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Anis

Gewürze und Kräuter spielen bei den verschiedensten Spirituosen eine wichtige Rolle. Man denke nur einmal an den Gin mit all seinen Botanicals oder an den Kräuterlikör. Zu den wichtigsten Gewürzen gehört Anis, manchmal durch Sternanis ersetzt oder ergänzt. Spirituosen mit Anis kann man sogar als Oberkategorie zusammenfassen, denn neben Spitzenreitern wie Sambuca und Ouzo gibt es u. a. noch den Absinthe und den Pastis. Hier Anis-Spirituosen entdecken!
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Wissenswertes zum Anis

Die krautartige Anispflanze (Pimpinella anisum) zählen wir zu den Doldenblütlern. Sie ist sowohl eine Heilpflanze als auch eine Gewürzpflanze. 2014 war sie bei uns in der Bundesrepublik sogar die Heilpflanze des Jahres. Mit einer Wuchshöhe von 10 bis 60 cm und einem stark verzweigte Stängel mit kleinen, weißen Blüten mag die Anispflanze nicht unbedingt viele Blicke auf sich ziehen - aber sie ist hocharomatisch! Und das legt nahe, warum der Mensch den Anis als Gewürz und als natürlichen Aromastoff für diverse Lebensmittel und Genussmittel wie Anis-Spirituosen nutzt.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem mediterranen Raum, und das ist mit ein Grund, warum die Franzosen und die Italiener sowie die Spanier und die Griechen schon seit Jahrhunderten traditionell Spirituosen mit Anis herstellen. Die wirkliche Heimat ist vermutlich Albanien oder Kroatien, und heute fühlt sich der Doldenblütler insbesondere in mitteleuropäischen Regionen mit gemäßigtem Klima sowie nach wie vor im Mittelmeerraum wohl. Der Süden von Russland ist interessanterweise das Hauptanbaugebiet, aber dort ist man zu sehr auf den Vodka fokussiert, um Anisspirituosen zu brennen. Ein reicher Boden und viel Licht sind für das Wachstum der Pflanze vorteilhaft, deren Samen aus den Blütenständen (Dolden) wir als Gewürz verwenden. Wir kennen Anis z. B. als Bestandteil von Gebäck und Brot. Davon einmal abgesehen wandert er in zahlreiche Spirituosen mit Anisgeschmack, vor allem in Liköre wie Sambuca, in Absinth und Arak, in Ouzo und Raki sowie in Pastis. Manch ein Aguardiente wird ebenfalls hiermit aromatisiert, und selbstverständlich darf man den treffend benannten Anisette nicht vergessen.

Anis wurde und wird manchmal mit dem Dill verwechselt, und darüber hinaus existieren Parallelen zum Sternanis. Dieser ist genau genommen gar kein Verwandter von Anis, zumindest nicht aus botanischer Sicht betrachtet. Sternanis wird immer häufiger als Ersatz für Anis gewählt, speziell beim Gin. Er ist günstiger und wird von einem immergrünen Baum bezogen. Statt die Samen einer krautigen Pflanze verwendet man die sternförmigen, getrockneten Früchte des Baumes. Sternanis aus tropischen Gefilden ist ein Gewürz mit einem lakritzartig herben bis süßlichen Geschmack und einem ähnlichen Duft wie Anis.

Spirituosen mit Anis: die Kategorie Anisée

Die Franzosen haben als Oberkategorie für Anisschnaps, Anislikör und Co. das Wort Anisée geprägt, das man nicht unbedingt als Synonym für Anisette ansehen sollte. Der Begriff bezieht sich auf Spirituosen mit Anisaroma, wobei diese sowohl gezuckert sein können wie Anislikör als auch ungezuckert wie Anisschnaps. Anisée ist damit der Deckmantel für all das, was wir im Deutschen als Anisspirituosen zusammenfassen: Raki aus der Türkei, Ouzo aus Griechenland, Sambuca aus Italien, Masticha/Mastika aus Bulgarien, Pastis aus Frankreich und Anisado aus Spanien. Anisado ist wiederum der spanische Oberbegriff für diverse Anisliköre, von denen einige trocken und andere süß sind. Anisette wird in der Regel in Frankreich hergestellt und lässt sich als Gewürzlikör mit Anisgeschmack beschreiben. Anders als Anisschnaps weist er in der Regel einen hohen Zuckergehalt auf. Ein klarer Anisette wird von den Franzosen sowohl als Aperitif vor der Mahlzeit als auch als Digestif nach der Mahlzeit getrunken. Das ist eine Eigenart von Spirituosen mit Anisaroma. Ebenso ist es normalerweise ein Markenzeichen von Anisspirituosen, dass sie den sogenannten Louche-Effekt auslösen: Verdünnt man einen Anisée mit Wasser, dann trübt er sich und wird milchig weiß. Experten erraten an der Intensität dieses Effekts sogar den Anisgehalt von Spirituosen aller Art.

Spirituosen mit Anis kaufen

Willst du Anisspirituosen bei Rum&Co kaufen, hast Du die Qual der Wahl. Wir legen dir die beliebten Klassiker ans Herz: traditionsreicher Sambuca als italienischer Likör, aromatischer Ouzo als griechische Spezialität und wieder im Trend liegender Absinthe für aufregende Cocktails. Auch der Pastis ist ein Anisschnaps voller würziger Faszination.

Was ist Pastis und wie trinkt man die Anisspirituose?

Anders als der Absinthe ist dies wirklich in erster Linie eine Spirituose mit Anisaroma. Sie hat in Frankreich ihren Ursprung und war lang über die Landesgrenzen hinaus nicht von Bedeutung. An dieser Spirituose ist übrigens ein Trend ersichtlich, den nicht alle befürworten: Mehr und mehr wird der Anis (von einer krautartigen Pflanze der Doldenblütler) durch den billigeren Sternanis (von den sternförmigen Früchten eines tropischen Gewürzbaumes) ersetzt. Sowohl bei den Botanicals für Gin als auch beim Pastis Anisschnaps ist das bemerkbar, hat aber keine allzu negativen Konsequenzen. Neben dem Anis oder Sternanis umfasst der Pastis Likör mit seinem Alkoholgehalt von relativ niedrigen 40 % vol. noch natürliche Aromen von Gewürzen und Kräutern wie Süßholzwurzel (beim Sambuca beliebt) und Fenchelsamen (beim Ouzo üblich). Zucker spielt eine wichtige Rolle, sodass man den Pastis zu den Likören zählt.

Der typisch südfranzösische Anislikör erlebte einen Boom, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Absinth in Verruf geriet. Man umging sein Produktionsverbot durch die Kräuterspirituose Pastis. Von der Provence aus zog dieser junge Anisschnaps seinen Siegeszug durchs ganze Land an. Heute, rund 100 Jahre später, hat er auch auf dem deutschen Markt Einzug gehalten. Ein vorherrschender Anisgeschmack ist für den Pastis vorgeschrieben, wobei Süßholzextrakt mit von der Partie sein muss, um diesen Spirituosenname verwenden zu dürfen. Der Zuckergehalt pro Liter darf 100 g nicht überschreiten. Und wie Pastis trinken? Normalerweise mischt man einen Teil hiervon mit mehreren Teilen Wasser und/oder Eis. Hierdurch entsteht der bereits erwähnte Louche-Effekt. Ebenso ist es möglich, den Pastis wie den Ouzo mit Orangensaft, Cola oder Bitterlimonade zu mischen. Ein bisschen Sirup passt ebenfalls gut ins Bild. Pastis 51 ist einer der Kulthits, wenn Du dir den Anisschnaps gönnen möchtest. Pastis als Aperitif oder Pastis als Digestif? Beides geht!

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