Rum-Länder-Bermudas

Allgemeines zu den Bermuda Inseln

Bei den Bermuda Inseln handelt es sich um eine Inselgruppe, zu der ungefähr 360 Koralleninseln zählen. Sie liegen im Atlantik und sind ein Überseegebiet von Großbritannien. Von allen Inseln sind gerade einmal 20 bewohnt, darunter Grand Bermuda, die größte Insel, Somerset Island und Saint George's Island. Trotz dem subtropischen Klima kann es vorkommen, dass im Januar nur 5° Celsius auftreten. Des Weiteren werden die Bermuda Inseln im September häufig von Hurrikans aufgesucht. Sie stellen dennoch ein beliebtes Urlaubsziel dar. Manche mögen an das sagenumwobene, furchteinflößende und mysteriöse Bermuda-Dreieck denken, doch damit hat die Inselgruppe eigentlich nichts zu tun.

Geschichte der Bermuda-Inseln

Die Hauptinsel Bermuda wurde im Jahre 1503 von Juan de Bermúdez, einem Spanier, entdeckt, er konnte aber die Insel wegen ihrer gefährlichen Riffe nicht betreten. Erstmals 1511 tauchten die Inseln auf einer Landkarte auf, in der sie den Namen "la bermuda" tragen. Doch betreten wurde die Insel sehr lange Zeit nicht. Der erste Bodenkontakt mit Menschen entstand nur, da englische Kolonisten 1609 in einen Sturm gerieten und deren Schiff auf ein Riff lief. Um nicht zu sterben, mussten die 150 Passagiere an Land gehen. Sir George Somers führte die Schiffbrüchigen, die unter seiner Führung aus den Trümmern des alten Schiffes Sea Venture zwei neue, kleinere Schiffe bauten. Als sie das Land verließen und sich zu ihrem eigentlichen Ziel, Virginia, aufmachten, hatte die Gruppe zehn Monate auf der Insel verbracht. Nach diesem Vorfall machten sich 1612 ungefähr 60 Kolonisten aus Großbritannien auf und gründeten Saint George's. 1790 wurde die Hafenstadt Hamilton gegründet, die 1815 als Hauptstadt der Bermudas anerkannt wurde.

Die Bermuda Inseln und der Rum

Mit 40 % am Bruttoinlandsprodukt ist der Fremdenverkehr die wichtigste Einnahmequelle der Insel. Touristen wissen die Strände und idyllischen Landschaften zu schätzen. Versicherungen und Kreditinstitute errichteten im Laufe der Jahre ihren Sitz auf den Bermudas, da dies eine Inselgruppe mit niedrigen Steuersätzen ist. Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Durch das subtropische Klima können vor allem Kartoffeln, Tabak, Blumen, Gemüse und Südfrüchte angebaut werden. Natürlich gedeiht das für den Rum wichtige Zuckerrohr ebenfalls gut. Doch auch kosmetische und pharmazeutische Produkte werden hier verarbeitet sowie exportiert. Zu den Exportwaren gehören des Weiteren Blumen, vor allem Lilien, und daneben Gemüse und Südfrüchte. Um zu überleben, müssen alle möglichen Nahrungsmittel importiert werden, sowie auch Kraftfahrzeuge oder Erdölprodukte. Die Insel beherbergt Konzerne, die ihre Tätigkeiten international betreiben. So etwa Frontline Ltd., die weltgrößte Öltankerreederei, oder Bacardi, der Hersteller von weltweit berühmten Spirituosen. Bacardi Rum wird auch mit den Bahamas gleichgesetzt. Insgesamt wird auf den Bermudas eher im kleinen Stil Rum produziert, doch er ist durchaus bei Kennern bekannt.

Gosling Black Seal 151 Proof Rum

Die Gosling Brothers Destillerie ist ein bekannter Rumhersteller, welcher seinen Sitz auf den Bermudas hat. Aus deren Hand stammt der Gosling Black Seal 151 Proof Rum. Er wird aus mehreren Rumarten hergestellt, die aus zwei unterschiedlichen Destillationsarten zusammengeführt werden. Zum einen brennt man den Melasse-Rum im pot still Verfahren, zum anderen im column still Verfahren. Nach dem Destillieren reifte der Rum drei Jahre in Eichenfässern und hat danach einen erhöhten Alkoholgehalt von über 70 % vol. Somit wird er als hochprozentig eingestuft und gehört außerdem zum Blended Rum. Die Rumbrennerei verlässt er in einer Flasche mit schwarzem Etikett, auf dem sich ein Seehund mit einem Rum-Fass vergnügt. Der Rum hat eine rötliche Farbe und sollte entweder mit Soda oder mit Eiswürfeln genossen werden. Der Gosling Black Seal 151 Proof Rum von den Bermudas verbreitet seinen Duft innerhalb weniger Augenblicke und erfüllt die Luft mit Kaffee und Vanille, wobei einen Beiklang von Karamell und sonnengereiften Früchten mit sich trägt. Durch den hohen Alkoholgehalt zeigt der Rum bei der Verkostung sein Temperament und überrascht gleichzeitig mit einem süßen Geschmack von Karamell und Vanille, sowie einem einzigartigen Erlebnis zwischen süßen Beeren und Kaffee. Im Abgang erfreut sein Geschmack noch lange. Möchte man den Bermudas Rum zu Longdrinks und Cocktails mischen, so zeigt sich seine einprägsame Persönlichkeit im Getränk, ohne dieses zu dominieren.

Der hiermit verwandte Gosling Gold Bermuda Rum ist ein Rum, welcher sich gut für Anfänger eignet. Er hat nicht den typischen Rum-Geschmack und überzeugt mit einer fruchtig frechen Leichtigkeit. Genau aus diesem Grund ist er auch etwas so Besonderes, der Sammlerherzen höherschlagen lässt. Der Premium-Rum lässt nach dem Öffnen seinen eindrucksstarken frischen Duft verströmen, welcher von Mango und Aprikose dominiert wird. Dahinter kann man den Hauch von Vanille und Zitrone erkennen. Diese Kombination spiegelt sich im Geschmack wider, der von einem nussigen Unterton begleitet wird. Durch sein sanftes Aroma, erlebt man das Mundgefühl als sehr glatt. Der fruchtige Gosling Gold Bermuda Rum hat eine bernsteinerne Farbe, vermischt mit goldenen Akzenten, die darauf schließen lassen, wie einzigartig dieser Rum ist. Er reift fünf Jahre in Eichenfässern, ehe er die Destillerie auf den Bermudas verlässt.

Gosling Family Reserve Rum

Um diesen Rum zu verehren, braucht es nicht viel. Alleine seine Aufmachung, lässt darauf schließen, wie einzigartig der Gosling Family Reserve Rum ist. Geliefert wird die Flasche in einer Holzkiste mit gläsernem Deckel, gebettet auf Kunststroh. Darin liegt die schwarze Flasche, im Design einer Champagner-Flasche, welche am Flaschenhals den Anschein erwecken soll, von Kerzenwachs überzogen zu sein. Bevor der Gosling Family Reserve Rum abgefüllt wurde, lagerte er in Eichenholzfässern und reifte dort etwa 16 Jahre. Sein einmalig würziger Duft wird mit einem Hauch Schokolade perfektioniert. Liebhaber genießen den dunklen Rum von den Bermuda Inseln entweder mit einer Zitrone oder Orange oder nur mit Soda. An den Geschmacksknospen angekommen, verbreitet sich sein Geschmack von Bitterschokolade und Leder, die von Vanille begleitet werden. Danach wird dieses Erlebnis von Kaffee und Karamell abgelöst und endet in einem Finish, dass sogar im Magen ein Hochgefühl verbreitet.

Alles in allem zeigt sich Bermudas Rum von der süßen und hebern sowie oft von der fruchtigen Seite. Er gilt als Geheimtipp für Kenner.