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Rum aus Cuba: ein Land und seine bewegte Geschichte

Kuba gehört zu den Karibikinseln und hatte es im Laufe der Jahrhunderte nicht unbedingt leicht, obwohl jeder das Land - und den Rum aus Kuba - kennt. Die Kubakrise ist vielen zumindest ansatzweise ein Begriff, und die meisten haben auch von Fidel Castro und vom Kuba-Embargo der USA gehört. Doch fernab von diesen Komplikationen ist Kuba auch ein schönes Urlaubsland, die Anlaufstelle schlechthin für starke Zigarren aus Kuba - und mit dem Kuba Rum außerdem ein Spirituosenproduzent, der niemals in Vergessenheit geraten wird, sondern eher noch an Bedeutung gewinnt.

Das in der Landessprache Spanisch República de Cuba genannte Land bietet mit der Hauptstadt Havanna die größte Metropole im karibischen Raum. In der Nähe von weiteren Rum-Ländern wie Dominikanische Republik gelegen, ist Kuba ein Teil der Großen Antillen und vom Karibischen Meer genauso umgeben wie vom Atlantik und vom Golf von Mexiko. Die zweitgrößte Stadt nach Havanna ist Santiago de Cuba im südlichen Teil des Archipels, und genau dort haben viele Hersteller von Kuba Rum ihren Sitz. Mit rund 11,2 Millionen Einwohnern, einem autoritären Einparteiensystem und einer weltbekannten Kultur hat das Land im Laufe seiner abenteuerlichen Geschichte immer wieder von sich reden gemacht. Wirtschaftliche und politische Krisen sorgten dafür, dass die Schlagzeilen oft negativ waren - aber das Land hat sich niemals komplett geschlagen gegeben. Somit haben es kubanische Zigarren und kubanischer Rum trotz allem geschafft, den Rest der Welt auf sich aufmerksam zu machen. Was ist noch typisch kubanisch neben dem Rum aus Kuba? Auf jeden Fall die Musik und damit verbunden die Tänze. Mambo uns Salsa werden rund um den Globus getanzt. Die kubanische Küche kommt ebenfalls gut an, und damit lässt sich wieder die Brücke zum Rum aus Cuba schlagen. Woher kommt es, dass kubanischer Rum so bekannt ist?

Kubanischer Rum: ein Auf und Ab

Im 17. und 18. Jahrhundert befand sich die Karibikinsel unter spanischer Besatzung. Die Spanier erkannten das Potenzial der Region und pflanzten - wie auch in den Nachbarländern - im großen Stil Zuckerrohr an. Für die Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen führten die afrikanische Sklaven ein, die sich allmählich mit der einheimischen Bevölkerung, den Arawak-Ureinwohnern und anderen Nationalitäten vermischten und im karibischen Raum den Rum erfanden. Selbst nach den Unabhängigkeitskämpfen wurde der Anbau von Zuckerrohr aufrechterhalten, was die Herstellung von Kuba Rum ermöglichte. Die kubanische Revolution führte jedoch im 20. Jahrhundert dazu, dass etliche Plantagen und Gebäude zerstört oder vom Staat übernommen wurden. So manch ein Exilkubaner ließ sich in einem Nachbarland in der Karibik, in Südamerika oder in Mittelamerika nieder. Daher kommt es, dass etliche maestros roneros von Brennereien in anderen Ländern auf kubanische Wurzeln zurückblicken und den Stil von Cuba Rum in fremde Marken einfließen lassen. Insbesondere die Dominikanische Republik und Panama profitier(t)en hiervon.

Wer echten Rum aus Kuba kaufen will, muss nicht verzweifeln, denn die Lage im Land machte es vor einigen Jahrzehnten möglich, eine Art Renaissance von Kuba Rum auszulösen. Begünstigt wurde dies faszinierenderweise gerade wegen der "Sonderperiode" und der internationalen Sanktionen: Während bis dahin mehr als 80 % der Zuckerrohrernte exportiert wurden bzw. für die Zuckerproduktion reserviert waren, blieb der Rohstoff nun im Land und konnte zu Kuba Rum verarbeitet werden. Einst war Kuba der größte Zuckerproduzent der Erde, mit den USA als Hauptabsatzmarkt. Das sieht heute anders aus, doch man gehört mit dem Rum aus Cuba immerhin wieder zu den ernst zu nehmenden Spirituosenproduzenten. Zucker ist in der aktuellen Landwirtschaft nach wie vor das bedeutendste Exportgut, wobei die Abnehmer jetzt Russland, China und die westlichen/europäischen Länder sind. Rund drei Millionen Tonnen Zucker werden im Jahr ausgeliefert, und die bei der Zuckerproduktion als Beiprodukt entstehende Melasse dient als Maische für die Herstellung von Rum aus Kuba. An zweiter Stelle hinter dem Zuckerrohr befindet sich der Tabak, der den legendären Havannas und anderen Zigarren aus Kuba zum Weltruhm verholfen hat. Kubanischer Rum wird daher nicht selten mit Cohiba und Co. in einem Atemzug genannt oder dazu geraucht.

Kuba Rum kaufen und eine Legende entdecken

Möchte man einen nie aus dem Trend kommenden, beeindruckenden Star der Spirituosenwelt kennenlernen, sollte man kubanischen Rum kaufen. Er macht vor allem mit der Marke Havana Club von sich reden, die zu den absoluten Giganten gehört und nach der Landeshauptstadt benannt ist. Havana Club Rum nimmt vor allem die Cocktails mit Rum aus Kuba ins Visier und ist in etlichen weißen, kurz gelagerten und lang gereiften Varianten mit unterschiedlichem Alkoholgehalt zu haben. Möchte man feinen Kuba Rum kaufen, der sich für den puren Genuss eignet, wird man ebenfalls fündig.

Diverse Marken an Rum aus Cuba haben den Durchbruch geschafft, allen voran Santiago de Cuba Rum, Legendario, Ron Veradero und Ron Cubay sowie Caney. Gemeinsam mit Havana Club versprechen sie charaktervollen, oft starken Genuss voller karibischem Lebensgefühl und angenehmer Süße. Will man Kuba Rum online kaufen und damit Cocktails mixen, ist sowohl Blanco Rum (klar) als auch goldener und dunkler, brauner Rum aus Cuba erhältlich. Einige der Brennereien sind schon seit Jahrzehnen erfolgreich, andere relativ neu. Und dann gibt es natürlich noch unabhängige Abfüller, bei denen der kubanische Rum nicht fehlen darf.

Edler Rum aus Kuba wird durch Marken ergänzt, deren Heimat ursprünglich auf jener Karibikinsel lag. Bacardi und Ron Matusalem beispielsweise waren eigentlich mal Ron Cubano. Möchte man Rum aus Kuba kaufen, lohnen sich die Geheimtipps, die im kleinen Stil mit viel Liebe zum Detail destilliert werden und vor Ort in Eichenfässern bei tropischem Klima lagern. Und wie schmeckt Rum aus Kuba? Man kann die leichten, jungen oder hochprozentigen Abfüllungen zum Mixen von Rum-Cocktails wie dem berühmten Cuba Libre verwenden. Hochwertiger kubanischer Rum wird pur - solo oder zu einer Zigarre - genossen, damit er sein warmes, herzliches Aroma und seine milde Süße von Vanille entfalten kann.