Alkoholsucht

Spirituosen sind etwas Tolles - aber nur, wenn sie in Maßen statt in Massen genossen werden. Sicher schaut der eine oder andere von uns zwischendurch einmal zu tief ins Glas, beispielsweise wenn es etwas zu feiern gibt oder wenn der Herzschmerz ertrunken werden soll. Aber wenn der übermäßige Alkoholkonsum zur Gewohnheit wird, wird die Lage ernst. Probleme wie die Alkoholsucht können schwerwiegende Folgen haben und sollten auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Wir klären hier über die Alkoholkrankheit auf und bieten Tipps zur Alkoholhilfe für Alkoholkranke wie kontrolliertes Trinken. Der Alkoholismus ist vermeidbar und besiegbar!

Alkoholsucht: Was ist das?

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Hier gibt es zunächst einmal einige Daten und Fakten zur Alkoholsucht, damit man sich ein Bild davon machen kann, wie ernst dieses Problem wirklich ist. So gehen Studien davon aus, dass beinahe genauso viele Europäer aufgrund einer Alkoholkrankheit versterben wie aufgrund von Bluthochdruck. Unter den Österreichern gelten bis zu 340.000 Menschen als alkoholkrank. Hinzu kommt, dass Schätzungen nahelegen, dass nahezu jeder vierte Erwachsene in einem für die Gesundheit gefährdeten Maße Alkohol konsumiert. In Deutschland sieht die Lage ähnlich schlimm aus, wie Statistiken zum Alkoholismus veranschaulichen. So legt eine Statistik des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahr 2010 offen, dass rund 33 % der deutschen Männer zu den Risiko-Trinkern gehören. Bei den 18- bis 29- Jährigen ist der Anteil sogar noch höher mit fast 45 %. Das ist umso erschreckender, wenn man bedenkt, dass ein so früher Alkoholmissbrauch schon in den jüngeren Jahren des Lebens zu gesundheitlichen Problemen führt. Setzt die Alkoholsucht so früh ein, könnte sie sich mit zunehmendem Alter noch verschlimmern. Wird hingegen diese Zielgruppe aufgeklärt und durch gezielte Alkoholhilfe unterstützt, könnte dies positive Auswirkungen auf die Zukunft haben.

Dabei führt die Alkoholsucht nicht nur zu bis 60 Erkrankungen mit den verschiedensten gesundheitlichen Problemen, sondern wirkt sich auch auf andere Weise auf das Leben der Betroffenen aus. Wer unter Alkoholsucht leidet, wird beispielsweise oft von Freunden und Familie gemieden oder verlassen, erfährt weniger soziale Akzeptanz und mag es im Berufsleben schwerer haben.

Die Alkoholsucht Definition: Wo beginnt Alkoholsucht?

Wo fängt Alkoholsucht an? Eine einzig richtige bzw. genaue offizielle Definition ist schwer. Aber so manch einer stellt sich die brennende Frage: Alkoholsucht - wann ist man süchtig? Alkoholismus wird von der WHO(Weltgesundheitsorganisation) als eine Krankheit angesehen. Bestimmte Merkmale und Verhaltensweisen von Alkoholikern gelten dabei als Symptome und gleichzeitig als Punkt der Bestimmung, ob jemand alkoholkrank ist oder nicht. Mehr Details zur Alkoholkrankheit gibt es hier. Eine generelle Antwort auf die Frage "Wann beginnt Alkoholsucht?" ist, dass bei der jeweiligen Person ein starker Drang nach dem Konsum von Alkohol vorherrscht, der ihren Alltag beeinträchtigt. Trinkt diese Person nichts Alkoholisches, dann kommt es zu Entzugserscheinungen, vergleichbar mit den Symptomen eines Drogenabhängigen. Ein Alkoholabhängiger findet es außerdem schwer, seinen Alkoholkonsum zu kontrollieren, was die Häufigkeit, Menge und Dauer des Konsums angeht. Wenn jemand weiter trinkt, obwohl es ihm schlecht geht, ist er vermutlich alkoholabhängig. Je nachdem, wie stark die Alkoholsucht ausgeprägt ist, wird der Alkoholkranke außerdem andere Interessen und/oder Tätigkeiten vernachlässigen. Seine Zufriedenheit ist vom regelmäßigen und/oder in hohen Mengen getätigten Alkoholkonsum abhängig und er gewöhnt sich dabei immer mehr an den Alkohol. Das führt wiederum zu einer höheren Alkoholtoleranz, sodass mehr und mehr getrunken werden muss, um ein Zufriedenheitsgefühl zu erhalten. In der Regel sind sich alkoholkranke Menschen ihres Problems bewusst und können oder wollen dennoch nicht aufhören. Treffen mindestens drei dieser zusammengefassten Kriterien auf eine Person zu, ist sie theoretisch alkoholsüchtig. Die Alkoholsucht Symptome variieren von Fall zu Fall ein wenig. Auch bei den Alkoholsucht Folgen gibt es verschiedene und verschieden stark ausgeprägte Krankheitsbilder. Alkoholsucht: Was tun? Lesen Sie weiter!

Alkoholsucht: Wie kommt es dazu?

Verschiedene Faktoren können einen Einfluss darauf ausüben, wie hoch das Risiko einer Person ist, an Alkoholsucht zu erkranken. Eine wichtige Rolle als Alkoholsucht Ursachen spielen u. a.:

- sozialpsychologische Umstände bzw. soziale Umgebung (Arbeitsplatz, Familie wie z. B. alkoholabhängige Eltern(teile), Freunde, etc.)

- körperliche Voraussetzungen biologischer und genetischer Art (wie familiäre Häufung)

- Persönlichkeitsstörungen und tiefenpsychologische Faktoren

Es kommt darüber hinaus auf zahlreiche weitere Aspekte an. So mag beispielsweise der Konsum einer Spirituose riskanter sein, weil diese aufgrund ihrer Zusammensetzung ein höheres Suchtpotenzial aufweist. Manche gehen davon abgesehen davon aus, dass der Bildungsstand berücksichtigt werden sollte, da generell die untere Bildungsgruppe öfter betroffen ist als die mittlere und obere Bildungsgruppe. Eine Studie des Robert-Koch- Instituts zur Häufigkeitsverteilung des Rauschtrinkens bei der deutschen Bevölkerung (Stand 2010) zeigt z. B. auf, dass innerhalb der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen knapp 12 % der unteren Bildungsgruppe sich mindestens jede Woche dem Rauschtrinken widmen. Bei der oberen Bildungsgruppe sind es hingegen kaum mehr als 6 % der Befragten. Dasselbe gilt für den finanziellen Status einer Person. Je älter die Personen sind, desto geringer werden jedoch die Unterschiede innerhalb einer Altersgruppe, sodass die Bildung nur einer von mehreren Faktoren ist, gemeinsam mit weiteren sozialen Faktoren. Männer leiden zudem etwas häufiger unter Alkoholsucht als Frauen.

Alkoholsucht: Wo finde ich Hilfe?

Wie Alkoholsucht bekämpfen? Kontrolliertes Trinken soll es möglich machen, den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu erlernen. Fünf Schritte dienen dieser Selbsthilfe bei Alkoholsucht, die nicht immer erfolgreich ist. Wir stehen Ihnen außerdem mit Rat und Tat zur Seite, wenn Sie Bedenken haben oder meinen, unter Alkoholsucht zu leiden. Ebenso bietet es sich an, therapeutische Hilfe zu suchen oder sich an einen Arzt ihres Vertrauens zu wenden. Alkoholsucht - was tun als Angehöriger? Auch in diesem Fall hilft es, gut informiert zu sein und eventuell professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Alkoholhilfe für kontrolliertes Trinken beispielsweise mag Maßnahmen umfassen, mit denen Sie der süchtigen Person den Zugriff auf Spirituosen erschweren oder sie begleiten und am übermäßigen Alkoholkonsum hindern. Oft fällt es den Angehörigen von Alkoholkranken nicht leicht, mit den Alkoholikern zu leben. Ihre Symptome und ihre Reizbarkeit können sie aggressiv oder unsozial machen. Beistand von jemandem, der nicht direkt betroffen ist und sich mit der Alkoholsucht auskennt, ist in einem solchen Fall Gold wert.

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Ein Tipp: Möchte man herausfinden, ob man zu den Risiko-Trinkern oder gar zu den alkoholsüchtigen Personen gehört, ist das mit einem Selbsttest der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) möglich. (www.kenn-dein-limit.de/selbst-tests/)

Quellen:

1) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/243662/umfrage/alkoholkonsum-vonmaennern-nach-alter-und-bildungsgrad/

2) https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/gesundheitsgespraech/themen/alkoholsucht-abhaengigkeit-100.html

3) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/243666/umfrage/haeufigkeitsverteilung-vonrauschtrinken-bei-maennern-nach-alter-und-bildungsgrad/

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