Grappa

Was macht den Grappa so besonders? Zum einen wird er auf exakt diese Weise nur in Italien hergestellt; zum anderen ist er kein Weinbrand oder Obstbrand, sondern ein Tresterbrand. Daher betrachtet man ihn als Klasse für sich. Und außerdem steckt in dieser Spirituosenkategorie ein riesiges Potenzial. Ähnlich wie der Rum werden Grappas nämlich sowohl jung und klar als auch gereift und golden angeboten, sodass jeder das Richtige findet. Probieren lohnt sich!
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Wie wird Grappa hergestellt?

Die Grundlage für die Herstellung von Grappa ist der sogenannte Trester. Darunter versteht man die Rückstände der Pressung von Weintrauben, die für die Produktion von Rotwein und Weißwein unerlässlich ist. Nach der Pressung werden die Pressrückstände wie das Fruchtfleisch und die Beerenschalen der Trauben entweder von der Weinkellerei selbst destilliert oder von dem Weingut an eine Destillerie geliefert. Die frische Verarbeitung ist vorteilhaft, da man so die im Trester enthaltenen Aromen einfangen kann. Zunächst einmal steht - wie bei fast allen Spirituosen - eine Gärung an. Sie liefert den Alkohol mit einem noch ganz niedrigen Alkoholgehalt. Sowohl Rotwein-Trester als auch Weißweintrester lässt sich nutzen. Grappa aus Rotwein wird jedoch leicht anders produziert als Grappa aus Weißwein. Die Weißweintrauben enthalten nämlich noch recht viel Zucker, sodass man im Gegensatz zu den Rotweintrauben den vergorenen Trester mit Most versetzt und anschließend erneut fermentiert.

Wie wird Grappa gemacht?

Nach der Gärung geht es an die Destillation von Grappa. Das Endergebnis ist eine farblose Spirituose, die mit einer Trinkstärke von mindestens 37,5 % vol. in die Flasche gefüllt wird. Ist dies der Fall, handelt es sich um weißen Grappa voller jugendlichem Temperament und fruchtbetontem Geschmack. Es gibt jedoch Ausnahmen. Warum ist Grappa braun, zumindest in manchen Fällen, oder eher golden bis bernsteinfarben? Edler Grappa Riserva geht einen Schritt weiter als reguläre Tresterbrände und wird auch als Grappa Barricata bezeichnet. Was bedeutet Grappa Riserva? Riserva lässt sich mit dem international gebrauchten Begriff Reserve vergleichen, und Barricata wird vom Begriff Barrique abgeleitet, unter dem man ein französisches Holzfass mit relativ geringem Fassungsvermögen versteht. Das bedeutet also, dass Grappa Riserva ein gelagerter Tresterbrand ist. Das Besondere am Grappa Barricata ist, dass er nicht immer aus dem Eichenfass stammt. Ein Kastanienfass oder ein Kirschbaumfass mag ebenso zum Einsatz kommen, um Grappa reifen zu lassen. Je nach Fasstyp entsteht ein leicht anders geprägter Genuss. Grappa aus dem Eichenfass ist vergleichsweise etwas herber und eleganter sowie expressiver. Grappa aus dem Kirschfass wirkt ein wenig süßer, wohingegen Grappa aus dem Kastanienfass eine dunklere, braunere Farbe hervorruft.

Wie schmeckt Grappa?

Je länger ein Tresterbrand reifen durfte, desto faszinierender gestaltet sich das Trinkerlebnis. Die dominierenden Fruchtnoten werden durch diverse Nuancen ergänzt. Handelt es sich übrigens um einen reinsortigen Grappa Monovitigno aus dem Trester einer Rebsorte statt um einen Verschnitt mehrerer Trester, dann darfst Du sortentypische Aromen erwarten. Beispiele hierfür sind u. a. Grappa Amarone oder Grappa di Prosecco aus typisch italienischen Rebsorten.

Grappa: Wie trinkt man ihn?

Grappa wie trinken? Darüber entscheidet der Charakter der Spirituose. Kaufst Du bei uns im Spirituosen-Online-Shop einen klaren Grappa, empfehlen wir ein tulpenförmiges Grappaglas und eine kühle Trinktemperatur von 10 C. Bestellst Du beim Rum&Co Spirituosenversand stattdessen einen gereiften Grappa Riserva einer renommierten Brennerei aus einem der vielen Weinbaugebiete Italiens, dann eignen sich ein Cognac-Schwenker und eine Trinktemperatur von 16 bis 18 C. Wann wird Grappa getrunken? Grappa Nonino, Grappa Poli und Grappa Nardini sowie weitere Grappas in Grappagläsern kann man wunderbar zu italienischen Speisen oder als Digestif nach dem Essen trinken. Ebenso eignen sie sich als Aperitif vor der Mahlzeit, gern in der Form von Longdrinks und Cocktails wie Grappa Sour. Die Italiener selbst schwören auf den Caffè Corretto, bei dem Grappa mit Kaffee gemischt wird.