Lagavulin Whisky

Eine Vielzahl der schottischen Whiskys hebt sich von der irischen und amerikanischen Konkurrenz dadurch ab, dass sie voller Torfrauch steckt. Am deutlichsten wird dies, wenn man sich den Inselwhiskys widmet, die z. B. auf Islay, Orkney und Skye destilliert werden. Zu den rauchigsten und kraftvollsten dieser Klasse zählen Experten den Lagavulin Whisky. Er ist seit der Gründung durch John Johnston im Jahre 1816 auf der als Whiskyhochburg bekannten Insel Islay ansässig und könnte kaum mehr Wiedererkennungswert mitbringen.
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Der Lagavulin Whisky war bis Ende der 90er-Jahre der am meisten verkauften Islay Single Malt und ist unleugbar Teil der Weltspitze. Man sollte sich an ihn wenden, wenn man nichts gegen Torf, Kraft, Würze und salzige Beiklänge wie von Meeresbrise und Tang hat. Dies ist ein Scotch für Kenner, den man am besten für sich allein oder "on the rocks" statt in Cocktails oder Longdrinks genießt. Der Lagavulin Whisky ist in vielerlei Hinsicht rekordverdächtig, denn es handelt sich u. a. um den am langsamsten destillierten Scotch. Die erste Destillation dauert etwa fünf Stunden, der zweite Durchgang sogar neun Stunden. Das wirkt sich positiv auf den Körper des Single Malts aus, der trotz seiner kräftigen, pikanten Persönlichkeit voller Weichheit steckt.

Als Teil der Serie Classic Malts von Diageo genießen viele der Abfüllungen ein hohes Ansehen. Fast jeder Lagavulin Whisky darf mehrere Jahre in Eichenholzfässern lagern, wobei man sich für prestigereiche Sondereditionen sogar an Sherryfässer wendet. Der 16 Jahre alte Lagavulin Whisky ist hierzulande mit am beliebtesten ? was nicht weiter verwunderlich ist, da man die Vermarktung jahrzehntelang auf dieses Produkt beschränkte.