsel stammt. Um einen besonders Kokosnuss-lastigen Geschmack zu erzielen, empfiehlt sich die Mischung mit herkömmlicher Milch. So werden die ohnehin hervortretenden Nuancen von Kokosnuss verstärkt und regen zum Träumen am Strand von Barbados an.

Bristol Rockley Still Barbados 1986/2012

Dies ist eine der exotischsten Arten von Rum, welcher auf Barbados produziert wurde. Wie der Name schon verrät, handelt es sich hier um einen Rum, der 1986 destilliert und in Fässern abgefüllt wurde. Das Einzigartige daran ist, dass er nicht nur in Bourbonfässern gelagert wird, sondern danach in Madeirafässer umgefüllt wird und dort noch einige Jahre reifte. Durch diesen Vorgang gelingt es den Produzenten, einen Rum herzustellen, der durch seine extravaganten Aromen überzeugt. So kommen u. a. Nuancen von Honig und Vanille als auch ein Hauch von Gummi und Oliven zum Ausdruck. Sollte dies einen Zweifler noch nicht überzeugen, so entfalten sich Kopfnoten von Karamell, Kakao, Gewürzen, Nüssen, Pfeffer und Leder auf den Geschmacksnerven. So vielseitig und feurig der Rum auf der Zunge auch sein mag, so schließt er den Eindruck mit einem weichen und langen Abgang ab. Durch den einzigartigen Geschmack wird dazu geraten, dieses Erlebnis der Geschmackssinne nur pur wahrzunehmen.

Dos Maderas Luxus Rum

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem Rum um reinen Luxus. Um diesen außergewöhnlichen Premium-Rum aus Barbados zu erschaffen, wird er von einem grandiosen Master-Blender hergestellt. Der Experte rund um das Blending vermählt nur die besten Rum-Arten aus Barbados und Guyana, die aus Melasse hergestellt wurden. Zuvor aber lagern diese für zehn Jahre in Bourbonfässern. Danach werden die exquisiten Rumsorten nach Spanien gebracht und dort vermählt. Im Anschluss lagert der Dos Maderas Luxus Rum erneut für fünf Jahre in Fässern, dieses Mal sind es Sherryfässer, in denen zuvor der Don Guido Pedro Ximenez Sherry für 20 Jahre reifte. Nach der Reifezeit hat der Rum sich von zwei Hölzern bzw. Fasstypen beeinflussen lassen. Aber nicht nur das lässt Experten von diesem Rum schwärmen. Verkauft wird der Rum in einer bauchigen Flasche, die auf einem satinbezogenen Kissen in einer braunen Schatulle liegt. Mit einem Korken verschlossen, zeigt sich der luxuriöse Barbados Rum mit einer dunklen Bernsteinfarbe. Geöffnet verströmt der Rum einen süßlichen Duft von Kakao, Vanille und getrockneten Früchten. Getrunken werden sollte er am besten pur bei Raumtemperatur, damit er sein vollkommenes Aroma perfekt in Szene setzen kann. Nach dem ersten Schluck werden die letzten Kritiker verstummen und den edlen Tropfen genießen. Es kristallisieren sich eindeutig Nuancen von Honig, Vanille, Rosinen und karamellisierten Kakaobohnen heraus. Mit einem seidig weichen Abgang hinterlässt er ein warmes Gefühl.

Alles in allem gehört Barbados in der Welt der Rums eher zu den Geheimtipps. Man findet fast nur unabhängige Abfüllungen vor, die sich in erster Linie auf die fruchtigen, süßen, nuancenreichen Qualitätsprodukte der Mount Gay Distillery stützen und mit Rum aus Barbados gleichgestellt werden.