Absinthe & Pastis

Was ist so faszinierend an Spirituosen mit Anis? Das Gewürz bietet ein unvergleichliches Aroma und einen unvergleichlichen Geschmack und kann dabei auf Wunsch mit anderen Gewürzen und/oder Kräutern kombiniert werden. Vor allem im Mittelmeerraum und in Mitteleuropa sind Anisspirituosen wie Absinthe, Pastis, Ouzo und Sambuca beliebt. Der Absinth war dabei lang umstritten, macht aber seit Kurzem wieder von sich reden. Hier gibt?s mehr zu unserem Angebot.
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Eine Anisspirituose mit Wermut: der Absinthe mit grüner Farbe

Genau genommen handelt es sich beim Absinth eher um eine Wermutspirituose als um eine Anisspirituose wie beispielsweise Ouzo oder Sambuca. Viele stufen ihn nicht in die Oberkategorie Anisette bzw. Anisée ein, sondern betrachten ihn in derselben Rubrik wie den Vermouth. Es ist aber nicht abzustreiten, dass der Anis beim Absinthe neben dem Wermut eine der Hauptzutaten ist. Dementsprechend entsteht auch beim Verdünnen mit Wasser der bei Spirituosen mit Anis übliche Louche-Effekt einer milchig weißen Trübung. Absinthe kann - ebenso wie Ouzo - neben Wermut und Anis noch Fenchel enthalten. Weitere Kräuter bzw. Gewürze sind je nach Rezeptur mit von der Partie, und es gibt sogar Absinthe ohne Wermut. Mit einem recht hohen Alkoholgehalt von 45 bis 85 % vol. sollte der Absinth nicht unterschätzt werden und wird nur selten pur getrunken. Man beschreibt ihn als eine Bitterspirituose mit ganz leicht herbem und herbalem Geschmack, Würze und einem Hauch von Süße. Die Ursprünge von Absinthe liegen in einem heutigen Schweizer Kanton, und nach wie vor widmen sich vor allem die Schweizer und die Franzosen der Herstellung von Absinth.

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Lange Zeit war die sogenannte "grüne Fee", also der Absinthe, verboten. Seit 1998 wird der Absinth jedoch endlich wieder - in abgeschwächter Form - verkauft, und das erfreut nicht nur die Franzosen. Einst von Vincent van Gogh geliebt und getrunken wurde die Wermutspirituose schnell weltbekannt und entwickelte sich zum mystischen Getränk der Künstler. Heute ist der Absinth gemeinsam mit dem Wermut vor allem deshalb beliebt, weil er sich für das Mixen von Cocktails und Longdrinks eignet. Warum aber war er zeitweise in Verruf geraten? Das hängt mit seinem Thujongehalt zusammen. Man befürchtete, er könne abhängig machen. Nicht nur sagte man ihm Suchtgefahr nach, sondern man ging auch davon aus, der zu hohe Konsum könne gesundheitliche Beschwerden auslösen. 1915 wurde daher in großen Teilen Europas und in den USA das erwähnte Verbot in Kraft gesetzt. Neue Erkenntnisse widerlegen jedoch die alten Theorien und machten die Produktion legal. Du kannst also guten Gewissens und ohne Bedenken bei Rum&Co Absinthe kaufen. Absinthe wie trinken? Es gibt eine Methode mit Zucker und eine ohne. Zubehör wie der Absinthlöffel und das passende Absinthglas für die kultigen Trinkrituale sind dabei ein Muss! Oder ist dir eher nach dem französischen Verwandten davon, dem Pastis mit Anisgeschmack von Herstellern wie Pernod?

Was ist Pastis und wie trinkt man die Anisspirituose?

Anders als der Absinthe ist dies wirklich in erster Linie eine Spirituose mit Anisaroma. Sie hat in Frankreich ihren Ursprung und war lang über die Landesgrenzen hinaus nicht von Bedeutung. An dieser Spirituose ist übrigens ein Trend ersichtlich, den nicht alle befürworten: Mehr und mehr wird der Anis (von einer krautartigen Pflanze der Doldenblütler) durch den billigeren Sternanis (von den sternförmigen Früchten eines tropischen Gewürzbaumes) ersetzt. Sowohl bei den Botanicals für Gin als auch beim Pastis Anisschnaps ist das bemerkbar, hat aber keine allzu negativen Konsequenzen. Neben dem Anis oder Sternanis umfasst der Pastis Likör mit seinem Alkoholgehalt von relativ niedrigen 40 % vol. noch natürliche Aromen von Gewürzen und Kräutern wie Süßholzwurzel (beim Sambuca beliebt) und Fenchelsamen (beim Ouzo üblich). Zucker spielt eine wichtige Rolle, sodass man den Pastis zu den Likören zählt.

Der typisch südfranzösische Anislikör erlebte einen Boom, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Absinth in Verruf geriet. Man umging sein Produktionsverbot durch die Kräuterspirituose Pastis. Von der Provence aus zog dieser junge Anisschnaps seinen Siegeszug durchs ganze Land an. Heute, rund 100 Jahre später, hat er auch auf dem deutschen Markt Einzug gehalten. Ein vorherrschender Anisgeschmack ist für den Pastis vorgeschrieben, wobei Süßholzextrakt mit von der Partie sein muss, um diesen Spirituosenname verwenden zu dürfen. Der Zuckergehalt pro Liter darf 100 g nicht überschreiten. Und wie Pastis trinken? Normalerweise mischt man einen Teil hiervon mit mehreren Teilen Wasser und/oder Eis. Hierdurch entsteht der bereits erwähnte Louche-Effekt. Ebenso ist es möglich, den Pastis wie den Ouzo mit Orangensaft, Cola oder Bitterlimonade zu mischen. Ein bisschen Sirup passt ebenfalls gut ins Bild. Pastis 51 ist einer der Kulthits, wenn Du dir den Anisschnaps gönnen möchtest. Pastis als Aperitif oder Pastis als Digestif? Beides geht!