Sherry & Portwein

Was ist der Unterschied zwischen Sherry und Portwein? Portwein, oft auch kurz als "Port" bezeichnet, hat einen süßeren, schwereren Geschmack. Es handelt sich bei diesem Getränk um einen südlichen Wein mit erhöhtem Alkoholanteil. Der Name verrät bereits, woher der richtige Portwein kommt: aus Portugal. Port wird in einem ganz bestimmten Gebiet in Nordportugal hergestellt. Sherry hingegen ist ein Weißwein mit erhöhtem Alkoholgehalt, der aus Spanien stammt.
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Sherry und Portwein: die Gemeinsamkeiten

Bei den Portwein und Sherry Gemeinsamkeiten lässt sich vor allem eins bemerken: Beide Produkte werden als Likörwein bezeichnet, und beide stammen aus jeweils einem Mittelmeerland bzw. von der iberischen Halbinsel und werden ausschließlich dort seit Jahrhunderten auf traditionelle Art und Weise produziert werden. Es handelt sich um Likörweine, weil in beiden Fällen eine recht deutliche Süße mit entsprechendem Zuckergehalt zu bemerken ist. Portwein und Sherry kommen zudem mit einem höheren Alkoholgehalt auf den Markt als Wein. Beide Likörweine verdanken ihre Bekanntheit größtenteils den Engländern und werden in Holzfässern gelagert.

Sherry und Portwein: die Unterschiede

Was ist der Unterschied zwischen Portwein und Sherry? Portwein, oft auch kurz als "Port" bezeichnet, hat einen süßeren, schwereren Geschmack. Es handelt sich bei diesem Getränk um einen südlichen Wein mit erhöhtem Alkoholanteil. Der Name verrät bereits, woher der echte Portwein mit geschützter Herkunftsbezeichnung kommen muss: aus Portugal. Port wird in einem ganz bestimmten Gebiet im Norden des Landes hergestellt, wobei die Trauben in den Weinbergen der Weinbauregion Douro-Tal angebaut werden. Die portugiesische Hafenstadt Porto stellt die Hochburg der Portwein-Produktion dar. Gern wird Port aus Rotwein gewonnen. Portweine sind häufig kraftvoll und lieblich sowie fruchtbetont. Sie weisen meist eine höhere Trinkstärke von 19,5 bis zu 22 % vol. auf. Verglichen mit Sherry kann Portwein reduktiv oder oxidativ altern.

Sherry hingegen ist ein Weißwein mit erhöhtem Alkoholgehalt, der aus Spanien stammt. Auch er besitzt eine geschützte Herkunftsbezeichnung und darf nur in einem festgelegten Gebiet sowie konform mit bestimmten Regeln hergestellt werden. Benannt ist er nach der Stadt Jerez de la Frontera in Andalusien. Ebenso bekannt ist der mit ihm verwandte Brandy de Jerez, ein Weinbrand und nicht ein Likörwein wie der typisch spanische Sherry. Durch den besonderen Herstellungsvorgang gewinnt dieser Wein einen einzigartigen Geschmack von Hefe und Mandeln. Das wichtigste Merkmal von Sherry besteht darin, dass er aus einem trockenen Weißwein, bei dem die Palomino-Traube Verwendung fand, produziert wird und in Holzfässern nach dem Solera-Verfahren reift. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen Sherry und Portwein.

Sherry versetzt man mit Branntwein, nachdem der Wein fertiggegoren ist. Somit wird der Alkoholgehalt deutlich erhöht, von 11 bis 12 % auf 15 bis 19 %. Zum Schluss reift der Wein in geöffneten 600-Liter-Fässern. Somit sind alle Arten von Sherry ursprünglich trocken. Um den Sherry süß zu machen, mischt man ihn mit Rebsorten wie Moscatel und Pedro Ximenez. Die Trauben werden nach der Ernte zunächst getrocknet und dann erst gekeltert. Somit ist der hieraus gewonnene Saft sehr konzentriert, und die im Wein enthaltene Hefe kann nicht den ganzen Zuckeranteil in Alkohol verwandeln. Das wiederum bedeutet, dass die Ähnlichkeit zwischen Sherry und Portwein im Herstellungsverfahren begründet ist. Es gibt aber noch weitere Sherry und Portwein Unterschiede im Detail: Port wird mit der Zugabe von neutralen Traubenschnaps verfeinert, um die Vergärung zu beenden, und ein wenig Zucker lässt den Alkoholanteil steigen. Sherry hingegen durchläuft den Gärungsprozess vollständig und wird anschließend mit Branntwein angereichert.

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