Deadhead Rum

Ein tolles Beispiel dafür, wie man die Präsentation von Spirituosen geschickt für Marketing nutzen kann und für Begeisterung sorgt, ist der Deadhead Rum. Seine Flasche sieht aus wie ein verschrumpelter Kopf einer toten Kreatur, und damit hinterlässt die Spirituose nun wirklich einen bleibenden Eindruck. Der etwas gruselig anzusehende Deadhead Rum ist aber nicht nur wegen diesem cleveren Marketinggag ein Highlight.
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Kurioser Deadhead Rum aus Mexiko

Die Mexikaner bringt man eher mit Tequila aus der Agave als mit Rum aus Zuckerrohr in Verbindung, und das erhöht die Faszination an der Marke Deadhead mit dem treffenden, schaurigen Namen. Hergestellt wird der mexikanische Rum mit viel Liebe zum Detail aus Zuckerrohr aus Plantagen aus dem Umfeld der nicht namentlich erwähnten Brennerei. Das Besondere an dem Premium-Rum ist, dass er nach der Destillation nicht nur in klassischen Ex-Bourbonfässern aus amerikanischer Weißeiche reifen darf, sondern auch in Fässern aus mexikanischer Eiche aus der Chiapas-Region. Die Mexikaner sind mächtig stolz auf dieses außergewöhnlich Qualitätsprodukt, das bei der "Spirits Of Mexiko Competition 2012" Gold gewann.

Was genau hat es denn nun mit der Flasche auf sich, die dem entstellten, ausgetrockneten Gesicht eines verstorbenen Menschen nachempfunden ist und an Schauergestalten und okkulte Rituale erinnert? Der Deadhead Rum spielt auf die einstige Praktik an, nach einem Kampf den Kopf des besiegten Feindes als Trophäe zu behalten. Einige Ureinwohnerstämme taten dies und erhofften sich davon u. a. spirituelle Erneuerung und magische Kräfte. Der Begriff für einen solchen Kopf war "tsantsa". Der Indiostamm der Shuar aus dem Amazonas lebte um den Flusslauf des Marañón herum und soll angeblich der einzige Ureinwohnerstamm sein, der nicht unterdrückt und in das zivilisierte Leben eingegliedert wurde. Durch die täuschend echt gestaltete Rumflasche bei der Marke Deadhead kann man sich also wie ein solcher wagemutiger Krieger oder Wunderheiler und Dämonenbeschwörer fühlen. Der Deadhead Rum sieht aus, als habe man einen geheimen Schatz geplündert oder ihn direkt von einem Piratenschiff der Vergangenheit gestohlen. Die detailverliebte Gestaltung mit Hanffasern, um die Augen und den Mund zuzunähen, stellt sicher, dass man den Deadhead Rum so schnell nicht aus dem Sinn bekommt. Fürchten sollte man sich vor ihm jedoch nicht, denn er steht für hohe Qualität und dunklen, komplexen Genuss voller Raffinesse und Persönlichkeit. Zwar mag über die Destillerie kaum etwas bekannt sein, doch dieser coole Außenseiter spricht für sich.

Mehr Informationen zum Deadhead Rum

Interessanterweise handelt es sich beim Deadhead Rum um einen Blend aus Rum aus Melasse und aus vergorenem Zuckerrohrsaft. Er lagert erst einmal sechs Jahre lang in Eichenfässern, bevor man sich auf das Solera-Verfahren stützt und mehrmals jüngere und ältere Destillate aus verschiedenen Fässern miteinander vermählt. Das Resultat ist ein Trinkerlebnis, das seinesgleichen sucht. Der vielschichtige Deadhead Rum aus Mexiko kommt als Solera-Blend mit diversen Fasstypen aus Europa in Verbindung, die u. a. Whisky, Cognac, Wein und Sherry beinhaltet hatten. Kein Wunder also, dass er unzählige Nuancen entfaltet und eher auf Würze und einen scharfen Kick als auf einseitige Süße setzt. Schokolade und Kaffee, Vanille und Backgewürze, Karamell und Anis prägen den tiefgründigen, beinahe mystischen Genuss, der schwer in pauschale Worte zu fassen ist.

Lesen Sie hier mehr zum Deadhead Rum:

http://deadheadrum.com/