St. Kilian Distillers

Brennereien in der Bundesrepublik sind dafür bekannt, gern mit verschiedenen Spirituosen zu experimentieren. Oft wagen sie den Einstieg mit typisch deutschen oder regionaltypischen Erzeugnissen wie Edelbränden, Geisten und Likören. Dann unternehmen sie den nächsten Schritt und nehmen internationale Klassiker wie Gin, Vodka, Whisky und Rum in Angriff. Zu denjenigen Betrieben, denen diese Sortimentserweiterung mit Bravour gelungen ist, gehört die Firma St. Kilian Distillers. Sie ist namentlich einem der irischen Mönche gewidmet, die einst das Christentum und den Whisky in deutsche Gefilde brachten. Dementsprechend ist der mit Spannung erwartete St. Kilian Single Malt der Star des Portfolios.
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Faszinierende Spirituosen der St. Kilian Distillers aus Deutschland

Die Idee zur Brennerei für Whisky aus Deutschland und andere Spirituosen kam dem Firmengründer und Inhaber Andreas Thümmler aus Unterfranken. Er holte sich den benachbarten Braumeister Mario Rudolf sowie den irischen Whiskey-Experten und Master Distiller David F. Hynes ins Boot. Gemeinsam beschlossen die drei Geschäftspartner, ihr eigenes Ding durchzuziehen. Geboren war vor einigen Jahren das Unternehmen St. Kilian Distillers. Eine Weile wurde geplant und experimentiert. 2016 nahm man schließlich die Brennanlage zum ersten Mal in Betrieb und stellte die erste Sankt Kilian Spirituose für Whiskey her. Das Destillat aus dem pot still basiert auf Getreide bzw. Braumalz aus der Region und dient als Basis von White Dog bzw. New Make. Darunter versteht man die Vorstufe von Whisky. Diese noch klare, nicht im Holzfass gereifte Spirituose kann ein bisschen mit Vodka oder mit dem Vorläufer von Gin (vor der Aromatisierung mit Botanicals) betrachtet werden. Das Destillat hat Thümmler in so große Begeisterung versetzt und mit solchem Stolz erfüllt, dass er es dazu nutzt, Kunden auf die St. Kilian Distillers aufmerksam zu machen. Der erste Single Malt Whisky muss ja nach der Destillation mindestens drei Jahre im Eichenfass lagern, sodass man ihn erst ab 2018 oder 2019 erwarten sollte. Bis dahin betreibt die junge, doch ehrgeizige Brennerei bei Rüdenau mit ihrem Tatendrang und ihrem geschickten Marketing und beweist bereits einen "guten Riecher" für deutsche Spirituosen, die es mit der internationalen Konkurrenz aufnehmen können.

Weitere Informationen zu Whisky und Co. von St. Kilian Distillers:

Der New Make wird als St. Kilian White Dog mit regulärer Trinkstärke und hochprozentiger Fassstärke zugänglich gemacht und bietet einen gewissen Vorgeschmack auf den St. Kilian Whisky. Damit vergleichen lässt sich der Torf Dog aus getorftem Getreide, der an Peated Scotch denken lässt. Noch aufregender ist der The Spirit St. Kilian 18 Monate Cask Aged in limitierter Auflage, der anderthalb Jahre reifen durfte und reichlich Interesse auf den St. Kilian Single Malt erzeugt. Er besitzt Sammelwert. Und wer aromatisierte Spirituosen mag, der sollte sich dem Berry Dog mit Waldfrüchten bzw. Beeren, dem Cream Dog mit Sahne, dem Fire Dog mit Chili und Zimt sowie dem Honey Dog mit Honig zuwenden. Dahinter verbergen sich Liköre auf der Basis von ungereiftem White Dog, die es problemlos mit den üblicheren Whiskylikören auf dem Markt aufnehmen können. Die moderne Produktpräsentation, die Experimentierfreude des Herstellers und die überraschend große Auswahl stellen sicher, dass man der neuen Destillerie all die Aufmerksamkeit zukommen lässt, die sie verdient hat.

Weiterführende Informationen zu den St. Kilian Distillers:

https://www.stkiliandistillers.com/.